Vor etwa 14 Jahren hatten meine Eltern einen Hund.
Er war ein Alano-Doggen-Mix und hieß – genau wie mein jetziger Hund – Lucky.
Sie hatten ihn als Welpe bekommen.
Ich bin mit ihm groß geworden. Er war mein bester Freund und mein Beschützer.
Ich habe leider nie zuvor von ihm geträumt. Doch vor drei Monaten hatte ich plötzlich einen Traum, der mir nicht mehr aus dem Kopf geht.
Ich stand im Traum auf einer Steinbrücke. Lucky rief mir zu, ich solle die Brücke hinaufgehen. Also ging ich los. Oben angekommen, stand ich auf einer Blumenwiese. Rechts und links befanden sich riesige Hundestatuen, und in der Mitte war ein Tor. Ich wollte darauf zugehen, doch Lucky sagte:
„Stopp! Du darfst da nicht hineingehen. Hinter diesem Tor sind die Seelen der Verstorbenen. Ich bewache sie. Endlich habe ich eine neue Aufgabe – seit 14 Jahren. Ich wollte schon früher Kontakt zu dir aufnehmen, aber jetzt bin ich durchgekommen. Ich möchte dir nur sagen, dass es mir gut geht. Ich passe hier sehr gerne auf und bekomme viele Knochen, damit ich stark bleibe. Bitte denkt daran, dass ich auch weiterhin über euch wache. Und wenn der Tag gekommen ist, werde ich auch dich begleiten – zum Tor. So wie deine Eltern und dein Freund.“
Dann sagte er:
„Aber bitte geh jetzt. Du sollst nicht zu lange hier bleiben es tut mir leid ! . Ich werde jetzt laut bellen, und dann wirst du aufwachen. Denk daran: Ich bin immer bei euch.“
Er bellte – und ich wachte auf.
Ganz ehrlich: In meinem Leben hatte ich noch nie einen so intensiven Traum. Aber danach fühlte ich mich richtig befreit. Ich weiß jetzt, dass es Lucky gut geht.
Er hat eine wichtige Aufgabe, die perfekt zu ihm passt.
Und wir werden uns wiedersehen !