Beiträge von Dobi98

    @Monstertier

    zum einen ist das hier doch ein Hundeforum, warum sollte ich mich hier über den anstrengenden Beruf eines Baustellenmitarbeiters unterhalten?? Und glaube niemanden geht hier geht es ausschließlich um TA`s, aber es liegt in einem Hundeforum doch nahe oder nicht?

    Und warum nicht öffentlich? Ganz ehrlich ich denke nicht, dass man sowas nur im engsten Umkreis in geschlossenen Räumen ausprechen darf! Weil man es nicht hören will? Weil man vielleicht schon mal selber so ein Kunde war?? Oder warum?

    Und hier wurden doch gar nicht geschimpft, sondern ganz sachlich Geschichten aus der Realität erzählt - es gibt sogar TA`s die schreiben Bücher ganz öffentlich, gut darin liest man nur von der süßen Mietzekatze die Junge bekommen hat und damit ihre Besitzer überglücklich gemacht hat oder lustige Gescichten die natürlich auch vorkommen im Alltag eines TA`s, aber warum darf man sowas öffentlich schreiben und die negative Seiten nicht?

    Du selber hast doch geschrieben, die Studenten sollen sich im Internet schlau machen, dann würden sie lesen, dass der Beruf auch negative Seiten hat und können es sich überlegen - im Gegenzug schreibst du aber wir dürfen öffentlich nicht darüber berichten... sorry dass Widerspricht sich

    @ Marula

    LOL ich sehen schon, es ist tatsächlich überall das gleiche und die gleichen Storys.. :) . Bei manchen "Notfällen" kann man ja sogar lachen - und klar manchmal kann der Besitzer er einfach nicht einschätzen, aber ich denke jedem TA würde es einfach reichen, wenn der Besitzer mit der geplatzten Zecke (absolut keine Seltenheit im Notdienst...) einfach mit einem Dankeschön, einem Lächeln und ohne bei der Bezahlung zu murren aus der Praxis gegangen wäre..

    Niemand hat gesagt, dass es der bemitleidenste Beruf der Welt ist!! Nur, dass es Missstände gibt! Du übertreibst gerade selber massiv Monstertier! Und diese Informationsquellen gibt es vielleicht seit 10 Jahren in der Form, es trifft aber gerade viele TA`s die schon vorher angefangen haben und jetzt so Anfang bis Mitte 40 sind... ich rede nicht von 25 jährigen...

    Wenn man halt schon drin ist im Beruf ist es schwer da wieder raus zu kommen - vor allem wenn man studiert hat und vielleicht schon zig Jahre dadrin gearbeitet hat. Und es gibt ja auch schöne Seiten des Berufes, nicht jeder Tag ist "furchtbar" - da machten man eben weiter und es gehen halt einige Jahre ins Land bis man in der Realität oder am Ende seiner Kräfte was auch immer gelandet ist - und warum ist es sooooo schwer für Tierbesitzer oder allgemein für Menschen einfach mal Rücksicht auf andere zu nehmen?? Der Verkäuferin im Supermarkt geht ja im Endeffekt nicht anders..

    Ich achte sehr darauf im Alltag auch wenn ich schlecht drauf bin zumindest ein Minimun an Freundlichkeit an den Tag zu legen, mich zu bedanken und mein Gegenüber das arbeitet während ich schon Feierabend habe zu RESPEKTIEREN egal ob an der Supermarktkasse, im Restaurant im Hotel usw. eben weil ich weiß wie es ist auf der anderen Seite zu stehen.. Es gibt natürlich auch viele TA`s die leben für ihren Beruf, genauso wie es in anderen Bereichen Leute gibt die da drin voll aufgehen und halt besser damit umgehen können. Nicht jeder Mensch/TA ist gleich. Aber ich habe in all den Jahren einfach Tierbesitzer als besonders Respektlos kennen gelernt, dass ist ja nicht nur beim TA so, dass zeigt sich auch beim Gassi gehen, Rücksicht nehmen tun nur wenige Hundehalter..

