Beiträge von silvi-p

    Hi Julia,
    ähnlich war es bei uns. Unser Hund kam mit 15 Monaten (im Juni 2006) zu uns. Er war aus schlechter Haltung zum Züchter zurückgekommen und wir haben ihn dann übernommen. Ich frage das, weil ich mir vorstellen kann, dass so ein Hund sich dann total auf eine Person fixiert und diese verteidigt, eben _weil_ es ihm jetzt und hier gut geht und dies auf jeden Fall so bleiben soll. Verstehst du? "wir zwei gegen den Rest der bösen welt", so hat es unsere Trainerin umschrieben. Dagegen musst du angehen. Das hat für mich absolut GAR NIX mit Dominanz und Rudel und Rangordnung zu tun. Mein Hund hat sich zB von Anfang an immer von mir oder meinem Mann das Futter wegnehmen lassen, und? Er hat mich trotzdem verteidigt.
    Julias Hund verteidigt die für ihn lebenswichtige Ressource "Julia"! Umso heftiger, weil er total fixiert ist! Und wenn Julia ihm nun das Futter aus der Hand gibt, fixiert er sich ja noch mehr auf sie. Das wäre eigentlich kontraproduktiv. Es wäre besser, wenn das der Freund übernehmen würde. Schmusen würde ich nicht unterlassen, das wird den Hund total verunsichern, wenn jetzt alles wegfällt. Aber auch mehr auf den Freund verlagern ;)

    [quote/souma]Du solltest natürlich dann auch nicht einschreiten, wenn der Hund nicht so reagiert, wie er will, und er sich abmüht, sich durchzusetzen. Falls Deine Hündin bei Dir "Schutz" sucht, würde ich aufstehen oder mich umdrehen, ein wenig bewegen und sie "im Regen stehen lassen". [/quote]

    Noch ein guter Tip! Das mache ich auch! Ich muss mich dann immer ein wenig zurückhalten ;)
    Es wird bei uns immer besser, ich denke, dass da der Grundgehorsam eine große Rolle spielt, weil mein Hund so langsam auch in brenzligen Situationen hört (zB auch draußen, beim Anblick anderer Hunde - es wird nicht gleich losgepest!), und dass sich mein Mann jetzt auch etwas mehr mit dem Hund beschäftigt. Bei uns war es so, dass ich (in Absprache mit der Trainerin) in der ersten Zeit sehr, sehr wenig gestraft habe, es gab auch sehr wenig Anlass dazu. Daher nimmt mein Hund es SEHR ernst, wenn ich jetzt laut werde. Und wir arbeiten gerade daran, ein ganz sauberes, verständliches Abbruchkommando zu konditionieren. Das würde ich euch auch empfehlen. Holt euch dazu Hilfe in Einzelstunden, die Erklärung dauert nicht lange, aber es sollte jemand Erfahrenes euren Hund "beurteilen", um sagen zu können, wo die Grenze ist, was er noch verträgt.

    Gewalt, schlagen, laut werden ist nicht unbedingt das Mittel der Wahl, man muss bei sowas schon überlegt vorgehen! Wirklich richtig zu strafen kann wichtig sein, man muss aber genau planen, wie man es macht, damit es was bringt, und dann auch ganz beherzt die Aktion durchführen. Alles, was du halbherzig machst, wobei du den Hund insgeheim bemitleidest, wird nicht zum gewünschten Erfolg führen. Wenn du vorhast, mit "echter" Strafe zu arbeiten, lass dich von einem _kompetenten_ Trainer beraten!!

    ui, jetzt höre ich mal auf, sonst wird's zu lang. Bitte frag weiter und/oder berichte, wie es weitergeht.
    Viele Grüße
    Silvia

