Beiträge von silvi-p

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    Bei Gremlin definitiv die Anfangsphase vor dem Start. Fliegender Start klappt bei ihm eigentlich am besten, aber ist manchmal ja doch etwas unpraktisch - insbesondere, wenn ich mich halt mal ´n Hindernis weiter positionieren will. Lass ich ihn aber aus dem "Sitz" starten, wird er unaufmerksam, fängt an, rumzuschauen und will schnüffeln. Ruf ich ihn dann aus der Position ab, fängt er meist noch vor dem ersten Hindernis an zu schnüffeln und ich muss ihn mehrfach ansprechen, bevor er dann tatsächlich das Hindernis nimmt. Insbesondere, wenn da vorher ne Hündin gesessen hat :roll: Jemand vielleicht nen Tipp, wie ich ihn da aufmerksamer bekomme? Ich glaube, wir brauchen ein festes "Startritual"...

    Mein Hund hat das, was du beschreibst, auch sehr häufig gezeigt.
    Was hab ich dran rumgemacht. Immer auf Turnier, im Training war es nicht soooo schlimm. Mein Hund ist aber auch auf Spaziergängen der absolute Schnüffler.
    Hier, also bei uns, ging es jedoch nicht um Ungehorsam oder Unaufmerksamkeit, im Gegenteil. Mein Hund hat Druck und Unsicherheit gespürt, die von mir ausgingen. Er ist halt sehr sensibel. Ich könnte mir vorstellen, dass bei deinem ersten Start dein Hund auch deine Nervosität und Unsicherheit gespürt hat... läuft das alles richtig, wo muss ich nochmal lang, ui mist, der Hund schnüffelt, wie peinlich... auch wenn du solche Gedanken nur in Ansätzen gedacht hast, merkt das dein Hund. Durch Schnüffeln entzieht er sich, es ist wie ein Beschwichtigungssignal. Mein Hund ist ein intakter Rüde, und ob man's glaubt oder nicht - manchmal konnte er vorher startende läufige Hündinnen ignorieren, manchmal verfiel er in Schnüffelitis... Das könnte mit der Hündin zusammengehangen haben, aber auch mit mir und meiner Tagesform.

    Gib dem Hund auf jeden Fall ein Startritual, das in euch beiden nur völlig positive Gefühle auslöst, einen Trick, den er sehr, sehr gut kann, wie kurz die Pfote geben oder dich mit der Nase anstupsen oder so. Idealerweise lächelst du deinen Hund beim Start an ;)

    Grüßle
    Silvia

    Huhu,
    das kommt total auf den Hund an, was er für eine Sprungtechnik hat, wie schwer er ist, wie schnell er ist etc.
    Wir hatten im Training einen Podenco-Mix mit 44,5cm, die war large eingemessen. Sie war nicht die schnellste, aber sprang die 55 und 60 ordentlich. Da die HF sehr sauber führt, hat sie auch manchmal was gewonnen.
    Im anderen Fall, ein wenig traurig, ging es um einen Kromfohrländer. Er war ein sehr großer Midi und mit der Midi-Sprunghöhe in damals noch A0 ziemlich unterfordert, war dementsprechend schnell. Es gab zwar Zweifel, ob er wirklich Midi war, aber da er eine Autoimmunkrankheit hatte, war das nicht so ausschlaggebend, er ist nach seiner ersten Saison (ich glaube, da war er 4) gestorben.

    65 habe ich auf einem normalen, offenen Turnier noch nie gesehen - das waren dann Ausscheidungen, Landesmeisterschaften oder so. Ist aber natürlich Richterermessen.

    Beim Messen ist Schluss, sobald drei Agi-Richter sich auf eine Zahl geeinigt haben. Du kannst auf jeden Fall auf einem Turnier messen lassen, an dem du nicht startest, würde ich sogar vorschlagen (vielleicht kennt dein Trainer den Richter und kann dich zB da ankündigen). Sobald du jedoch ein zweites Mal messen lässt, wird der zweite Richter sicherlich gleich einen anwesenden Kollegen bitten, mit zu messen, um die "Diskussion" zu beenden.