    Und ich bin froh, dass ich den Absprung geschafft haben, auch wenn die Jahre der Umschulung extrem hart waren! Zum einen habe ich ja vorher schon quasi nix verdient, musste dann mit den 60% des alten Gehaltes was das Arbeitsamt zahlt auskommen (ohne Familie wäre das nicht zu schaffen gewesen!) und mit über 30 nochmal die Schulbank zu drücken und das neben der Vollzeitstelle der Umschulung ist auch nicht ohne! Aber ich bin heilfroh! Ich habe jetzt geregelte Arbeitszeiten mit Gleitzeit und ich verdiene bei gleicher Schulvorbildung mittlerweile gute 3x so viel wie früher - die TA Kosten die ich jetzt ja selber zahlen muss jucken mich nimma, ich kann in Urlaub fahren oder einfach mal Essen gehen mit Freunden usw. EINFACH LEBEN, mir Dinge leisten die ich mir früher nie hätte leisten können, zum einen Finanziell aber auch Freizeitmässig, mal eben um 18.00 Uhr in den Biergarten mit Freunden treffen ging früher nicht! Mir geht es tausendmal besser - auch gesundheitlich -
    als früher, und wenn hier im Büro Stress ist merke ich das kaum, für mich ist der Stress hier unter dem andere sehr leiden ein Klacks gegen früher! Wenn ich Feierabend habe fangen die in meiner alten TA Praxis (liegt auf meinem Heimweg) gerade wieder an zu arbeiten und ich kann mich noch heute darüber freuen und weiß ich habe die Richtige Wahl getroffen damals

    Kein TA und keine TAH der Welt jammert wenn Sonntags Abends um 20.00 Uhr ein echter Notfall ankommt - dass ist jedem klar der diesen Beruf gewählt hat! Das macht man sogar relativ gern - denn dafür hat man diesen Beruf gewählt! Es macht Freude wenn man einem Tier helfen kann, auch wenn es nach Feierabend ist! Ich habe in all den Jahren in diesem Job KEINEN Kollegen gehabt der groß rumgejammert hat - klar wenn der 5 Koliker in Folge eintrifft und die Hänger sich im Hof in einer Reihe ausstellen weil kein Platz mehr ist etc. ist das streßig und es wird schon mal gestöhnt, aber auch nicht mehr als im Büro wo der x Fall noch abgearbeitet wird.

    Worum es geht, sind diese ganzen Leute die eben meinen am Sonntagnachmittag wegen einer Nichtigkeit antanzen zu müssen, dass Privatleben des TA`s massiv mit Füßen treten und dann noch blöde Sprüche dabei reißen anstatt etwas Respekt zu zeigen und dankbar zu sein, dass der TA so dummtrottelig ist und ihm das macht, bzw es machen "muss" wenn er nicht riskieren will den Kunden zu verlieren und vielleicht noch 2-3 andere dazu... (Leute die wegen einem Notfall kommen SIND dankbar - schon sehr seltsam..). Und wie gesagt sind die Leute auch so dreist und machen den TA schlecht wenn der darauf hinweist, dass eine Zecke KEIN NOTFALL ist - vor den anderen Tierbesitzern war die Zecke natürlich ein absolutes Monster und der Hunde drohte zu verbluten und der böse TA wollte nicht helfen und dann auch noch den armen Zeckengeplagten Tierbesitzer finanziell abgezockt usw. usw...

    Und übrigens trifft das ja nicht nur TA`s die selbstständig sind! Genauso betroffen sind angestellte TA`s! Denn zum einen sind 24 und sogar 36 Std. Schichten (24 Stunden Dienst im Anschluss 12 STd. Bereitschaft) in manchen Kliniken keine Seltenheit und auch als angestellter TA kann man in der Regel eben nicht um 19.00 Uhr wenn die Sprechstunde fertig ist Feierabend machen. Und die Bezahlung ist auch oft nicht so dolle.. das ändert sich zwar so langsam weil es immer mehr Möglichkeiten gibt sich auch als angestellter TA zu spezialisieren und in großen Kliniken seinem Spezialgebiet nachzugehen, aber noch sind diese TA`s in der Minderheit. Auch gibt es in manchen kleinen Praxen bereits die Möglichkeit mit einem Spezialgebiet unter zu kommen aber auch hier ist es einfach ein Knochenjob. Dazu kommt, dass TA`s in der Regel den ganzen Tag stehen, laufen und schwer heben. Ich habe mal ausgerechnet dass in einer Kleintierpraxis (also Nager, Katzen und Hunde) jeder MA pro Tag mind 500kg durch die Gegend hebt und trägt und dass nicht in Rückenschonender Weise, denn dass ist mit einem Lebewesen was sich bewegt kaum möglich - dementsprechend sind Bandscheibenvorfällt etc. keine Seltenheit und viele müssen den Beruf irgendwann aufgeben - so wie es bei mir war..

