Beiträge von Regula

    Bei uns ist es auch ao, dass man als allererstes sie Selbstauskunft ausfüllt. Da werden dann gleich unggeignete Kandidaten aussortiert - das wäre z.B. reine Aussenhaltung oder wenn der Hund ein Grundstück bewachen soll.
    Dann folgt ein ausführliches telefonisches Gespräch, bei dem beide Seiten Fragen stellen können. Bei Max war es z.B. so, dass ich mich eigentlich für einen völlig anderen Hund beworben hatte und sich im Gespräch herausstellte, dass das überhaupt nicht passt. Daraufhin schlug sie mir vor, Max kennenzulernen.
    Dann bekommt man die Nr der Pflegestelle, darf einen Termin ausmachen und den Hund kennenlernen. Und wenn dann immer noch alles passt wird die VK gemacht, gefolgt von Vertrag, Bezahlung der Schutzgebühr und Abholen des Hundes.
    Bei Max war es so, dass die Pflegestelle die VK gemacht hat und den Hund gleich da gelassen hat.

    Ich fürchte, ich würde gelegentlich auch Zucchinis Unmut auf mich ziehen, ganz ohne zu den genannten Kategorien zu gehören ;).
    Es kommt vor, dass ich direkt nach dem Gassi, Wandern oder aus dem Stall (noch in Reithose und Stiefeln) noch kurz in den Supermarkt gehe und ich habe dort auch schon Dreck von meinen Schuhen verloren.
    Auch der Pferdegeruch ist sicher nicht jedermanns Sache.

    Ich ekel mich ja vor Einigem, aber für Schlamm / Dreck habe ich eine sehr hohe Toleranz. Ist doch derselbe Dreck auf den Feldern, in dem auch unser Essen wächst...

    Zugfahren war bei uns nie ein Problem, wenn es nicht grade rappelvoll war (z.B. vor Weihnachten). Hat halt eine Kinderfahrkarte gekostet.

    Aber in Hotels, auch in hundefreundlichen Hotels, kenne ich es eigentlich nur so, dass es absolut verboten ist, den Hund allein im Zimmer zu lassen (wegen Bellens, Zerstörens und evtl Roomservice).

    Unterbringung wenn wir mal ohne Hunde wohin müssen ist mit zwei Hunden ein Riesenproblem geworden. Pension kommt für uns nicht in Frage. Früher konnten wir Max ganz gut bei Freunden lassen, die Hunde haben, aber die wollen oft keine drei Hunde, und Nova ist ein bisschen... intensiv... für viele Leute.

    Ich habe mit dem zweiten Hund (Nova) gewartet, bis ich nicht mehr zur Miete wohnen musste. Ich hatte seit ich zu Hause ausgezogen bin immer Hunde, bin auch viel umgezogen (etwa einmal pro Jahr zwischen 2006 und 2012) und hatte verschiedene Mitbewohner. Es war zwar immer möglich, mit Hund was zu finden, aber es schränkt schon sehr ein. Einen zweiten Hund wollte ich in dieser Situation nicht.
    Das Verhältnis zu Max hat sich schon ein bisschen geändert, aber das hat nicht ausschliesslich mit Nova zu tun. In der Zeit seit ich Max habe habe ich geheiratet, ein Pferd gekauft, ein Kind bekommen, und eben Nova dazugeholt. Anfangs waren Max und ich immer nur zu zweit, und jetzt ist halt viel mehr los im Haushalt.
    Max ist eher der sensible Typ, der sich zurückzieht, wenn es ihm zu viel wird. Das kann zu Hause sein, dass er aus dem Zimmer geht, oder draussen, dass er abschaltet und sein eigenes Ding macht. Nova ist dagegen eine totale Dampfwalze, die sich Aufmerksamkeit notfalls auch energisch einfordert. Drum muss ich immer ein bisschen aufpassen, dass Max nicht zu kurz kommt. Ich nehme ihn auch ab und zu mal alleine mit oder nehme Nova an die Leine während er sucht und apportiert.
    Insgesamt glaube ich aber schon, dass die Beiden gern zu zweit sind. Nova profitiert davon aber glaube ich noch ein bisschen mehr als das Mäxchen.

