Ich habe zwar keinen Kurzhaar-, sondern einen Langhaar-Collie (wobei meine Züchterin mittlerweile auch Kurzhaar züchtet ;)), aber die Auslastung ist eigentlich dieselbe, da unabhängig von der Felllänge.
Collies sind sehr "angenehme" Hütehunde, denn sie haben zwar immer noch den unglaublichen will-to-please und können ihre Herkunft nicht verleugnen, sind aber bei weitem nicht so arbeitsintensive Hunde wie Borders oder Aussies. Sie passen sich durchaus dem Arbeistwillen der Halter an. ![]()
Meine will nur lernen, lernen, lernen und ganz viele Erfolgserlebnisse haben. Was sie lernt, ist ihr ziemlich schnuppe, hauptsache lernen und Spaß dabei. ![]()
Ich habe sie in den ersten Monaten auf um die 30 Sichtkommandos trainiert, da sie auf Handzeichen unglaublich schnell ansprang. Und habe sie an alle möglichen Umgebungen gewöhnt bis hin zu ellenlangem Schlange-Stehen mitten in der Shopping-Mail.
Die nächsten Monate habe ich ausdrücklich keine neuen Kommandos mehr hinzugefügt, sondern zugesehen, dass die grundlegenden Dinge wie Leinenführigkeit usw. richtig sitzen und geschaut, wo unsere Schwachstellen sind, die gefüllt werden sollten.
Und nun komme ich mit ihr sozusagen in eine 3. Phase, da sie knapp 2 Jahre alt ist, und trainiere sie mit dem Clicker, da sie auch darauf sehr gut reagiert. Eigentlich wollten wir damit die Hörzeichen trainieren, da ihr die aber unglaublich schwer fallen, trainieren wir tagesaktuell Blickzeichen, d.h. ich schaue wohin und sie geht dahin, legt sich hin und bleibt liegen.
Jegliche Kaspereien und Künststückchen (wie diese Intelligenzspielzeuge) sind eh schnell gelernt und tootlangweilig.
Ein Collie ist ein super Hund, ein richtig kuscheliger Begleiter für den Alltag, für den man sich nur ständig etwas einfallen lassen muss, was er lernen darf.
Es gibt allerdings auch einige Dinge, die man bei der Auswahl beachten sollte: Collies sind eh sehr sensible Hunde, aber es gibt leider auch immer wieder einige in dem ein oder anderem Wurf, die zu übermäßiger Ängstlichkeit neigen. Da sollte man ein Auge drauf haben, dass man nicht ausgerechnet den erwischt.
Und dann neigen Collies auch zu gewissen vererbaren Krankheiten. Diese sollte der Züchter durch die Wahl der Elterntiere oder durch einen Check der Welpen abgeklärt haben.
Ach ja, und Collies sind sehr kommunikative Hunde.
Mit denen kann man sich fast den ganzen Tag in 'zig Tönen richtig unterhalten. Man muß nur hinterher sein, dass sie ihr Bellen von klein an im Zaum halten, denn ansonsten hört die ganze Nachbarschaft demnächst, dass Du einen Collie hast.
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Welchen Züchter hast Du Dir denn ausgesucht (so viele gibt's ja nicht in D)?