    Und jeder der nicht verstehen kann, dass sowas auf Dauer aufs Gemüt schlägt gehört wohl selber zu der Gruppe der egoistischen und gedankenlosen Tierhalter denen ihr Gegenüber egal ist.. Respekt an all die Tierärzte und ihre Angestellten die sich dem alltäglich stellen!

    Und ganz ehrlich welcher Stundent kann sich denn die Realität wirklich vorstellen? Kaum einer, auf sowas wird im Studium nämlich nicht hingewiesen.. insgesamt ist das Studium der TA sehr theoretisch, wenn die fertig von der Uni kommen können die nichtmal nen Kater kastrieren.. Die Realität kommt im Laufe der Berufsjahre - und wer hier ist nicht als junger Mensch voller Elan ins neue Berufsleben gestartet und wurde dann im Laufe der Jahre auf den Boden der Tatsachen zurück geholt, wer hat nicht gedacht, soooo schlimm wie die alle sagen kann es gar nicht sein/werden, oder mich trifft das nicht usw. usw.??

    Der Unterschied ist, von einem Rechtsanwalt oder Steuerberater erwartet niemand ganz selbstverständlich am Sonntag Nachmittag wegen einem Pups erreichbar zu sein, und wenn er es macht dann lässt er es sich entsprechend zahlen und niemand kommt auf die Idee da was gegen zu sagen. Tierärzten wird dann oft vorgeworfen nicht tierlieb zu sein wenn er am Sonntag Nachmittag wegen einer Zecke oder der seit drei Tagen bestehenden Lahmheit was alles bis Montag warten könnte seine 25€ Notdienstgebühr verlangt... Dass ein Tierarzt von Tierliebe an der Supermarktkasse sein Brot nicht bezahlen kann interessiert die meisten nicht, da ist halt jeder sich selbst der Nächste wie eigentlich in allen Bereichen

    Sorry aber sehr viele Tierbesitzer sind einfach nur unverschämt und egoistisch, und das hat in den letzten 15 Jahren massiv zugenommen, klar es halten sich auch immer mehr Leute Viecher... Der Beruf ist einfach nur Kräftezehrend und Nervenaufreibend, aber glaube das kann man nur nachvollziehen wenn man selber da gearbeitet hat...

    Was ich wesentlich kritischer sehe ist die Abschaffung der GOT! Denn dann werden die Preise gerade bei den kleineren und freien TA`s erst explodieren und dann wahrscheinlich aufgrund der Konkurrenz wieder einbrechen, aber dass sicher mit der Folge, dass der TA dann ganz anders wirtschaften muss, sprich mehr Patienten in kürzerer Zeit (mehr Quantität) und auch das Geld für teure Geräte wird fehlen - also wieder Überweisung an eine TK die dann sicher in der Hand solcher Gesellschaften sind.

    Aber definitiv wird sich in den nächsten 10 Jahren im Bereich der Vet Medizin was tun, und zwar im Endeffekt nicht zu Gunsten von uns Tierhaltern.

