Beiträge von silvi-p

    Hallo Steffi,
    ich denke, Malis sind sehr anspruchsvolle Hunde. Wie beschäftigst du sie außerhalb des Gassigehens?
    Ich kann mir gut vorstellen, dass du im Moment einfach zu langweilig für sie bist.
    Bekommt sie Trockenfutter? Dann wäre meine erste Idee, das TroFu nur draußen aus der Hand zu geben, und nur gegen Mitarbeit. Im Gegenzug musst du dich natürlich auf dem Spaziergang sinnvoll mit ihr beschäftigen: lass sie Fuß gehen, lass sie Dinge suchen, lass sie Kommandos auf Distanz ausführen... Einfach rumlaufen und schnüffeln kann sie ja in Pausen, und du bestimmst, wann die sind.

    (Wie lange habe ich mir gewünscht, eine "arbeitsbereiteren" Hund zu haben, und habe immer Haltern von Malis und Schäfern neidisch zugesehen. Heute habe ich kapiert, dass es wirklich nicht so sehr an der Rasse liegt, und dein Beispiel zeigt das hervorragend.)

    Viele Grüße
    Silvia

    Hallo Britta und guten Abend alle,
    ich denke, mit ND ist NaturalDogArt gemeint, oder? Gab's schon einige Threads dazu.

    Im Endeffekt lese ich die 5min-Methode so - Hund zieht, ich brüll ihn an (oder schmeiss ihm ne Wurfkette vor, oder stell mich böse vor ihn (wie soll das gehen, wenn er zieht? ziehe ich dann nicht vorher den Hund zurück?)), und der gewünschte Effekt ist, Hund latscht neben mir rum, weil vorne sein BÖSE ist.

    Ich hab nur keine Ahnung, ob der Hund wirklich was dabei lernt und ob es tatsächlich so gut umsetzbar ist, dass man das nicht auch 20-tausend-Mal machen muss, bis er nicht mehr zieht.
    Ich finde es ziemlich übertrieben, zu sagen, dass der Hund die Beziehung dominiert (so lese ich den "Führungswillen"), bloss weil er sich nicht beherrschen kann. Andererseits: ein guter Gehorsam hilft natürlich bei Leinenführigkeit auch enorm (zB Kommando Sitz statt Ziehen ausführen lassen).

    Viele Grüße
    Silvia

    Huhu,
    das ist ja echt witzig, die Diskussion hatte ich gerade erst mit meinem Mann. Er findet unseren Buben auch so toll und hübsch und hätte gerne, wenn, dann eine Tochter von ihm... Da musste ich ihm auch erstmal klarmachen, dass unser Doggi nie als Zuchtrüde zugelassen wird (Größe ist weit über Standard), dass ich ihn niemals eine "Privathündin" decken lassen würde, und dass es besser ist, wenn wir uns von dem Gedanken verabschieden, jemals Welpen von unserem Hund zu bekommen... Es sei denn, es wird der Mittelpinscher erfunden...

    Es ist schwer, aber: auch ich weiß ja, welche Linien in ihm stecken und kann dann nach nahen Verwandten suchen. Sie werden zwar (leider) eher Standardgröße haben, aber ich kann sicher sein, dass sie so gut gezüchtet wurden wie er.

    Viele Grüße
    Silvia

    Huhu,
    kann mich nur anschließen.
    Züchter, und damit meine ich einen VDH-angeschlossenen (das ist bei den Rassen, für die ich mich interessiere, eben der maßgebliche Verein), aus genannten Gründen - Aufzucht, Krankheiten, Wesen.
    Ansonsten Tierschutz oder, ganz vielleicht, Rassehundvermittlung.
    Aber der nächste wird eher ein Welpe.

    Viele Grüße
    Silvia

    Huhu Corinna und Staffy,
    ich hatte vergessen, zu erwähnen, dass mein Hund schon 2,5 Jahre alt ist, bei uns seit einem Jahr, und es ist ja eine kleine Rasse, der ist definitiv erwachsen. Nix mit Prägungsphase. Und es wird nicht wirklich besser, sondern eher von "Hochsaison" zu "Hochsaison" schlimmer.