    Grüßle
    Silvia

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    Fantastisch. Leg den Mann in Ketten und zwinge ihn zum Reproduzieren. Wir brauchen mehr davon. Leider dauert das immer so lange, bis die aus dem Gröbsten raus sind..... :D :D

    Meinen Freund habe ich kennengelernt, als die Hunde schon da waren. Er ist keiner, der vorschnell urteilt, aber ich hab ihm auch nichts aufgedrängt, hab nur geschaut, dass die lieben Viecher ihn nicht so sehr nerven (sie sind halt keine Schlaftabletten und stecken immer ihre Nase überall rein und sind immer hellwach). Und manchmal hab ich sie dann doch ausgesperrt ;)
    Das größte Kompliment hat er von sich gegeben, als ihn jemand fragte, wen er von meinen beiden lieber hat (alle haben immer den Zweithund lieber, weil das so ein absolut einfacher, süßer Kerli ist) - da sagte er: jeder ist auf seine Weise sympathisch. =) Und das stimmt auch - Lima ist halt nicht so offensichtlich süß, lieb, schleimig, aber er kann auch total herzig sein. Das muss man nur erstmal zulassen und ihn nicht gleich abschreiben, weil er sich nicht von Anfang an an einen ranschmeißt.

    Zum Thema.... ich denke, mit Hund knüpft man schon eine Menge Kontakte, aber für mich waren es immer die falschen... Ältere Herrschaften, Pärchen mit Familie etc. Dann doch lieber klassisch in der Kneipe, ob mit oder ohne Hunde... wurscht.

    Grüßle
    Silvia

    Huhu,
    sorry, dass ich mich nicht mehr gemeldet habe, Görwihl wäre ja ziemlich toll, das ist wirklich nicht weit von hier!
    Allerdings bin ich gerade voll eingespannt, bis nach Fronleichnam geht garnix... :(
    Wünsche euch jedenfalls viel Spaß, werde das Thema hier jedenfalls weiterverfolgen.
    Viele Grüße
    Silvia

    Natürlich bin ich selber nicht so super-perfekt in diesen Momenten, denn es geht mir schon ein wenig auf den Keks. Manchmal. ;)
    Aber das Ideal wäre: selber ruhig bleiben (und bei meinem Hund gilt schon der _GEDANKE_ "da kommt jemand, mal sehen, was gleich wieder passiert" als Unruhe), dem Hund ein Kommando geben, BEVOR er meint, reagieren zu müssen, und bei Nichtgehorsam - falls zu spät oder wenn das Kommando einfach noch nicht sitzt - das Kommando ruhig und bestimmt durchsetzen. Und zwar zügig - nicht zögern, weil man evtl gerade etwas mit der Person besprechen möchte (im Büro vielleicht schwierig - aber Nichtgehorsam sollte sich durch Inkonsequenz nicht verfestigen dürfen). Der Hund, falls deiner auch unsicher ist, braucht in dem Moment durch dich eine Orientierung, was er zu tun hat. Kriegt er keine, "regelt" er selber.
    Und: immer gleiches verlangen. Das verschafft Sicherheit.

    Was du verlangst, ist im Endeffekt egal. Auf der Decke bleiben ist natürlich klassisch, aber du kannst auch ein Spiel draus machen und eine auftauchende Person sozusagen als Zeichen dafür konditionieren, dass du ein bestimmtes Ding gebracht haben willst - natürlich etwas, was weiter weg von dir ist ;)
    Ziel ist eben immer, dass der Hund von dir und der anderen Person weggeht.

