Beiträge von silvi-p
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Damals, 68, als ich mit Dee angefangen habe... konnte sie aus dem Stehen starten. Stand wie ne 1. Dann wurde sie älter und ungeduldiger und machte vor lauter Anspannung schleichend Schrittchen. Also doch "Platz".
Ich fände stehen besser, aber das Risiko, dass sie sich unglücklich zur 1. Hürde positioniert, wenn sie sich bewegt, ist mir zu hoch.
"Kraftraubend" im Vgl. zu stehen fände ich glaub übertrieben... und so viel Platz bis zur ersten Hürde sollte schon sein, dass sie auf Tempo kommt. Der Unterschied dürfte marginal sein. Was ich nicht gerne sehen würde, wäre die Position "Sitz" und "nach-vorne-Geiern", also Kopf zwischen den Schultergelenken runtergenommen. Das halte ich wirklich für ungünstig (zu flach für large-Hunde).
Grüßle
Silvia -
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Das ist gut, dass du gegen die Fixierung arbeitest. Bei mir hat es länger gedauert, bis ich es angenommen habe und wirklich angefangen habe, etwas dagegen zu tun. Hing aber (natürlich) auch mit meiner persönlichen Situation zu der Zeit zusammen. Und, ganz ehrlich - er ist immer noch fixiert, nur haben wir kaum Situationen, wo es auffällt, und mit dem Alter ist es einfach weniger dramatisch, er schläft ja auch viel mehr.
Heute ist es insgesamt natürlich nicht mehr so schlimm. Er hat mühsam gelernt, dass er bei Unsicherheit einfach zu mir kann (draußen vor allem, einfach mal sich zurücknehmen und Frauchen machen lassen), und dass er sich bei unerwünschten Kontakten (Leuten) einfach von diesen entfernen kann - zuerst hätte er eher geschnappt.
Das Thema Bewachen begleitet uns bis heute, er hat es nie geschafft, das abzulegen. Jetzt wird er gerade ein wenig schwerhörig, aber WENN er dann bemerkt, dass es irgendwo am Haus rappelt, ist immer noch die Hölle los. Das ist aber hier, im EFH mit älteren Nachbarn, kein Thema, a) haben/hatten die alle selber Hunde und b) haben die Verständnis und finden es ok, weil ich ja alleine wohne. In der Stadt/Mietwohnung war das ein stetiger Stresspunkt für mich.
Fremdhundekontakt kann ich viel besser einschätzen, er ist besser abrufbar, und zum Glück haben wir hier kaum "Erzfeinde", bis auf einen. In München an den Isarauen war das teilweise schlimm. Er war unsicher, wurde gemobbt, hat selber bei Gelegenheit gemobbt, an der Leine natürlich eher Angriff als Rückzug - nicht so dolle. Ihm hat es viel besser gefallen, eine eher feste Gruppe Hunde um sich zu haben (Gassikumpel), die ihn entweder ignoriert haben oder einfach freundlich-ruhig waren. Dauernd Fremde zu treffen verschlechterte sein Verhalten an der Leine und im Freilauf.
Meine anderen Hunde (sein Kumpel Pick, arglos, gut gelaunt, souverän, und Dee, die Streberin, selber ein bissel Polizistin) haben ihm teils geholfen, teils verunsichern sie ihn. Sie kamen nach 4 bzw. 8 Jahren dazu. Pick findet es ok, sich von Fremden anfassen zu lassen, nimmt gerne Kontakt auf, das hat natürlich dem <3 alten Sack viel Erleichterung verschafft. Und er orientiert sich draußen schon ein bißchen an ihm, obwohl Pick 4 Jahre jünger ist. Er überlässt ihm auch den Erstkontakt mit Fremdhunden, Pick macht das super. Dee, 3 Jahre, verunsichert ihn ein wenig, weil sie ihn für übertriebenes Drama auch mal maßregelt. "Stell dich nicht so an.", und weil sie sehr triebig werden kann. Sie darf das, aber nur im Rahmen.