    Bei nem Junghund sehe ich das schon auch so, dass man es mal ein Jahr verfolgen kann - der erste Herbst/Frühling, und ob er sich in der zweiten "Hochsaison" immer noch so aufführt. Aber beim Erwachsenen??

    Viele Grüße
    Silvia, die hoffentlich diesen Fehler gar nicht begeht - oder rausfindet, dass es kein Fehler wäre.

    Huhu,
    jemand schrieb "nur" Begleithundeprüfung! Ui, dazu gehört aber schon ziemlich viel Perfektion! Saubere Bewegungsabläufe, keinerlei, und zwar absolut null Körperhilfe, und vor allem Ablenkungssicherheit... Das kriegste kaum hin, wenn dein Hund nicht sehr gut hört.

    Mein Hund hört sehr gut, nahezu perfekt, Ausnahme Spur läufiger Hündinnen in der Nähe... Es ärgert mich schon gewisserweise. Denn gerade beim Weitergehen oder Zu-mir-Rufen kann es schon zu brenzligen Situationen kommen, wenn er das nicht sofort ausführt. Auch bei Hundebegegnungen möchte ich ihn abrufen können. Es ist schließlich ein kleiner Hund (der aber manchmal meint, er könne Stunk machen).

    Daher: angestrebt ja, und in guten Zeiten (so im Hochsommer ;) Rüdenhalter wissen, was ich meine) auch schon teils erreicht. Bezieht sich aber eher auf Abrufen.
    Üben tue ich nur in Situationen, in denen ich "halbes Hören" soweit wie möglich ausschließe, sonst bringt es ja nix.

    Viele Grüße
    Silvia

    Hallo Cerridwen,

    bei euch ist es insofern "einfacher", als eine recht krasse, aber deutliche Entwicklung zu sehen ist.

    Zitat

    Mit 7 Monaten hatte er die erste läufige Hündin unter der Nase und ich hatte richtig Spaß. Mit weitergehen war da erst einmal nichts, sondern mit weiterzerren, es sei denn ich wäre der Hündin hinterher gelaufen.
    Das Markieren steigerte sich, dazu dann das auf Fährte gehen und das Ablecken von allen Blättern und Grashalmen, aber immer noch kontrollierbar - wenn auch schwierig.
    Mit 8 Monaten kam dann das jaulen und jammern dazu.
    Als er dann 9 Monate war, wurde es dann ganz schlimm. Gehorsam war weg, er war nur noch in seinem Trieb unterwegs, nur noch auf der Fährte, nur noch makieren und dazu kam dann noch die Futterverweigerung und die gnadenlose Unruhe.

    Weiterzerren, Markieren, Fährte, Gras abschlecken, ist bei mir alles so wie bei dir. Gehorsam geht draußen nicht völlig flöten, aber ich muss schon sehr deutlich werden. Vor allem _im Vergleich zu Zeiten ohne lecker Gerüche_.
    Zuhause dagegen ist er sehr ruhig. Pennt, frißt gut, kann sich wunderbar auf mich konzentrieren.
    Und das ist die Sache, die mich zweifeln lässt: mein Hund IST gut erzogen, und trotzdem habe ich draußen einfach keine Chance gegen lecker Mädchen (zB bei Leinezerren). Ich kann einfach auch die Trainer nicht mehr hören, die sagen: klar geht das, Gehorsam ist immer gültig. Meiner Meinung nach müssen die Schlaftablettenhunde haben... Natürlich kann ich von meinem Hund draußen alles verlangen, was ich sonst verlange. Er macht es auch "irgendwie". Aber die Konzentration ist nicht da, und auch das Interesse. Und ich sehe einfach, wie er sich "aufgeilt", ich glaube schon, dass er dadurch Stress hat.

    Wer schafft es, mit Lecker und Spieli gegen läufige Damen anzukommen? Würd mich echt mal interessieren!

