Beiträge von silvi-p

    Hallo,
    ich kenn mich ja bei den Rottis nicht so aus, aber UCI ist auf jeden Fall "die dunkle Seite" (zumindest bei meiner Rasse). Hört sich toll an, aber die Anforderungen sind bei den Rassen, über die ich informiert bin, doch deutlich geringer als beim VDH/FCI.
    Das hört sich jetzt doof an, weil jeder Welpenkäufer denkt, jaaa, super, weltweiter Verband, Mitgliedschaft, endlich mal was seriöses, aber... oftmals geht es den Züchtern nur darum "irgendwo" Mitglied zu sein. Etwas Augenwischerei halt, "Marketing".

    Ich kann es auch nicht glauben, dass der Mensch mit 25 Jahren Erfahrung meint, Welpen auf HD röntgen zu müssen... Erfahrung ist gut, aber manche machen auch 25 Jahre alles gleichermaßen falsch??

    Ich würde mich mal in einem Rottiforum oder im DRK über diesen Züchter erkundigen.

    Viele Grüße
    Silvia

    Hallo Jule,
    habe auch einen ZP, unkastrierten Rüden, und wohne mitten in München.
    Das Thema Stadt-Land und wieviele Hunde und wieviele davon kastriert oder nicht finde ich überhaupt nicht ausschlaggebend für diese OP. Du wirst ja nicht kastrieren wollen, bloß weil die Gefahr besteht, dass dein Hund an unsozialisierte, unverträgliche andere Hunde gerät? Es gibt bei den unkastrierten verträgliche und unverträgliche, genauso wie bei denen "ohne Eier", und gemobbt wird auch nicht gleich jeder Kastrat. (mal anders herum - wenn du deinen als Rüden beläßt - heisst das, dass er dann die Großstadt-Kastraten mobben wird?) Angeleint gibt es keinen Kontakt zu anderen Hunden, abgeleint wirst du ihn mittels Gehorsam unter Kontrolle haben müssen. Dadurch reduziert sich ja das Gefahrenpotenzial von anderen (unbekannten) Hunden um einiges.

    Zudem hängt es arg vom Charakter des Tieres ab, ob es den Madams hinterherlechzt oder eher nicht interessiert ist, auch das kann man mit der OP nicht steuern. Ohne guten Grundgehorsam kann auch ein Kastrat einer "heißen Spur" folgen und weg sein. Oder einem Vogel oder einer Katze....

    Du wirst schon feststellen, wenn dein Hund die Fährte einer läufigen Hündin aufnimmt - glasiger Blick, hektisches Folgen der Fährte, evtl Zähneklappern/Sabbern/Hündinnen-Pipi schlecken. Bist du schnell genug - und bei einem Spaziergang gerade in unbekanntem Gebiet habe ich meinen Hund immer im Auge - kannst du ihn ja anleinen.
    Gehorsam sollte der Hund immer sein, je besser der Gehorsam ist und je früher du dadurch bei einer "heißen Spur" eingreifen kannst, desto weniger Probleme bekommst du. Ich sehe in diesem Szenario einfach keinen Grund für eine Kastration vorab.
    Fragt sich noch - wie definierst du Stress?

    Viele Grüße (hoffe, das hat dir geholfen)
    Silvia
    PS - darf ich fragen, wo der Kleine herkommt???

    Ihr denkt aber schon daran, dass solche Seiten oft nicht echt sind und nur zur reinen Provokation dienen? Den Hundehalter will ich sehen, der nicht eingreift und/oder handgreiflich wird, wenn jemand mit Messer auf seinen Hund losgeht? Der Schäfi muss ja ganz lieb stillgehalten haben, wenn man ihm schnell mal die Kehle durchschneiden konnte?

    Viele Grüße
    Silvia

    Hallo Maura,
    das finde ich super von dir, dass du einen solchen Hund zu dir geholt hast! Ihr werdet schon zusammenwachsen. Es ist sehr wahrscheinlich, dass er lange daran zu knabbern haben wird, wie die neue Umgebung ist und dass hier alles anders als in Spanien ist.
    Hast du professionelle Unterstützung vor Ort, hast du mal nach Hundeschulen oder Trainern gesucht, vielleicht sogar solchen, die sich mit Südhunden auskennen? Heisst jetzt nicht, dass dein Hund im Moment Problemverhalten zeigt, aber es wäre gut, wenn du den Umgang und das Arbeiten mit ihm unter professioneller Anleitung lernen könntest, damit du nicht mehr so unsicher bist. Etwas braucht dieser Hund nämlich ganz sicher: eine souveräne Führung, die ihm durchgehend zeigt: ich weiss, was zu tun ist; du kannst dich auf mich verlassen; wenn es ein Problem gibt, komm zu mir!
    Dein Hund ist nun schon 6 Jahre und musste sich wahrscheinlich lange alleine durchschlagen? dadurch kann er Verhaltensweisen entwickelt haben, die sich mit der Hundehaltung in Dtld leider nicht so gut vereinbaren lassen, zB streunen/jagen. Aber das ist geraten, vielleicht ist er auch aus einer Familie.