    Viel Erfolg
    Silvia

    Huhu,

    Zitat

    Nein das geht jetzt in die falsche Richtung. Es geht ihm nicht um seinen Platz. Es ist auch an beiden Orten nicht so, dass sich da jemand vorbeiquetschen müsste oder ihn in die Enge treibt. Es geht nur um die Situationen wo sich quasi jemand zwischen ihn und mich "quetscht", dann will er das korrigieren (also sich wieder dazwischen stellen), "jammert" dann und zwickt eben auch. Ivh würde mal sagen das ist dann in der Situation wo er weiß, dass er auf seinem Platz bleiben muss (Kommando Platz kennt er ja). Also es geht ihm definitiv um die Position der Leute.

    Mein Hund hat sowas ähnliches gemacht (ich schließe das jetzt nur aus deiner Beschreibung).
    Bei uns war es so und ist auch immer noch ein bissel so, dass er meine Sozialkontakte kontrollieren möchte. Er möchte Leute, die er für gefährlich hält, von mir fernhalten. Grundsätzlich sind natürlich alle Leute, die stehen, während ich sitze, gefährlich (als ob sie sich auf mich stürzen würden). Grund dafür war/ist, dass er in diesen Situationen unsicher ist und durch seine Aktion eben die Situation kontrollieren möchte. Er ist extrem auf mich fixiert.

    Das ist nichts, wo ich lange rumdoktorn würde, gerade im Büro. Hund MUSS ABSOLUT zwischen dir und der anderen Person WEG. Bau ihm einen Platz, wo er NICHT die Kontrolle über den "Zugang" zu dir hat. Gib ihm sichere, souveräne Anleitung, was er in diesen Situationen zu tun hat.
    Das sind die zwei Dinge, die bis jetzt bei mir am besten geholfen haben.

    Grüßle
    Silvia

    @poco,
    das war nicht auf dich gemünzt. Mehr so im allgemeinen Kontext. Selbst wenn man aus Höflichkeit jemanden etwas fragt, meint derjenige gleich, er dürfte jetzt willkürlich schalten und walten..

    Aber so ganz verstehe ich das nicht - steht eure Hausverwaltung "über" eurem Vermieter? Hier ist es so, dass die Verwaltung im Auftrag des Vermieters handelt und dementsprechend keine Handhabe hat, wenn nicht der Vermieter Maßnahmen ergreifen will. Achso, oder gehören der HV gleichzeitig die Mehrheit der ganzen Wohnungen?
    Naja, eigentlich wurscht - jedenfalls eine besch** Situation, im wahrsten Sinne...
    Viel Glück weiterhin
    Silvia

    Huhu,
    in Videos sind die Nummern am Sprung manchmal schlecht zu sehen, und die Sportler laufen weiter, um den Hund nicht zu demotivieren, daher sieht man DIS manchmal nicht so gut.
    Klassische DIS sind: Sprung oder Hindernis von der falschen Seite nehmen (zB den falschen Tunneleingang) oder Sprung oder Hindernis nehmen, das nicht an der Reihe ist. Natürlich gibt es noch viele weitere Gründe für ein DIS, siehe Günters Post.
    Fehler sind: gefallene Stangen, Hund berührt Kontaktzonen nicht, Hund macht einen Fehler am Slalom (falscher Eingang, fädelt nicht richtig), Hund macht Flugwippe (verlässt die Wippe, bevor sie am Boden aufgekommen ist).

    Ein unsicherer Hund kann durch Agility sicherer werden - je nachdem, wo er vorher unsicher war? Das Hindernis sind hierbei eher die Hundeführer, die auch in den unwahrscheinlichsten Fällen häufig schleichend Ehrgeiz entwickeln und dadurch Druck aufbauen - was den Hund noch mehr verunsichert.
    Ein korrekter, individuell angepasster Aufbau und Geduld beim Üben ist immer eine gute Sache bei unsicheren Hunden, egal, ob es um Obi, Agi oder Tricks geht :)

    Grüßle
    Silvia