Huhu,
ich finde es definitiv sinnvoll, an sowas zu arbeiten. Du willst ja nicht an die WM. Immer wieder Ängste zu überwinden, wird deinem Hund sicher helfen. Du wirst darauf achten, ihn nicht zu überfordern, und in dem Rahmen (zB wie du schreibst, 1h lang Tunnel) kann er das aushalten - zeigt ja auch dein Erfolg. Wichtig: gönne ihm nach soner anstrengenden Sache ausreichend Ruhezeit (aber ich glaube, das weißt du).
Mein Hund hat manchmal auch so Dinge auf dem Platz oder beim Agi, bei denen er Angst kriegt. Zum Beispiel ist er mal mit der Wolfskralle irgendwie an der Tunnelbefestigung hängen geblieben. Danach hatte er erstmal Angst vor dem Tunnel, aber die musste er eben auch wieder überwinden. Er ist halt auch so ein Sensibelchen, der dann den Sachen auch gleich wieder nicht mehr traut. Schlimmer war der Angriff auf dem Platz letztes Jahr, da hat er immer noch dran zu kauen. Ich war kurz davor, das komplette Agi hinzuschmeißen. Aber als wir dann auf einem anderen Platz waren und ich meinem Hund das Motto "endlich kann ich wieder, schneller Frauchen, noch nen Tunnel, was jetzt, wo jetzt" richtig ansah, war das wieder gegessen. Bestimmte Ängste können also auch mit dem Platz oder der Anwesenheit von bestimmten Leuten zusammenhängen.
Aber ich denke halt, je öfter er Ängste überwinden muss, desto schneller wird dieser Prozess insgesamt. Die Geräte beim Agi sind ja per se nicht so gefährlich, dass ihm da was passieren kann, von daher kannst du ja auch sehr entspannt da rangehen. Ich würde vielleicht nicht gleich die Wippe üben, und ich würde mit dem Slalom erstmal viel Späßken machen, ohne so auf die perfekte Ausführung zu achten (ideal wäre ein Gassenslalom, um möglichst viel Fun und möglichst wenig Interaktion = Druck aufzubauen).
Würde mich freuen, wenn du berichtest. Wie lange dauert denn das Seminar? Denk dran, dass es für Hunde enorm anstrengend ist, wenn es über mehrere Tage geht.
Viele Grüße
Silvia