    Das mit den freien TA`s die keine Freizeit haben kann ich voll bestätigen, ich war 15 Jahre lang TAH in verschiedenen Praxen und Kliniken, und anrufe um 19.30 Uhr dass man noch zum Impfen kommen wolle, aber das Essen gerade auf dem Herd steht und man im Anschluss kommen könne (Praxisende seit 19.00 Uhr...) sind ganz normal, dass das Praxisteam seit 08.00 Uhr morgens in der Praxis steht und auch Hunger hat auf die Idee kommen die Herrschaften nicht - und da zumindest bei uns die TA`s sehr dicht besiedelt sind kann kein TA es sich leisten nein zu sagen... oder Anrufe Freitags um 18.58 Uhr - mein Pferd geht seit Montag lahm - die TAH ich schicke ihnen morgen Vormittag einen TA - Besitzer fängt an zu toben und besteht drauf, dass SOFORT ein TA kommt (natürlich ohne Notdienstzuschlag, man hätte ja "rechtzeitig" angerufen) andernfalls werde man im ganzen Stall erzählen TK xy hätte ihrem Pferd die Hilfe verweigert... oder der Besitzer der mir drohte "wenn ich nicht sofort meine Röntgenbilder erhalte schlage ich die Scheiben Ihres Autos ein" .... usw. usw. alles live erlebt! Seitdem halte ich mich von anderen Tierbesitzern in der Regel fern so gut es geht..

    Ich bin froh, dass ich raus aus dem Job bin! Wenn ich Feierabend mache fangen die in meiner alten Praxis gerade erst wieder an mit der Nachmittagssprechstunde...klar jetzt muss ich alles zahlen (puh, gerade den Monat waren alle drei Hunde dran,..) aber jetzt verdiene ich halt deutlich mehr als früher und kann es mir leisten und habe noch Geld für meine Freizeit! All das war als TAH nicht möglich! Die Bezahlung und die Freizeit ist mehr als Bescheiden.

    Lg

    Jep, dabei ist das Welpenhirn damit völlig überfordert... aber das scheinen viele Züchter aber auch Käufer nicht zu sehen.. mich schreckt es eher ab, wenn ich ne Meute von 4-5 Wochen alten Welpen irgendwo wie blöd drin hängen sehe... genauso, wie ich persönlich die Minis nicht irgendwohin mit Menschenmengen oder gar fremden Hunden schleppen würde.. und unsere Minis sind z. B. trotzdem gar nicht Umweltunsicher trotz "reizarmer" Aufzucht

    Das mit dem Übertreiben bei vielen Gebrauchshundezüchtern ist mir auch aufgefallen.. da meinen manche Züchter sie müssten quasi zeigen wie toll Ihre Welpen schon alles "können" ... unsere sind relativ reizarm aufgewachsen, Welpengarten ein paar Spielsachen aber hauptsächlich spielen und vor allem agieren MITEINANDER, Hunderegeln lernen (ich darf meine Geschwister nicht in den nackten Bauch beißen - das haben die Zwerge unter sich geregelt) und natürlich mit uns und dem erwachsenen Hunden. Erst so mit 6 Wochen haben wir dann angefangen mal nen Lappen ins Spiel zu bringen usw.

    Gruß Antje

    Puh schwierig zu beantworten ohne dein Training zu sehen! Bestätigst du sie wenn sie was gut macht? Oder bestätigst du sie schon dafür, dass sie FORDERT mit dir was zu machen? Was mir auffällt an deinem Video, schon die Anmeldung ist nicht konzentriert sondern der Hund weicht erstmal ab und macht was er will - daher denke ich fast du bestätigst wenn sie in deinen Augen was gut gemacht hat. Vom Video her sieht es für mich so aus, als ob du dem Hund sagst was er tun soll und er hat halt gelernt das irgendwie zu tun aber nie gelernt MIT DIR im Team zu arbeiten (wie gesagt ohne dein Training zu sehen kann man das schlecht sagen)

    Ich persönlich baue den Hund zwar so auf, stelle ihn dann wenn er die Grundlagen hat darauf um, dass ich erwarte dass ER mir das richtige Verhalten anbietet und das wird dann bestätigt, und nicht wenn ich z.B. Fuß sage und er macht es schön bestätige ICH den Hund. Blöd zu beschreiben... Ausserdem sichere ich irgendwann auch mal über "Zwang" ab. Sprich in provoziere falsches Verhalten, wirke ein und wenn der Hund wieder das richtige anbiete wird bestätigt. Sprich der Hund lernt, ok wenn ich nicht aufpasse ist das doof, aber wenn ich es richtig mache ist Party

    Weiß nicht ob ich das richtig rüber bringen konnte?

    Lg