Beiträge von Regula

    Den Auslandshund würde ich auch ausschliessen. Das ist ja einer der Vorteile eines Tierschutzhundes, dass man ihn kennenlernen kann und weiss, wie der erwachsen so drauf ist.

    Für mich persönlich (nur ein Kind, aber zwei Hunde) wäre es ehrlich gesagt auch ein Riesenvorteil, wenn der Hund schon stubenrein ist. Es ist zwar normal, dass ein Hund das erst lernen muss, da muss man halt durch (oder eben nicht, beim entsprechenden TS-Hund ;) ), aber eklig ist es trotzdem. Je nach Hund dauert das manchmal kürzer und manchmal länger, und die Vorstellung von Hundehäufchen und -pfützen im Haus mit einem Kind, das grade anfängt mobil zu werden und alles in den Mund nimmt - nein danke.

    Aus welchem Bundesland seid Ihr denn? Würde ganz grundsätzlich ein Listenhund in Frage kommen? Wenn ja, Staffordshire Bullterrier (ist nicht das Selbe wie American Staffordshire Terrier)?

    Die sind klein, robust, gesundheitlich nicht ganz so geplagt wie Bulldoggen, und kommen oft fantastisch mit Kindern aus (und sind dazu für die Männer oft keine "peinlichen" Kleinhunde ;) ).

    Die bringen halt dafür einen ganz anderen Satz Probleme mit sich - je nach Bundesland Einschränkungen bei der Haltung, Vorurteile, Reisen, ggf (gemeindeabhängig) erhöhte Steuern...

    Freunde von uns haben eine Husky Hündin, der das rechte Vorderbein fehlt.
    Sie ist aus dem Norden (Kanadas), wo sie ein Leben geführt hat, wie man sich das von einem Husky vorstellt - am Schneemobil mit zur Jagd gehen, mit dem Hundekumpel stundenlang rumstreunern etc. Sie ist mit dem Bein in eine Falle geraten. Meine Freundin war beruflich in dieser Gemeinde und hat sich entschlossen, die Hündin mitzunehmen weil es dort oben weder vernünftige tiermedizinische Versorgung gibt, noch konnten die etwas mit einem dreibeinigen Hund anfangen. Sie hatte Mitleid mit dem Hund und konnte sie nicht dort lassen, was ziemlich aicher den Tod des Hundes bedeutet hätte.

    Wir haben damals ehrlich gesagt alle die Hände über dem Kopf zusammen geschlagen - einen solchen Hund, in vollkommen anderer Umgebung, mit gleich mal einem schweren medizinischen Eingriff zum Einstand und dann der körperlichen Einschränkung danach.

    Wider Erwarten hat sich aber sogar diese Hündin berappelt und an ihr neues Leben angepasst. Zu sagen, sie sei überhaupt nicht eingeschränkt wäre gelogen. Natürlich rennt sie nicht mehr so schnell und kann nicht mehr so weit wie früher. Wenn ein anderer Hund blöd zu ihr ist kann sie sich schlecht wehren oder weglaufen, da müssen die Menschen mehr eingreifen.
    Sie wirkt aber trotzdem wie ein glücklicher, ausgeglichener Hund, kommt auch nich mit zum Campen, Wandern und Kanufahren, und schafft das alles auch noch gut.

    Wenn wie da die Wahl drei Beine oder sterben ist, dann würde ich definitiv sagen, dass sie noch sehr gute Lebensqualität hat.

    Ja, Elos haaren, denn ale Ursprungsrassen des Elo haaren wie Sau.
    Stockhaarige Hunde, die keine Haare verlieren gibts nicht. Und dann noch gross, Stehohren, nicht lockig und ohne Bart - da bleibt nicht viel übrig.

    Ich hätte auch gesagt vielleicht Picard, wobei ich da ehrlich gesagt nicht weiss, wie viele Haare die verlieren.

    Aber ganz ehrlich, bei den Kriterien passen eh nur noch ein ganz paar wenige Rassen, da würde ich doch eher mal schauen, ob die Rasse charakterlich passt und eher beim Aussehen Abstriche machen. Es sei denn, das Ganze ist eh nur ein Gedankenexperiment...

    Ich wünsche Dir/Euch viel Erfolg mit dem.Projekt!!

    Ein paar Dinge/Fragen, die mir dazu einfielen:

    - muss der Hund das Training abbrechen, wenn der Pate wieder aussteigt?
    - wenn die Patenschaften an bestimmte Hunde gebunden sind, gibt es einen Höchstbeitrag pro Hund? Oder würde "überschüssiges" Geld auf andere Hunde umgelegt?
    - ist die Patenschaft automatisch zu Ende, wenn ein Hund vermittelt wird?
    - was, wenn Pate, Trainer und TH sich bei der Vermittlung uneinig sind? Das TH hat wohl das letzte Wort; das könnte grössere Enttäuschungen geben.
    - wer verwaltet das finanziell und stellt sicher, dass das Geld wirklich zweckgebunden an diesen Hund geht? Das TH?
    - auf jeden Fall sicherstellen, wer während der Trainingszeit haftbar ist für Schäden, die der Hund verursacht. Wenn z.B. während des Trainings jemand verletzt wird, ist das dann die Verantwortung des Tierheims (bzw Hundehaftpflicht) oder des Trainers (bzw dessen Berufshaftpflicht)? Hatten wir erst kürzlich hier, dass der Hundehalter Schäden an einem Auto zahlen musste, weil der Trainer den Hund nichr richtig eingeschätzt hat.

