Hm, was ist ein "guter" Hund?
Mein Zweithund ist für mich ein perfekter Hund. Er ist immer gesprächsbereit, hat grundsätzlich eine positive Einstellung zu Mensch und Tier und kann auch mal spritzig sein.
In anderen Händen... hätte er sich durchaus in einen Tyrannen verwandeln können. Die ewige Futtersuche. Das Anhängliche, der Arbeitswille... Erhalten hätte er sich sicher die positive Grundeinstellung, aber - wäre das noch aufgefallen? Wenn er nervt und nervt und immer am Rockzipfel hängt?
Ich glaube, dieser Aspekt würde nicht verloren gehen, weil es ganz klar Anlage/Charakter ist.
Bei meinem Ersthund ist es anders. Im ersten Jahr sind ihm mehrere blöde Sachen passiert bzw er wurde nicht so richtig gefördert/erzogen. Da ist viel verschütt gegangen, aber so richtig - ihm fehlte eben diese "positive Grundeinstellung", sodass die zusätzlichen ungünstigen Faktoren auf nährreichen Boden fielen. Ganz, ganz langsam kommt es nun wieder zurück - und er ist jetzt über 8 Jahre alt... (Wir haben auch selber Fehler gemacht, ganz klar.)
Für mich ist klar - die Grundlage bleibt und kann auch immer wieder "abgerufen" werden. Sammeln sich aber negative Faktoren, kann sie ziemlich verschüttet werden. Je nach Stabilität der Grundlage schneller oder langsamer, nachhaltiger oder eher vorübergehend.
Grüßle
Silvia