Zitat
Frollein
Kann es sein, dass dein Milo dein erster Hund ist und der mit senem Jahr halt gerade in das Schema nerzogener Jungrüpel fällt?
Wenn ja, bin mal gespannt, ob Du in 12 Jahren auch noch so daherredest, wenn dein Jngspund dann ein hoffentlich erzogener Althund ist, der schon so seine Zipperlein at und dem pbermütigen Jungvolk nicht mehr immer so viel abgewinnen kann. Ein Hnd, der mehr Wert auf gepflegten Umgang als jugendliche Rüpeleien legt.
Ist bei uns Menschen auch so - die Kiddis meiner Cousine denken sich nicht viel dabei, wenn sie lautstark raufen, sich gegenseitig schubsen, hnterherrennen, ihre Freunde lautstark begrüssen usw.
Bei ihrer Oma von über 70 sieht das anders aus. Die sagt dann auch schon mal, dass so ein Verhalten jetzt aber nicht angebracht ist.
Warum also sollten unsere erwachsenen, älteren Hunde sich dann ein rüpeliges Verhalten gefallen lassen?
Und wenn so ein Jungspund sämtliche vorhergenden Warnsignale nicht beachtet, dann muss er eben mal deutlicher gesagt bekommen "so nicht".
Der damals ca. 5jährige Sohn meiner Cousine fand es lustig, mit einem lauten "huuuaaaa" auf eine meiner Hündinnen zuzuspringen. Rüpeliges Verhalten. Auf die Warnungen meiner Mutter reagierte er nicht. Die Signale meiner Hündin ignorierte er ebenfalls. Tja, und dann drehte sie eben den Spiess um - und sprang ihrerseits mit einem ziemlich tiefen Wuff auf ihn zu ... Von da an reichte ein "die Yanta mag das nicht" um ihm zu sagen, dass das gerade von ihm gezeigte Verhalten von Seiten der Hunde nicht gewünscht ist.
Er hatte keinen Kratzer, keine Schramme, nichts - einfach die Überraschung, der Schreck und generell die Gegenreaktion auf sein Verhalten, bewirkten, dass er etwas gelernt hat. Nämlich, dass sein Verhalten nicht so gern gesehen wurde.
Ebenso das Beispiel mit dem Collie .... Ganz sicher fiel die Reaktion meiner Hündinnen deutlich stärker aus aufgrund meiner Anspannung ... Wer wäre nicht angespannt, erschrocken, .... wenn er zusieht, wie gerade ein anderer Hund aus 150-200 auf die eigenen Hunde zurast und dabei eine Kreuzung überquert, auf die gerade ein Traktor rollt, dessen Fahrer die Hunde aufgrund der umliegenden Maisfelder vorher gar nicht sehen konnte. Wäre der Traktor etwas schneller gewesen oder wäre der Hund an der Stelle etwas langsamer geworden, wäre er überfahren worden. Punkt, Aus, Ende der Diskussion - mit ziemlicher Sicherheit tot.
Nach dieser Episode kam er nie wieder auf meine Hunde zugestürmt, sondern näherte sich von Anfang an langsam nd bedächtig. Und gnädig wie mene Damen auch sein können, wenn sic der andere Hund benimmt, durfte er auch Kontakt aufnehmen.
Ganz offensichtlich war die Erfahrung, von meinen beiden Damen "vermöbelt" zu werden, zwar lehrreich. Aber wohl nicht so schlimm, dass er davon ein lebenslanges Trauma beibehalten hätte. Im Gegenteil, vermutlich hat ihn diese Erfahrung davor bewahrt, irgendwann an einen Hund zu geraten, der es nicht nur bei der Show belässt, sondern mit Beschädigungsabsicht dagegen geht.
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Ich hab schon mehrfach geschrieben, dass ich es auch nicht in Ordnung finde, wenn ein anderer Hund belästigt wird und von anderen Hunden umgerannt wird. Auch wenn meiner jetzt 14 Monate alt ist und mein erster EIGENER Hund, darf er nicht einfach zu anderen Hunden hinrennen, denn ich finde es wichtig, dass mein Hund bei mir bleibt und sozusagen bei mir auf die Erlaubnis wartet, bevor er durchstarten darf. und ich bin heilfroh darüber, dass mein Hund im Welpenalter von gesunden, souveränen und agilen Hunden gezeigt bekommen hat, wie man sich angemessen nähert. Zu alten Hunden habe ich ihn generell gar nicht hingelassen, solange er noch rabaukisch war.