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    Meiner Erfahrung nach (Münchner TH) ist das mit den Trainern im TH sehr schwierig.
    In Tierheimen gibt es viele Parteien, die gerne mitbestimmen würden, was mit den Hunden geschieht - Tierheimleitung, Pfleger, Interessenten, Gassigeher, Trainer, "Tierschützer", die breite Öffentlichkeit (oft über die Presse), z.T. Politiker...

    Grade bei den schwierigen Hunden (wir reden ja hier von Hunden, die Menschen beissen) gibt es da viele Leute mit vielen Meinungen und wenige Leute, die wirklich Verantwortung übernehmen wollen. Den meisten THen fehlt es nicht an Trainern und "Trainern", die sich gerne an schwierigen Hunden versuchen würden - natürlich unverbindlich und ohne Erfolgsgarantie. Mal ganz abgesehen davon, dass das ja auch für den Trainer gefährlich sein kann und das TH letztendlich für die Hunde haftet...
    Also nehmt es den THen nicht übel, wenn die nicht noch jemanden ins Boot holen wollen, der an dem Hund rummacht. Ich glaube nicht, dass das persönlich gemeint ist.

    Ich finde, für solche Hunde in Tierheimen gibt es nur einen verantwortungsvollen Weg: gassigehen nur mit einem verantwortungsvollen, erfahrenen Gassigeher, dem die TH-Mitarbeiter vertrauen, und nur gesichert; Vermittlung nur nach vorheriger Wesensüberprüfung durch einen staatl. vereidigten Sachverständigen und nach Absprache mit dem Ordnungs-/ Veterinäramt. Alle sonstigen Entscheidungen (z.B. Einschläfern aus Verhaltensgründen) müssen sowieso von einer Kommission aus TH-Leitung, Amstveterinär, Pflegern etc beschlossen werden.

    Nein, ich würde den Hund auch nicht ruhigstellen. Sie sollte einen Direktflug buchen, schauen, dass der Hund auf jeden Fall genug Wasser hat und die Zeiten so kurz wie möglich halten.
    Mein Hund hat einen viel längeren Flug gut überstanden ohne Beruhigungsmittel.

    Bei der momentanen Hitze würde ich mir an ihrer Stelle allerdings überlegen, den Hund erst in ein paar Wochen nachkommen zu lassen (wenn sie dazu die Möglichkeit hat). Bei diesen Temperaturen ein paar Stunden in einer Box ohne Wasser auf dem heissen Rollfeld stehen kann kritisch sein.

    Zum WG-Leben mit Hund: ja, das geht. Ich habe jahrelang mit Hund in verschiedenen WGs gewohnt. Kommt natürlich auf die Mitbewohner und den Vermieter an, und derjenige, der den Hund hält sollte halt drauf achten, dass der Hund die Anderen nicht stört. Dazu zählt nicht nur Bellen, sondern auch z.B. kurz nachzuwischen, wenn der Hund beim Trinken gesabbert hat, oder den Dreck von Matschpfoten wegzumachen. Wie eigentlich bei fast Allem im WG Leben ist Kommunikation sehr nützlich.

    Zu Deiner besonderen Situation: das ist ja doch schon ganz schön speziell, was Du suchst. Ich hab eh lieber erwachsene Hunde, aber ich denke, Du wärst evtl besser bedient, wenn Du statt der 'perfekten' Rasse einen geeigneten erwachsenen Hund suchen würdest.

    Oh Mann, was für ein Mist :(

    Das habe ich mit dem ersten Pferd aber auch gelernt - man reitet deutlich weniger als wenn man immer ein gesundes Schulpferd / RB zur Verfügung hat.

    Wofür hat der Wallach denn Röntgenklasse 4? Hab erst kürzlich eine Diskussion gelesen über Rücken / verengte Wirbelkanäle / Kissing Spine, dass die Rötgenklasse nicht unbedingt mit den klinischen Bild übereinstimmt...

    Im Kurzen: nein, da gibt es keine Stelle, die man anrufen kann und die sich dann um alle Bedenken kümmert.

    Wie man an diesem Thread achon sieht haben Leute eine unterschiedliche Auffassung vom Umgang mit Hunden. Es gibt ein Tierschutzgesetz, das umschreibt, was nicht erlaubt ist. Einen Hund am Halsband hinter sich her zu ziehen fällt nicht darunter, und alles Andere vermutest Du und hast es nicht gesehen.

    Also kannst Du höchstens den Typen ansprechen und weiterhin ein Auge auf ihn und seinen Hund haben.

    Ich habe mir das auch mal überlegt, ob ich Pflegestelle werden will. Letztendlich habe ich es nicht getan.

    Die Gründe dafür waren zum Einen die Unberechenbarkeit, was man da bekommt. Was wäre, wenn der Pflegehund und Deiner sich nicht verstehen? Wenn der Pflegehund nicht allein bleiben kann und dann die Wohnung zerstört oder die Nachbarschaft zusammenbellt? Wenn der Pflegehund nicht stubenrein ist?
    Das sind alles reelle Risiken, zu denen Dir selten jemand was sagen kann, wenn der Hund direkt aus dem Ausland kommt.

    Zum Anderen hat mich abgeschreckt, dass man das zeitlich so schlecht überblicken kann. Wenn der Hund Glück hat ist er innerhalb von zwei Wochen wieder weg. Wenn man Pech hat und der Hund ist schwierig oder hat gesundheitliche Probleme dauert es bis zur Vermittlung u.U. Jahre. Was ist, wenn Du Abi machst und der Hund ist immer noch da? Wieder an den Verein zurückgeben als Wanderpokal?

    Ich sage nicht "tu's nicht", aber überlege Dir vorher verschiedene Szenarien und was Du tun würdest.