Beiträge von silvi-p

    Ohgott,
    ich habe mir gerade die Webseite angesehen.
    Wurfwiederholungen, soweit das Auge reicht, und natürlich werden auch die Rüden aus gefallenen Würfen gerne wieder eingesetzt.
    Bei einer Hündin heißt es (sinngemäß) "sie zeigt mir mit Scheinschwangerschaften, dass sie sich wieder Welpen wünscht" - was für ein Quark!!
    Bei einer anderen heißt es (auch sinngemäß) "sofern sie dann zuchttauglich ist, wird sie sicher auch Welpen haben" - hier wird unterschwellig vermittelt, dass irgendwer da eine Zuchttauglichkeit feststellt, kann ich mir nur sehr begrenzt à la Tierarztaussage "Hund ist gesund, hat glänzendes Fell" vorstellen.

    Und dann ist die Züchterin an anderer Stelle wieder stolz darauf, Hunde mit "besten Papieren" zu besitzen und einzusetzen - also ist die "ernsthafte" Zucht ja doch was wert?!?!
    Trotzdem sind die Dogge bzw der Ridgeback aus den Niederlanden bestimmt nicht im offiziellen Verband zur Zucht zugelassen, sonst würden sie nämlich nicht an so jemanden verkauft bzw zum Decken geschickt.
    Bei einem eingetragenen Deckrüden ist es sehr gefährlich, ihn außerhalb des Verbands decken zu lassen.

    Das stößt mir schon übel auf, natürlich neben der Tatsache, dass aufgrund der Freude am schönen Geld hier wiederholt und wiederholt wird. Das ist wirklich mal vermehren. Alles Geschwister! Und die eine Hündin hat tatsächlich mal eine Einfrucht (einen einzigen Welpen) gehabt - da ist beschrieben, wie eine Hündin darunter leiden kann, wenn die Halter so tolle Ideen entwickeln!! :kopfwand:

    (Ich könnt mich ja noch weiter aufregen... Welcher Welpenkäufer kommt denn zu dieser ""Züchterin"", weil ihm genau diese Mischung hinsichtlich Charakter (welcher denn?) und Auslastung (welche?) zusagt? Die wollen doch alle nur einen großen schwarzen Hund mit Ridge! Kann mir keiner was anderes erzählen!!!)

    Ich muss jetzt aufhören, sonst versau ich mir den Abend!
    Grüßle
    Silvia

    Huhu Kerstin,
    für Geld tun Leute alles. Rechtlich ist es nicht verboten, sowas zu tun.
    In punkto Gesundheit ist das ne ganz andere Frage - frag' mal seriöse Züchter, was sie davon halten...
    "züchten" im Sinne von Hundezucht bedeutet eigentlich, eine bestimmte Rasse zu erhalten und zu verbessern. Im Fall der Dogge wäre das, sich darum zu bemühen, die Sabberei wegzubekommen - _innerhalb_ der Doggenpopulation, und das tun auch einige Doggenzüchter (das hängt wohl mit der Länge der Lefze zusammen oder so).
    Gewollt RR deswegen einzuzüchten halte ich deswegen für sinnlos, weil nicht sicher ist, ob die Nachkommen wirklich alle NICHT sabbern, und auch, weil ein _noch größerer Jagdhund_ als der RR langsam mal krass wird, in punkto Auslastung und so. Man kann nicht sagen, was die Nachkommen für Merkmale tragen, wenn man zwei so unterschiedliche Rassen verpaart!!

    Bin mal gespannt, was noch für weitere Beiträge kommen!
    Viele Grüße
    Silvia

    Hi Melanie,

    Zitat

    Wie habt ihr es generell gemacht, den Hunden beizubringen, dass sie nicht bellen oder aufhören?

    Ich habe es immer ignoriert und die Leute angehalten, es auch zu tun. Am besten "nicht mal ignorieren", so auf die Art, dass sie wirklich totaaaaal Luft ist.
    Damit und mit der Sache mit dem Blickkontakt zur Tür unterbrechen hat es sich recht gut entwickelt.
    Du kannst alternativ auch versuchen, ihr den Moment "jemand kommt zur Tür rein" schön zu füttern. Dafür brauchst du aber ein extrem gutes Timing. Wenn jemand reinkommt, gibst du Fanny ne Millisekunde, in der sie das bemerken darf, aber sich noch nicht zur negativen Reaktion entschieden hat. GANZ GENAU DANN, nach dieser Millisekunde und vor dem Knurren, gibst du ihr Leckerfood. Die Millisekunde kannst du dann ausdehnen. Belohnen vor Bemerken wäre sinnlos (nicht verknüpft), Belohnen beim Knurren logischerweise auch.

    Ich musste mal in einem Großraumbüro arbeiten und saß in der 3. Reihe von der Eingangstür, gute 6-7m entfernt. Oft sind morgens noch mehrere Personen nach mir gekommen (war früh dran), und bei jeder einzelnen ist mein Hund (eigentlich noch müde!) bis zur Tür vorgeschossen, hat geknurrt/gebellt und einen riesigen Kamm gestellt. Das war enorm peinlich, aber es hat sich schnell gegeben, nachdem er sich 3-4 Tage eingelebt hatte und ich ihn eben auch so festgemacht habe, dass er unter dem Tisch blieb und die Tür nicht sehen konnte. Er knurrte dann noch ein paar Tage lang mehr oder weniger leise, wenn die Tür auf und zu ging, aber weil er nix sah und in seinem "Bereich" ja auch sonst nix passierte, hörte er damit schnell auf.
    Zum Glück nahmen die Leute es recht locker, ich bin jedes Mal gestorben vor Peinlichkeit. Er steckte aber da so drin, dass ich ihn nicht unterbrechen konnte (beim Knurren), wenn er "meldete". Die Mädels fragen heute noch nach ihm :)

    Es kann auch sein, dass deine Fanny froh über die Box im Büro ist. Vielleicht will sie eigentlich ihre Ruhe und es "überreizt" sie, wenn dann fremde Menschen da zur Tür reinkommen und bedrohlich auf Frauchen zulaufen. Mein Hund ist definitiv alleine durch die Tatsache, dass er müde ist, nervöser als sonst. Wenn du sie also mal zum Schlafen kriegen könntest, wäre das schon ein guter Schritt.