Sprich, ich habe Verständnis dafür, dass es nervig ist, seinen alten und kranken Hund vor Nervensägen zu beschützen. Und ich finde es auch nicht in Ordnung, dass viele Halter sich überhaupt keine Platte darum machen, mit der Aussage " die regelnn das schon". Aber dennoch finde ich, dass da wieder eine Lobby entstanden ist, die nur eine Sicht auf die Dinge akzeptiert und das ist in meinen Augen nicht richtig. Jeder, der einen Hund von Welpen oder Junghund aus hatte weiß, dass es einfach mal Outtakes gibt, die nicht böswilligen Ursprungs von den Haltern oder Hunden her ist. Ein Hund läuft halt mal zu. Und hier wird berichtet, dass "fast jeder andere Hund" ein Rüpel ist, der den eigenen schier umrennt.....
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Hier kommt mir das einfach so vor, als würde wie gesagt Respekt eingefordert werden, ohne Respekt geben zu wollen. Sprich, man fühlt sich einzig und allein im Recht. Aber Erziehung ist eine Sache, die jeder individuell vornimmt, wie in der Kindererziehung. Ja und dann pamp eine Mutter mal an, wenn sich ihr Kind in Deinen Augen nicht richtig verhält, dann stößt Du auf Widerstand..... Wie immer im Leben. (du im Sinne von man)
Wenn man etwas verändern möchte, an dem noch andere beteiligt sind, dann kann man nicht mit der Brechstange arbeiten, sondern muss auch mal die Geduld aufbringen, sich evtl in die Lage des Anderen reinzuversetzen. Nichts anderes fordern die Hundehalter von "Individualdistanzhunden" von anderen Hundehaltern.
Und ganz ehrlich, wenn ich einen Hund (A) hätte, der unverträglich wäre, dann würde ich den anderen Hundehalter darauf ansprechen und ihn auch vorwarnen, was passieren könnte, wenn er seinen Hund (B) nicht zurückpfeift. Wenn er einen Rüpel hat und nichts unternimmt, dann muss Hund B halt die Erfahrung machen. Auch wenns Stress ist für den Halter von Hund A ist. Vermeiden wird sich das nicht lassen, oder? Was will man denn dagegen tun, dass es solche Hunde gibt? Parallel dazu würde ich dennoch daran arbeiten und ALLES versuchen, damit mein Hund (A) keine Skrupel oder Angst etc vor anderen Hunden mehr haben braucht.
Ich bin mir sicher, dass viele Hundehalter auch so ein Programm starten, aber viele eben nicht. Wenn ein Hundehalter es von Anfang an akzepiert, dass ihr Hund absolut keinen Hundekontakt toleriert, dann wird sich der Hund das auch nehmen und für immer in dieser Schiene hängen bleiben. Es gibt mit Sicherheit Hunde, die sehr eigen sind und sich nicht aus diesem Schema locken lassen.....ganz klar. Aber viele würden das vielleicht tun, jedoch versucht es mancher Hundehalter erst gar nicht. Und wenn diese Hundehalter es nichtmal probiert und sich diesem Schicksal fügt, warum sollte dann ein "Rüpelhund-Hundehalter" versuchen, an seinem Hund etwas zu ändern?
Vielleicht bin ich auch einfach zu positiv für diese Welt eingestellt, aber ich denke, dass man echt verbittert werden kann, wenn man sich da so reinstresst und dass ist für meine Wenigkeit nicht erstrebenswert. Ändere, was Du ändern kannst, akzeptiere, was Du akzeptieren musst. Aber man muss auch akzeptieren, dass man machmal nichts ändern kann.... oder, kann man die Einstellung von sämtlichen Hundehaltern mit ner Lätschn (böses Gesicht ziehen) und Verbissenheit ändern? Nö!