Beiträge von Laviollina

    @ViVi1603

    Ich habe auch ein Whippet (mit 15 Wochen aus guter Zucht bekommen), auch zum Zweithund dazu und hatte auch lange massive Probleme. Mein Hund ist auch generell sehr unsicher was sicherlich dazu beigetragen hat, dass es so kompliziert ist.


    Am Anfang haben wir mit viel üben und Zeit in Miniabständen verlängern einige Fortschritte gemacht so auch knapp eine Std rauf. Dann kamen mehrfache Wechsel der Betreuung, unregelmäßige Arbeitszeiten, Wochenendpendeln und die erste Läufigkeit dazu. Dann war ich bei einem Hun der Schrie und durch die Tür springen wollte als ich 5 Sek im Keller war, während mein Freund plus Zweithund daneben saßen :ugly: Zwei Trainer folgten.. mit ähm naja Semiergebnis - also ich machte scheinbar alles nach Lehrbuch.

    Ich gab dem Hund zwei Monate in denen ich wenigstens Fortschritte sehen wollte - weil Lebenslang schon Angst haben zu müssen zum Briefkasten zu gehen wollte ich jetzt auch nicht :ka:

    Kurr das Ergebnis vorweg: Wilma bleibt mittlerweile 3 Std alleine - auch 2 mal am Tag. Schälft dabei meist entspannt auf der Seite und erst nach 3 Std wird sie nervöser = Gleich starrt die Tür an oder versucht Schubladen aufzumachen, aber keine richtige Eskalation. Selbst an fremden Orten hat es schon mal eingermaßen geklappt (Notfall).


    Wie ich es geschafft habe:
    1. Routine, routine, routine im Alltag
    Das war bei mir wegen den unterschiedlichen Tagesabläufen sehr schwierig aber ich habe fixpunkte geschaffen wo es nur ging.
    Zur gleichen Zeit Füttern. Morgens und Abends vorm Füttern exakt die gleiche Runde. Der gleiche Ablauf beim alleinebleiben (dazu später mehr). Gleiche Zeit immer erst mal Alleine bleiben üben. Der gleiche Sitter (hieß viel Fahrtweg und Kosten).

    2. Kein Alleine bleiben bevor es wirklich viel länger saß
    hieß hier knapp 3 Monate nicht mals einkaufen ohne Sitter

    3. Routine beim Alleine bleiben
    mit Trainer 2 habe ich ein 10 Stufen Programm erarbeitet vom immer gleichen Ablauf. Rollo Runter, Decke aufs Bett, gleiche Musik an, Kauknochen gegeben, Schal an die Tür gehangen, Kamera aufgestellt, gleichen Satz gesagt..

    4. Räumlich begrenzen
    Hier gibt es bis heute nur das Schlafzimmer zur verfügung

    5. Training ohne falsches Verhalten
    Steigern funktionierte bei meinem Hund erwiesenermaßen nicht also gab es ab jetzt keine Duldung mehr von Fehlverhalten (Jaulen, Aufstehen, rumlaufen, Tür anstarren..). Hieß ich fing an Hund auf dem Bett platz machen zu lassen und mit Handy wo das Kamerabild drauf war in der Hand richtung tür zu gehen - beim aufstehen bin ich zurück, habe gemeckert, sie weider platz machen lassen, wieder richtung tür.. zehn wiederholungen.. irgendwann kam ich einige Min bis vor die Haustür und bin immer sofort wieder reingerannt wenn sie nur aufgestanden ist und habe sie angemeckert u.s.w.
    Ich saß IMMER eingriffbereit vor der Tür bis wir bei locker einer Std waren, dann bin ich mal wieder einkaufen gefahren. Es gab beim üben dadurch, dass ich schon beim Tür anstarren im Liegen eingeschritten bin keinen einzigen Jauler oder sonstiges mehr. Sie konnte gar kein falsches Verhalten mehr zeigen und hat sich irgendwie dran gewöhnt.

    Das widerspricht jedem gängigen Tipp, aber ich bin dadrauf gekommen, weil ich irgendwann beim normalen üben die Nerven verloren habe, rein bin meinen jaulenden Hund heulend angeschrien habe, heulend vor der Tür saß danach 15 min und auf dem Video plötzlich zu sehen war, dass mein Hund mit abgelegtem Kopf dalag.

    Die nächsten Läufigkeiten haben uns nichts mehr zerstört und es ist seit dem jetzt fast ein Jahr vergangen und kontinuirlich besser geworden. Bei meinem Freund bleibt sie auch 2 Std alleine. Alles nicht mal eben so - Auslastung, Ruhe und Routine beim Gehen sind Vorraussetzung. Und ich denke an meinen Zweithund, der auch 10 Std schafft, wird sie nie annährend herankommen. Aber immerhin :-)

    Achja der Zweithund war immer dabei - der ist aber auch tiefenentspannt egal wie sich das Whippi aufführt :-) Ohne Zweithund klappt hier gar nix.. eigentlich wollte ich das ja mal üben.. aber naja im Moment will ich lieber erst mal weiter den Status quo festigen und hab Angst wieder irgendwas rum zu trainieren und damit was negativ zu verknüpfen. Also lasse ich es erst mal.