    Hi Jutta,
    tja, da muss ich wohl nochmal nachfragen. Ich dachte auch, man kann die verstellen, aber die steht immer gleich da, wird im Training nie verändert. (Meinst du mit Ausstellungsbreite die Länge "unter der Wand", also zwischen den beiden "Schenkeln des A"?? Das ist bei uns definitiv weniger! Vielleicht steht sie dann sowieso schon falsch?? Kommt mir beim Nachdenken auch höher als 1,40 vor...! die obere Kante habe ich auf Augenhöhe und ich bin ca 1,70!)
    Beim Agi überhaupt kein Problem, da wird die Zone anständig gearbeitet und die Wand steht flacher. Aber beim THS hab ich fast das Gefühl, meiner fällt vornüber, wenn er langsam runtergeht, schwierig zu beschreiben! Rutschen tut er nicht wirklich, stimmt wohl, haben gerade neuen schicken Belag auf der Wand :)

    Auch beim Tunnel hat die Übungsleiterin erstmal geguckt als ich gesagt habe "können wir den nicht ein wenig zusammenschieben" (weil ein Dackel da seit 6 Wochen nur mit den Pfoten reingeht).

    Ui ui ui, muss wohl mal die PO unters Kopfkissen tun ;)
    Danke für die Antworten jedenfalls
    Silvia

    Hallo Julia,
    das hört sich 1:1 nach meinem Hund an. Genau, aber genau dasselbe!

    Wir sind auch dabei, daran zu arbeiten, es ist schon sehr viel besser geworden.

    1. Grundgehorsam festigen. Der Hund muss sich von euch beiden in allen Situationen auf eine Decke/in sein Körbchen schicken lassen.
    2. Dein Freund soll sich (mehr) mit dem Hund beschäftigen, wenn möglich. Nicht nur betüddeln, sondern am besten konsequent Dinge üben. Egal ob Tricks oder sowas, nur: konsequent.
    3. Ignorieren bei "nur-knurren" machen wir auch.
    4. Genau beobachten. Wenn dein Hund deinen Freund schon fixiert, wenn er reinkommt, sofort wegschicken (auf die Decke/ins Körbchen). Wenn er damit anfängt, wenn dein Freund nahe bei dir ist, sofort Abstand zwischen dich und Hund bringen (Hund auf Decke schicken, Hund kurz vor die Zimmertür setzen, was gerade passt).
    5. Überhaupt üben: Hund liegt nicht immer in meiner Nähe. Der soll ruhig in seinem Körbchen in einer anderen Zimmerecke liegen, während du auf dem Sofa bist. Ideal wäre es, wenn er räumlich _hinter_ dir wäre, also du zwischen ihm und deinem Freund. Ist bloss bei diesen Sofageschichten nicht immer machbar.

    Ihr müsst üben, Abstand voneinander zu halten, und DU (besser nicht dein Freund) musst ihm klar machen, dass sofort, wenn er anfängt, dich zu verteidigen, die Situation ins Gegenteil umschlägt, nämlich du ihn entfernst. Ich denke, wenn dein Freund irgendwie mit Aggression (laut werden, Hund wegdrängen oder so) reagiert, bestätigt er den Hund im Verhalten - "der typ ist wirklich gefährlich".

    Sorry, dass es so lang geworden ist. Ist bloss wirklich erstaunlich, dass wir genau dasselbe in Grün haben! Kurze Frage noch - habt ihr den Hund schon seit Welpenzeiten?

    Viel Erfolg
    Silvia

    Hi Marion,
    ich habe leider nur eine schlechte Erfahrung gemacht und kann deswegen nur raten: auf jeden Fall anrufen, um die Verfügbarkeit zu checken, das ist auf den Sites oft nicht aktuell. Und testen, wie gut (telefonisch) erreichbar der Shop ist, also, ob da bei der Servicenummer auch auf jeden Fall jemand rangeht und nicht nur "besetzt" oÄ kommt.

    Viel Erfolg
    Silvia

    Hi,
    eine Frage dazu hätte ich auch noch.
    Ich finde die Schrägwand beim THS immer recht steil. Beim Agi wird sie ja für die Klassen angepasst, aber beim Agi nicht.
    Mein Hund ist recht klein, so dass er einfach von der ersten oder zweiten Stufe von oben abspringt, er schafft es einfach nicht so gut, die Wand langsam runterzugehen.

