Ich habe die 5 Minuten Regel genauso gehandhabt, wie ich auch die 2 Stunden Regel (bei der Stubenreinheit) angegangen bin: Als Richtlinie!
Ich habe mir weder bei dem einen noch bei dem anderen jemals einen Wecker gestellt oder ständig auf die Uhr geschaut. Es ist mehr so eine Gefühlssache und eben diese Richtlinie, die unterbewusst dabei ist und meiner Meinung nach auch sinnvoll.
Ich habe also bei der Stubenreinheit darauf geachtet, dass sie Hunde so ca. alle zwei Stunden mal raus kommen. Allerdings habe ich mich dem nicht unterworfen. Wenn der Hund zum Beispiel Nachts durchgeschlafen hat, wäre es ja kontraproduktiv gewesen ihn zu wecken.
Genauso habe ich es draußen auch gemacht. Ich bin anfangs mit den Welpen eher kurze Strecken gegangen und hatte diese 5 Minuten Regel als Richtlinie im Hinterkopf. Sind wir langsam gelaufen wurde es mal mehr und wenn er sich richtig verausgabt hat, dann haben wir eben Pause gemacht.
So haben meine Hunde auch von Anfang an gelernt, was es bedeutet "Pause zu machen". Es war einfach mal Schluss, auch wenn sie vielleicht dachten, dass sie noch Power haben...
Das handhabe ich auch heute noch so. Ich richte mich nicht danach ob meine Hunde für mich einen ausgepowerten Eindruck machen. Wir haben unsere Zeit und danach geht es in die Wohnung und es ist Ruhe. Meiner Meinung nach habe ich damals in der Welpenzeit, eben durch diese Richtlinie, den ersten Stein zu diesem Weg gelegt.
Also.. meiner Meinung nach ist es nicht nur für die Gelenke wichtig, dass man Welpen nicht überanstrengt, sondern auch um später keine hyperaktiven und ständig unterforderten Hunde zu haben.
Aber eben auch alles nicht auf die Minute genau sehen.. sondern als Richtlinie, die man sich im Hinterkopf behält und auf die man etwas achtet und dann selber mit Verstand anpasst, wenn es nötig ist.
Edit: Ich wäre zum Beispiel auch nie auf die Idee gekommen meine Hunde auf den Arm zu nehmen, weil er ja eine bestimmte Anzahl an Minuten nun gelaufen ist. 