    NAchlaufen war hier auch ein Problem, ist es in der Wohnung von meinem Freund immernoch teilweise bei Stress. Habe ich mit Ruhe, Tür zu in der Küche und im Bad und dadurch, dass in der Wohnung nie was interessantes passiert und sie wenig Aufmerksamkeit bekommt in den Griff bekommen.

    Vielleicht hilft es dir ein bisschen :)

    Ich habe mal in Nordstadt gewohnt, ist allerdings zehn Jahre her.

    Kurz, es war nicht schön. Aber auch nicht alles schlecht. Ich hatte tolle, hilfsbereite Nachbarn. Ich hatte Nachbarn die haben morgens einen Einkaufswagen geklaut und mittags hat ein anderer Nachbar im Hausflur das Plastik weggerannt um an den Euro zu kommen. Ich hatte eine Nachbarin die öfter betrunken im Flur lag. Ich hatte einen Morgen an dem jemand mit einem großen Messer an mir vorbei ist (sich aber nicht für mich interessiert hat). Ich hatte tolle Nachbarn die geklingelt haben und sich Sorgen gemacht haben als wegen gerissenem Rolloband bei mir zwei Tage nicht hell war. Ich hatte eine Chaosweg drei Stockwerke drüber und war dort auf tollen Partys. Ich habe mich nachts auf dem Heimweg nur sicher gefühlt weil es direkt am Anfang der Nordstadt gegenüber vom Bahnhof war wo immer Polizei war.

    Ich war dennoch froh dass ich wegziehen konnte und verstehe, dass man dort nicht hin will.
    Aber Nordstadt ist groß, Richtung Westen wird sie besser als am Borsigplatz.

    Ein Tipp noch: Schau entlang der Bahnlinien - von lünen braucht die Bahn 15 min, von herdecke, Unna etc wird es ähnlich sein.

    Selbst über Teritorialverhalten... die Bindung ans Territorium ist auch nicht da.

    Ich bin jetzt kein HSH Experte aber mein Hund fängt ab wenigen Stunden Aufenthalt irgendwo an den Ort zu bewachen.

    Ich kann mir schon vorstellen dass das über Territorialverhalten und einfach über das Wölfe/fremde Caniden doof finden funktioniert, dass da zumindest ordentlich gebellt wird.

    kurzversion: das beißen ist normal bei Welpen und ist im Normalfall in zwei, drei Monaten spätestens vorbei - hier hat auch nicht viel geholfen außer dass drinnen Null gespielt oder bespaßt wurde.

    Mein Rattler knurrt noch bis heute beim Spielen, mein Whippet knurrt nur im Schlaf - Hunde sind verschieden.

    Es wird alles!

    Ich kann zum Training mit Staffs nichts bei tragen finde es bemerkenswert was ihr leistet.

    Auch wenn es keine populäre Aussage ist in einem Hundeforum: ich persönlich würde mit solch einem Hund, in dieser Größenordnung und Durchsschlagkraft mit all den Einschränkungen die das im Alltag mit sich bringt nicht leben wollen und versuchen einen Platz zu finden oder evtl sogar über einschläfern nachdenken. Das soll aber jetzt kein Ratschlag sein - ich habe halt bei der Rassewahl sich extrem darauf geachtet das sowas sehr sehr unwahrscheinlich ist. Bei einem Staff ist das ja scheinbar der Worstcase der vorkommenden kann und man eigentlich einplanen sollte. Aber ich weiß bei anderen Dingen auch wie es ist, wenn es bei mehreren Hunden gut geht, man denkt es liegt an der eigenen Kompetenz und dann geht es beim dritten Hund schief.
    Bei aller Liebe zum Hund ist halt wirklich die Frage ob man sich so viele Lebensjahre so massiv Einschränken möchte - auch wenn vielleicht gleich viel Kritik kommt: man lebt nur ein mal, ich habe letztens leider wieder sehen müssen wie schnell es vorbei sein kann.
    Für mich macht Hundehaltung nur Sinn wenn es - langfristig- mehr Freude als Leid bereitet. Ein paar Monate, ein Jahr hartes Training klar - 10 Jahre so harte Einschränkungen?
    Und ja ich weiß wie die Vermittlungschancen für so einen Hund stehen.

    Ich wünsche euch auf welchem Weg auch immer viel Glück.