    Gibt's hier noch mehr Leute mit kleinen THS-Hunden? Wie habt ihr das gemacht?
    Und: auf dem Turnier, wird da ein Fehler oä gegeben, wenn der Hund zu weit oben abspringt? Ich sehe das bei den größeren Hunden im Training, die halten sich grad mal mit zwei Pfoten oben und springen dann ab. Trainerin findet's zwar nicht toll, toleriert es aber.
    Es ist ja doch auch ein ziemlicher Zeitvorteil, der sich durch das Springen ergibt, oder?

    Viele Grüße
    Silvia

    Hi,
    also leider ist davon

    Zitat

    Also spricht für mich für einen kleineren Hund:
    - weniger Bewegung
    - weniger Raum und Aufdrehen im Haus
    - weniger Gefahr für die Kinder
    - leichter überall mit hin zu nehmen

    nur der letzte Punkt so richtig zu bejahen. Und das auch nur, weil alle hunde-unerfahrenen Menschen dem Klischee anhängen, dass kleine Hunde sowieso immer lieb sind ;)
    Die Kleinen brauchen auch viel Bewegung (jetzt mal von Extremen wie Husky-Windhund abgesehen), drehen im Haus sehr wohl sehr gut auf und wie das mit den Kids ist, wurde ja schon beschrieben. Es wäre seeeehr wichtig, einen guten Züchter einer kleinen Rasse zu finden, sodass du da einen gut sozialisierten, selbstsicheren Welpen bekommst. Kleine Hunde fühlen sich gegenüber dem "Monster Kind" eher noch hilfloser als die größeren. Die Kinder starren direkt in die Augen, wenn sie einen Arm heben und zugreifen, geht das meist an Kopf/Hals etc. pp. Kinder neigen auch dazu, kleine Hunde als Spielzeug aufzufassen. Ich denke mir zwar, dass du das deinen Kindern sehr gut klarmachen kannst, aber... auch wenn sie sich Mühe geben, es fällt sicher schwerer als bei einem Hund, der ihnen ausgewachsen schon bis zur Schulter geht... (und der Hund wächst wahrscheinlich schneller als das Kind)

    Ich wäre an deiner Stelle auch für einen mittelgroßen oder großen Hund, Mischlingswelpe von Zergportal, vielleicht sogar schon hier auf Pflegestelle? Ansonsten musst du nochmal Rassebücher wälzen, da findet sich schon was!

    Viele Grüße
    Silvia

    Hi,
    ich denke, dass er einfach unruhig geworden ist, und sich das ganze gesteigert hat, und als die TA ihm dann auch noch die Spritze verabreicht hat, war's zuviel.
    Du hast ja geschrieben, du hast ihn fest rangenommen, weil er zwischendurch unruhig wurde. Ist bei meinem genauso. Meistens schaukelt sich das in der Zeit, in der ich ihn festhalten muss, auf. Aber er kriegt dann eben eine Maulschlaufe und ich halte ihn weiter fest, und dann ist es ganz schnell vorbei.

    Ich denke, das war situationsbezogen und glaube nicht, dass er deswegen zuhause komisch reagieren wird.

    Viel Glück noch
    Silvia

    Ooooh,
    ist der Gino süüüß!
    Wie er im Platz noch total begeistert mit dem Schwanz wedelt!
    Hätte ich Zeit und Geld im Überfluss, würde ja sofort "Bullit" bei mir einziehen, finde den absolut klasse!

    (Eine Kollegin erzählte mir letzte Woche, dass eine Freundin an der Isar gerade noch einen Staff-Mix gerettet hat. Die Menschen (die nicht wirklich diesen Namen verdienten) waren gerad dabei, ihn in einer Tüte von der Brücke zu werfen. Ist das zu glauben???)

    Viele Grüße
    Silvia