    zu deinen Fragen:
    - Geschäft machen - das normalisiert sich mit der zeit. Er wird auf jedem Gassigang markieren (an vielen Stellen Pipi machen), und je nach Typ und Futter wird er zwischen 2 und mehrmals großes Geschäft machen. Oftmals haben Hunde aufgrund von Stress erstmal Durchfall. Reduziere den Stress, indem du ihn langsam an deine Umgebung gewöhnst. Geh erstmal die gleichen 2-3 Wege ab, nicht zu lange, dafür häufiger am Tag, er muss es ja erstmal kennen lernen. Die ganzen neuen Eindrücke schlauchen ihn mental bestimmt noch. Wenn er ein Streuner war, ist ihm das Motto: "ich laufe mit einem Menschen eine begrenzte Zeit draußen rum" bestimmt fremd.
    - mit den Treppen - übe das doch. gehe 2-3 Stufen hoch und gib ihm ein Lecker, _wenn_ er dir folgt. Lock ihn nicht, sondern lass ihn entscheiden, und wenn er die richtige Entscheidung trifft, belohne ihn. Du kannst auch auf die 4., 5. Stufe was leckeres legen. Vielleicht hat er Treppen in seinem bisherigen Leben nicht kennengelernt? Dann traut er sich einfach nur, wenn er einen guten Tag hat...
    - Auto - gewöhne ihn langsam daran, wenn du nicht darauf angewiesen bist, mit ihm zu fahren. Mach es wie bei den Treppen. Stell dein Auto ab, mach alle Türen auf und lasse ihn es erkunden. drinnen liegen irgendwo Lecker versteckt. Wenn du das Gefühl hast, er geht ohne Zögern hinein, setz dich mit ihm hinein und steigere langsam die Anzahl der geschlossenen Türen. Macht es ihm kein Problem mehr, mit dir im geschlossenen Kasten zu sitzen, lass den Motor an. Noch nicht fahren. Fahre erst ein kurzes Stück, wenn ihn der angelassene Motor nicht mehr stört... Ich weiss ja nicht, ab wann er sich (im Moment) aufregt - geh von dort aus drei Schritte zurück und übe ab diesem Stand.
    - sei froh mit dem Gras. Er wird es schon noch kennen lernen. Lobe ihn, wenn er in deiner Nähe bleibt. Bei einem Podenco ist mit Jagdtrieb zu rechnen, daher nimm die Gelegenheit beim Schopfe und übe, dass er bei dir bleibt, oder in einem kleinen Radius, sowie das Abrufen.
    - Alleine lassen: im Moment würde ich es total ohne Ritual anfangen zu üben. Er kann noch gar nicht so eine enge Bindung zu dir haben, das erleichtert es! Geh ohne Kommentar raus und rein, verlängere die Zeiten. Ob Zimmertür oder Wohnungstür sollte egal sein. Stell dir einfach vor, er wäre nicht da. (schwierig, ich weiss, aber für den Hund das Beste. Er wird es merken, wenn du dir Sorgen machst ("hoffentlich hält er still"), und darauf mit Stress reagieren.)

    Viele Grüße und viel Erfolg
    Silvia

    Hallo Sarah,
    ui, da kommen ja gerade 2,5h zusammen. Vor allem: recht ohne richtige Arbeit, oder? Was macht dein Freund auf dem Spaziergang mit dem Hund? Hunde treffen und spielen lassen, sonst noch was?

    Dobermänner sind Hunde, die für Jobs gezüchtet sind. Ich denke, ohne eine "sinnvolle" Beschäftigung" werdet ihr mit der kleinen Hexe nicht glücklich.

    Und ich unterschreibe Yohannas Beitrag hinsichtlich Thema Kastration nochmal. Eine Kastration wird niemals verhaltensbegründete Probleme lösen. TA hängen immer noch der Meinung an, dass eine Kastra den Hund ruhiger macht - das muss aber nicht sein.
    Und bitte informiere dich auch über die Läufigkeit etc. Eine "Scheinschwangerschaft" kann bei jeder Läufigkeit auftreten, das ist nix unnormales. Ich kenne einige Fälle, wo Homöopathie wohl geholfen hat. Aber ich besitze einen Rüden, ich halte dazu besser die Klappe ;)

    Viel Erfolg noch und viele Grüße
    Silvia

    Huhu,
    @egi:
    und das alles, während sie nicht da sind?
    (ich meine, das hat ja eigentlich nix mit dem alleine bleiben zu tun, oder?)

    Ich bin dafür, dass mit dem Hund etwas mehr getan wird... Wohl eine kleine Rakete erwischt.
    Mehr Arbeit bringt gleichzeitig auch was fürs Vertrauen und die Bindung, sodass es auch in die Richtung "glaubwürdigkeit" geht. Der Umgang an sich wird einfacher, man gewöhnt sich an Konsequenz etc.
    (hab ich zumindest bei meinem bemerkt.)

    Viel Erfolg noch
    Silvia

    Hallo,
    auch noch ne Frage zu den Augen.
    Gibt es da die Möglichkeit, sozusagen "getrennt" die Sicht bei Dunkelheit zu untersuchen? Oder kann man das anhand von bestimmten anatomischen Eigenschaften genau sagen, dass gerade die Nachtsicht nicht so gut ist?
    Das wäre für mich auch sehr interessant! Wir hatten schon oft darüber nachgedacht, ob Doggi eventuell nicht richtig sieht, aber tagsüber sieht er sehr gut (braunes Futter auf braunem Boden, kleinste Bewegungen - kleiner Jäger!), deswegen haben wir den Ansatz wieder verworfen. Wir wussten nicht, dass es sozusagen "Nachtblindheit" auch bei Doggis geben kann...

    Vielen Dank für Hinweise
    Silvia