    Wie überall gibt es bei Tierheimen gute und eher... naja, nicht so gute.
    Der Tierschutz ist ja allgemein eher wenig geregelt, also tummeln sich da auch teilweise etwas seltsame Gestalten, und die Animositäten und Machtspielchen untereinander sind oft auch eher komisch.

    Wie Frollein habe ich aber im TH München (als Gassigeher und Adoptant) jahrelang nur gute Erfahrungen gemacht. Die Angaben waren soweit ich es überblicken konnte eigentlich immer korrekt. Manchmal haben Pfleger ein etwas anderes Bild von einem Hund als der Vorbesitzer, aber dass was absichtlich verheimlicht wurde habe ich in meiner Zeit dort nicht gesehen.

    Aber grade im Listenhundbereich gibt es wohl auch Tierheime mit sehr seltsamen Praktiken, die auch die Zusammenarbeit mit rassespezifischen Vereinen ablehnen.

    Meine Hündin hat auch beidseitig die Kreuzbänder gerissen. Links war schon, als wir sie übernommen haben und war wohl auch schon älter (mit Arthrose). Rechts folgte dann vier Monate später.

    Links hat man es kaum gemerkt. Sie trabte wenig und setzte beim Galoppieren beide Hinterbeine gleichzeitig auf, ausserdem hob sie gelegentlich das Bein an nach dem Rennen, war aber trotzdem sehr aktiv. Rechts war dann ganz klassisch - am Strand rumgerannt und plötzlich auf drei Beinen wiedergekommen.

    Ein KBR wird per Schubladentest diagnostiziert. Ober- und Unterschenkel lassen sich gegeneinander verschieben. Auf einem Röntgenbild sieht man einen KBR nicht, höchstens ggf bei einem MRT.

    Wie schmerzhaft ein KBR ist hat wohl oft mit dem Meniskus zu tun. Ist er intakt ist das Knie hauptsächlich instabil und weniger schmerzhaft. Ist der Meniskus beschädigt ist es sehr schmerzhaft und "klickt" im Gelenk bei Bewegung.

    Wir haben auch beide Beine operieren lassen (TTA), sind aber ehrlich gesagt aus verschiedenen Gründen nicht 100% glücklich. Falls es wirklich ein KBR ist, lies Dich gut in die Therapiemöglichkeiten ein, hol mehrere Meinungen ein und entscheide sorgfältig, ob und wenn ja bei wem Du den Hund operieren lässt. Da wird leider viel Murks gemacht. Nur weil es billig ist wäre kein Auswahlkriterium für mich.

    Meiner Meinung nach gibt es zwei Voraussetzungen, die jeder vor dem Hundekauf erfuellen sollte:
    - informiert sein
    - sich bewusst sein, was der GAU waere und sich trotzdem verantworten, ein Hundeleben lang fuer den erwahlten Hund zu sorgen,

    Ob der Hund letztendlich vom Zuechter kommt oder aus dem TS, oder aus einem Ups-Wurf von Privat ist mir letztendlich egal.
    Aber sauer werde ich, wenn es unbedingt ein Welpe sein muss ("ich will meinen Hund lieber selbst verhunzen"); dieser billig von irgendeinem Haendler sein muss ("kann ja nicht sein, dass man tausende Euro fuer einen Hund ausgeben soll"); oder anhand eines Bildchens im Internet ausgesucht wurde (am besten noch, weil man sich "verliebt" hat); und dann der Hund nach 10 Monaten wieder weg muss weil er nicht stubenrein ist / bei Abwesenheit die Wohnung zerstoert / andere Hunde angeht / das Baby anknurrt / der Vermieter es doch nicht erlaubt...

    Ich persoenlich habe Tierschutz-Hunde. Nicht, weil ich unbedingt eine arme Seele retten musste, sondern weil das die Hunde sind, die ich haben wollte. Ich wehre mich auch vehement dagegen, dass Tierschutzhunde zweite Klasse Hunde sein sollen fuer die, die halt nichts Besonderes mit ihrem Hund machen. Ich habe meine Hunde mit sehr spezifischen Beduerfnissen ausgewaehlt und habe im Grossen und Ganzen genau das bekommen, was ich erwartet habe und wollte.