Ich würde nicht sagen, dass mein Bub depriviert war, aber einfach sehr, sehr unsicher und durch München ziemlich gestresst.
Eine Weile bin ich jeden Tag in den Perlacher Forst rausgefahren, um Rückruf an der Schleppe zu üben und einfach mal ohne Fremdkontakt gehen zu können. Das hat sehr geholfen.
Viele Grüße,
Silvia -
Das ist eine megaschwierige Situation, in der du dich befindest.
Es ist zwar zum Trainieren ganz nett, wenn der Hund so sehr auf einen fixiert ist, ABER - versuche, dagegen zu arbeiten. Warum? Weil sich daraus im Lauf der Zeit, gerade bei einem ängstlichen Hund (mit Deprivationsschäden) wieder neue Stressherde ergeben. Alleine bleiben? Vergiss es. Ressourcenverteidigung (niemanden rein lassen), wobei DU die Ressource bist - wie ist es denn mit deinem Freund, darf der dich in den Arm nehmen, mit dir kabbeln? Fremdbetreuung hast du schon erwähnt, geht nicht gut, arbeite in kleinen Dosen weiter... Ziel: Kinobesuch!
Natürlich gewinnt man den Hund lieb. Es ist nur überhaupt nicht gut, wenn sich alles nur noch um ihn dreht. Da in deiner Situation Fehlverhalten (Bellen, Leinezerren etc) kaum toleriert werden kann, wegen den Nachbarn, weil ihr viel an der Leine gehen müsst, ist das ja die reine Anspannung, und zwar WEGEN dem Hund. Das erschöpft... Du kannst ja kaum mal 5 gerade sein lassen, musst viel zu häufig mit dem Hund interagieren. Überleg doch mal, wie häufig am Tag und für wie lange jeweils du mit Hund beschäftigt bist? Inkl. der "Ansprache" drinnen?
Ich will nicht sagen, stell sie ihn eine Ecke und lass sie versauern. Aber das Level wirst du kaum halten können, und so schnell werden sich Erfolge nicht einstellen (wg. der Deprivation). Das tut weder dir noch dem Hund gut. Sie müsste runterkommen können von der ganzen Anspannung, und du auch. Aber so mitten in München.... mpf.
Also, ich fühle mit dir, mein erster Hund hatte auch solche Züge, jetzt ist er 12... wünsche euch alles Gute.
Grüßle,
Silvia -
Also Maus läuft nun seit 10 Tagen oder so an der Flexi. Mein Herz blutet, aber nunja, wat mutt...
Geschirr habe ich noch nicht gefunden, das schöne Paracord-Halsband ist leider irgendwie nicht die richtige Größe, rutscht über den Kopf... hab nun das Klin-LederHB rausgekramt, das ist erstmal safe :) Maus hat sich abgefunden. Ist nur nicht so begeistert, weil momentan alles vierbeinige läufig ist und er gerne halbtagesweise Schnüffelstellen untersuchen möchte.
Hach ja.
.s. -
Huhu,
ich bin nicht so auf dem Laufenden mit der Deklaration, aber von meradog gibt es ein Futter mit Hering und Krill. Ich füttere das abwechselnd mit Taste of the wild und auch mal Wolf of Wilderness. Meine Hunde sagen, das taugt :) Auf Amazon 12kg ~38€, wenn ich es richtig im Kopf hab (zooplus deutlich teurer).
Josera Lachs und Kartoffel hatte ich ganz früher mal, aber da ich auch oft TF zum Gassi mitnehme (als Lecker), habe ich es wieder gelassen. Die Brocken sind ziemlich fettig/schmierig (weil Josera empfiehlt, das Futter mit etwas Wasser aufzugießen, damit eine Art "Sauce" entsteht).
Grüßle,
Silvia -
Ach, und: Zeugs und Hände KALT abwaschen, nicht warm.
-s- -
Wunderbar!!!! Freue mich sehr auf neue Berichte und Bilder!!
-s-