    Viele Grüße
    Silvia

    Hi,

    ich würde sie tatsächlich an der Heizung festmachen (denn es kann auch sein, dass sie dann irgendwann mal vorwärts schießt, wenn sie schon so knurrt). Zusätzlich könntest du überlegen, ob du sie in eine Box tust, über die du eine Decke legst, sodass sie keinen Sichtkontakt zur Tür hat. Gewöhnung an die Box kann auch bei anderen Dingen wie Autofahren oder auch der Sache zuhause hilfreich sein.
    Wenn du das langsam und positiv anfängst, kannst du damit ja vielleicht auch das Hinterherlaufen unterbinden.

    Ansonsten würde ich ihr eine dünne Schnur ans Halsband machen, um die Kommandos HIER oder KORB durchzusetzen, wenn sie zu aufgeregt ist oder sie noch nicht beherrscht.

    Viele Grüße und viel Erfolg!
    Silvia

    Hi,
    ja, das mit der Dogge fand ich auch sehr heftig. Richtig schlimm, wie sie da lag...

    Die Tierrettung finde ich auch toll. Aber eher als "Hausbesuchs-Service". In echten Notlagen wird sie auch keinen großen Unterschied machen, da sie ja nicht mit Blaulicht fahren dürfen.
    Ich wohne in München, und ich habe eine Bekannte, die einen Dobi hatte. Der Dobi ist im Park einfach umgekippt. Bis die Rettung da war, war schon nichts mehr zu machen (gut - hätte ein normaler TA wahrscheinlich auch nicht).

    Man sollte da nicht zuviel erwarten, will ich damit sagen. Die Nummer hab ich trotzdem eingespeichert.

    Grüßle
    Silvia

    Naja,
    das wundert mich nicht. Züchter wollen halt über ihre Rasse aufklären (vielleicht auch Welpen verkaufen).
    Ich finde eher, dass Züchter selten die Negativseiten besprechen. Und wenn, dass sie dann son bißchen abwinken von wegen "ist halt so" (Jagdtrieb) oder "typisch nordische Hunde" oder "nicht so schlimm".

    Viele Grüße
    Silvia

    Hi,
    ich würde auch üben, dass sie in ihr Körbchen zu gehen hat. Allerdings kannst du das anfangen, ohne dass überhaupt einer reinkommt, für den Anfang. Die Klingel wird zum Zeichen für "ich muss ins Körbchen". Das machst du so lange, bis sie sicher hingeht, ab da kannst du anfangen, die Schwierigkeit zu erhöhen, indem 1. die Tür aufgeht (aber keiner reinkommt), 2. einer reinkommt (aber nicht in ihr Sichtfeld), 3. einer reinkommt, der auch in ihr Sichtfeld kommt, 4. mehrere Leute reinkommen (auch wieder erstmal so, dass sie sie nicht sehen kann)... etc...

    Wichtig: es geht ums ABSOLUTE LIEGEN BLEIBEN! Erst nach einem Auflösungskommando darf sie aufstehen! Daher - langsam vorgehen, ihr nicht die Gelegenheit zu Fehlern geben.

    Es kommt darauf an, du musst wissen, was ihr leicht fällt oder wo sie Schwierigkeiten hat, und diese Sachen dann halt schrittweise in den Plan aufnehmen.

    Grüßle
    Silvia

    Oh,
    da drücke ich natürlich die Daumen.
    Jetzt habe ich aber noch eine Frage: ist das denn ein typisches Symptom, wenn Hunde vorne traben und hinten galoppieren? Mein Hund macht das seit neuestem auch ganz gerne... ??

    Viele Grüße
    Silvia

    Kann mich nur yane, flying dart und cjal anschließen!
    Mach es richtig, mach es rückwärts!
    Wir haben es auch zuerst mit "runterführen" gemacht, es ist ne Katastrophe. Mein Hund hat zwar nicht unbedingt Fehler dadurch gemacht, weil er eh immer sehr langsam die Wand runtergetippelt ist (auch mir wurde jetzt erklärt, dass das ja nicht so gewünscht ist) - wir haben auch gleich mit der hohen Wand gearbeitet - aber je mehr er triebig wird und Spaß entwickelt, desto eher springt er. Letzte Woche ist er tatsächlich das erste Mal über meine Hand gesprungen.
    Und, es kommt dazu - mit "runterführen" und "einbremsen" kannst du auf Dauer nicht arbeiten. Du willst ja auch mal weg von der Wand, oder musst sogar, wenn der Parcours danach links oder rechts weggeht, und da braucht's einfach ein Kommando.

    *seufz* Glaub mir, meine Trainerin weiß, wovon sie redet...!

    Viel Erfolg!
    Silvia