Ich habe seit Januar eine ungarische Straßenhündin - ich denke ne ordentliche Brackenmischung! Anfangs hatte ich sie auch mal bei mir in der Heimat (ich komm vom Bauernhof ) ohne Leine laufen und es hat prima geklappt. KOnnte sie sogar von den Pferden wegrufen ABER das hat leider wirklich nicht lange gehalten. Als sie sich an die neue Situation gewöhnt hat,hat sie einfach nur noch auf taub gestellt und ist weggerannt.
Seitdem läuft sie nur an der Schlepp. Sind inzwischen auf dem Feld von 15 Meter auf 5 Meter runter und ich würde mich vielleicht auch mal bald trauen sie ohne Leine laufen zu lassen. Also hirnlos wegrennen ist in so einer Umgebung eh nicht mehr (im Wald trau ich ihr allerdings keinen Meter über den Weg - da nimmt sie trotz Anti-Jagd-Training nur ganz selten Futter an).
Du hast sie ja echt erst seit acht Wochen - überlege dir wie lange sie davor alleine und autark gelebt hat. Gib euch noch Zeit - das musste ich auch erst lernen (habe noch einen Malteser-Mix, typischer Begleithund und absolut einfach im Handling - wegen der habe ich nie eine Träne vergossen
)
Was den Besuch angeht: das Problem hatte ich auch aber das war für mich ein riesiges Problem. Ich wollte einfach keine Angst haben Leute einzuladen. Dieses territioriale Verhalten habe ich generell versucht in der Wohnung zu unterbinden. Sprich sie hatte zwei Hundeplätze an strategischen unwichtigen Orte, mir in der Wohnung folgen war nicht (sie hat immer gerne die Wege abgeschnitten), Küche und Bad (wir haben nur zwei Zimmer
) waren tabu und wir haben viel "Hundedeckentraining" gemacht. Sie hat den Besuch (an der Leine) mit abgeholt und wurde dann auf ihren Platz geschickt. Ich habe ihr dann immer den Besuch schmackhaft gemacht aber sobald sie stinkig bzw. territorial wurde, hat sie ewas vor die Füße bekommen oder sie musste sich verziehen.
Aber wie gesagt: acht Wochen sind echt nicht viel! Ihr scheint doch schon gut vorangekommen zu sein!