    Viele Grüße
    Silvia

    Hallo,
    ich frage mich nach Anij's Beitrag, für welches Verhalten der Testosteronspiegel bei Rüden eine Rolle spielt?
    Bis jetzt weiß ich, klar: Sexualtrieb, aber auch "Stresslevel", Aggressionsbereitschaft (Reizschwelle?), gibt's noch was?

    Mein Rüde ist definitiv einer, den lecker Hündinnen draußen zum schäumen, glasig gucken und hektischem Fährten-verfolgen bringen. Markierweltmeister ist er sowieso. Ich kann ihn von der Schnupperei und der Fährte schon abbringen, ich denke (3x auf Holz geklopft), dass er nicht einfach abdüsen würde. Fragt mich nicht, warum.
    Mir stellt sich jedoch die Frage, ob das nicht für ihn ein enormer Streß ist. Woran kann ich das erkennen? Prostata ist zum Glück unauffällig, und daheim pennt er eh. Nur: wir leben ja mitten in der Stadt und hier sind dauernd Hündinnen läufig - jetzt nur noch vermehrt. Soll heißen: der Streß draußen geht 2x2 Monate im Jahr extrem los, den Rest der Zeit immer mal wieder. Trifft er sogar eine läufige Hündin "persönlich", habe ich richtigen Spaß und kann den Rest des Spaziergangs für nix mehr garantieren - da kommt er absolut an die Leine. Er lässt sich zwar motivieren, weiterzugehen, ist aber dabei meeeeega-aufgeregt.

    Allerdings hat er sowieso ein etwas dünneres Nervenkostüm, fremde Plätze, fremde Personen, Dunkelheit, all das macht ihm wahnsinnig zu schaffen.

    Ich habe auch lange mit Unverständnis auf die Leute geguckt, die ihren Hund schnell mal mit 8 Monaten kastrieren lassen. Ich dachte, für mich kommt das nie in Frage, Schleppleine dran und gut ist. Aber ich denke, es hätte vielleicht auch positive Auswirkungen, die über den Sexualtrieb hinausgehen, und überlege daher, ob ich nicht zumindest die chemische Kastration einmal machen lasse.

    Viele Grüße
    Silvia

    Hallo,
    es gibt ja auch die Möglichkeit einer "chemischen Kastration", da wird etwas gespritzt (können ja nur Hormone sein), und der Rüde reagiert, als ob er kastriert wäre.
    Inwiefern kann man bei einer chemischen Kastration davon ausgehen, dass der Hund dieselben Symptome zeigt wie bei einer chirurgischen? Anders gefragt: wenn mein Hund bei einer Kastrationsspritze zB keinen Haarausfall bekommt, wird er den dann auch nach einem chirurgischen Eingriff nicht bekommen? Ist die chemische Kastra eine "1:1-Imitation", oder gibt es da Grenzen bei der Übertragbarkeit der Folgen??

    Viele Grüße
    Silvia

    Huhu,
    bei mir ist das auch sehr gemischt. Und es wird noch mehr, wenn ich endlich mal ein gescheites Geschirr auf Maß dazubestelle!
    Zum normalen Gassigang kommt momentan ein Halsband dran (bis ich wieder ein Geschirr habe), selten das Sportgeschirr (mit dem er irgendwie Probleme hat) oder das K9 (das ein wenig zu eng ist). Leine zum Halsband ist immer die verstellbare 2m-Leine, wenn eins der Geschirre dran ist, auch schonmal die (selbergemachte) 3,3m-Leine, die ist aber nicht verstellbar.

    Wenn wir Fahrrad fahren, auf jeden Fall Geschirr (leider also im Moment nicht möglich).
    Beim Üben gibt's eine komplett andere Garnitur, ein schwarzes Halsband mit Nylon und Zugkette (die Zugkette bringt da aber nix, weil das HB zu groß ist, wollte nur was haben, was auf jeden Fall BH-erlaubt ist) und als Leine eine sehr schmale 1m-Katzenleine aus Velours (hab im Laden sonst keine Kurzleine gefunden).

    Ich muss unbedingt ein neues Geschirr haben, soviel steht fest *seufz*
    Viele Grüße
    Silvia