    Mein Hund kam auch im ersten Jahr kaum zu Ruhe, ich musste sie teils auch 5 min in einen Metall kennel tun, da hat sie sich immer beruhigt. Stoffkennel haben hier auch nicht überlebt. Und ich habe wirklich drauf geachtet, dass drinnen Ruhe ist, hatte kein Spielzeug rumfliegen, es gab wenig Aufmerksamkeit etc und hatte schon mal einen Welpen bei dem das alles funktioniert hat - bei madame hat kaum was funktioniert.

    Diese Unruhe hat hier ziemlich genau nach der 2. Läufigkeit mit 15 Monaten von alleine fast aufgehört. Nach der 3. jetzt ist es noch mal besser geworden. Der Kennel ist inzwischen verkauft. Und ich habe wirklich einen Hund der drinnen nur noch Deko ist und tiefenentspannt.

    Von daher würde ich wenn es funktioniert weiter beim anbinden bleiben.

    Ja, der Eintrag stimmt. :D Dachte vielleicht finden sich so doch noch ein paar (Wind-)hundebesitzer in der Nähe.

    Ich wohne bei Aschaffenburg :)
    Hab eine Whippetdame von bald 2 die eigentlich auch außerhalb des Waldes überall frei laufen kann :) (und einen Rattler)
    Also schreib mir gerne wenn du mal Lust hast auf ein Flitzetreffen.

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    Mein Whippet mag auch keine Menschen, die was von ihr wollen. Menschen die nichts von ihr wollen steckt sie aber gerne die Nase in die Jackentasche :hust:

    Wir machen auch kein Sport. Ich war drei Mal auf der Rennbahn und Wilma war eher halbherzig dabei und ist einmal stehengeblieben weil wer mit Hotdog am Rand stand :headbash:

    Die Gehorsamsübungen und das auf den Platz schicken kann dein Freund aber erst mal lassen.
    Viel ignorieren von Seiten deines Freundes wird ihm Sicherheit geben. Wenn er mit ihm raus muss, dann kann er das ja ganz behutsam tun. Aber mit wenig Ansprache, viel Ruhe und ohne irgendwelchesunnötiges Einwirken.

    Mal generell, was würde denn von meiner Beschreibung sonst passen?

    Er sollte mittelgroß sein (40-50cm), idealerweise nicht (viel) mehr als 20kg, sportlich, verschmust, aber auch mal einfach faul rumliegen, menschenbezogen, ab einem gewissen Alter mal in der Lage sein 4h +/- allein zu bleiben (Training und gute Erziehung vorausgesetzt). Er muss nicht zwingend überdurschnittlich intelligent sein. Ich mag langes Fell lieber als kurzes, aber da bin ich recht offen. Naja und aus gegebener Situation eben nicht so "kommunikativ" ... (Retriever sind mir ehrlich gesagt zu anspruchsvoll. Zumindest sind die, die ich kenne ihr Leben lang wie aufgedrehte Kinder, die *EXTREM* stark geistig und körperlich ausgelastet werden müssen, damit sie keinen Schabernack treiben..)

    Hat jemand Ideen?

    Pudel, Löwchen, Tibet Terrier, Kooikerhondje, dansk svensk gardhund, Lagottos

    Ein Whippet (meiner bellt so gut wie nie, haart kaum und ist mit ein paar mal flitzen am Tag zufrieden, nett zu allem und jedem, ruhig, null aufdringlich - wäre der ideale Bürohund aber Jagtrieb ist halt da)

    .Ich habe also ca. 2 Monate Zeit den Hund grundlegend "bürotauglich" zu bekommen.

    Das sehe ich irgendwie kritisch.
    Gerade die Büro negative Eigenschaft "wachen" zeigt sich erst richtig wenn der Hund erwachsen ist. Mit 1-2 Jahren kann da so richtig noch was kommen.
    Im ersten Jahr dachte ich mein Pinscher kann nicht bellen - jetzt ist er der weltbeste Wachhund :verzweifelt: und null Bürotauglich.


    Du hattest noch irgendwo geschrieben du würdest den schüchternsten, zurückhaltendsten Welpen nehmen - ich würde genau das Gegenteil machen. Bellen aus Unsicherheit ist viel schwerer zu bekämpfen als einem selbstsicheren Kerlchen beizubringen, dass das gerade nicht erwünscht ist.

    Ich kenne auch nur nette Vizlas. Von so nett,dass jeder fremde Mensch und Hund ein Küsschen bekommen muss bis nett / schissig hält hat Abstand.

    Aggressiv in irgendeiner Form war keiner. Manche sind viel an der flexi. Sie neigen dazu länger zu brauchen beim alleine bleiben lernen. Und man muss halt schon schauen, dass der Hund Ruhe lernt.


    Nur so interessehalber/damit man dich vielleicht noch in eine andere Richtung beraten kann:
    Gibt es noch andere Rassen die im Rennen sind/ die du hübsch findest oder die aus bestimmten Gründen raus sind?