Ich wuerde mich auch nach einem etwas aelteren Hund umsehen, der die gewuenschten Eigenschaften (v.a. Vertraeglichkeit mit Katzen und Nutzgefluegel) schon mitbringt.
Ich bin da vielleicht ein bisschen voreingenommen, weil ich alle meine Hunde erwachsen uebernommen habe, und ich auch gar kein Interesse daran habe, einen Welpen grosszuziehen. Bei uns hat aber alles super geklappt, obwohl wir die Hunde nicht von klein auf hatten. Max kam in unseren Haushalt, als meine Mitbewohnerinnen zwei Katzen und einen Hasen hatten (da war er zweieinhalb). Wir haben gezielt nach einem Hund gesucht, der gut mit Katzen kann und es hat absolut gepasst.
Nova kam (mit anderthalb Jahren) zu uns mit der Grundvoraussetzung "muss mit anderen Hunden, Pferden und Nutzvieh klarkommen", denn wir hatten ja Max und mein Pferd stand zu dem Zeitpunkt auf einer Farm, die auch Rinder hatte. Wenn der Hund auch mal nur zum Ausprobieren das Vieh gehetzt haette, dann haette es einen Riesenaerger gegeben.
Bei uns stimmte es also, dass man bei einem etwas aelteren Hund schon weiss, woran man ist.
Zum Garten / Aussenhaltung - meine beiden sind vollkommen unterschiedlich. Sie waren beide das Leben im Haus nicht gewoehnt, bevor sie zu uns kamen (Max wurde wohl laut Vorbesitzer draussen gehalten und bei Nova ist es unklar, aber sie hat mindestens ein paar Monate als Streuner gelebt und war auch absolut nicht stubenrein, als sie zu uns kam). Max ist jetzt ein totaler Wohnungshund. Er nutzt den Garten ab und zu zum Eichhoernchen jagen und wenn er dringend muss, aber ansonsten ist er lieber drinnen (oft auch, wenn wir im Garten sind). Er hasst die Muecken im Sommer und verzieht sich dann nach drinnen aufs Sofa. Nova ist, sobald es ihr warm genug ist, am liebsten draussen und kann dort auch mal Stunden verbringen, obwohl wir daheim sind und sie Zugang zum Haus hat.
Nachts wollen aber beide ins Haus und ich kenne ehrlich gesagt nur wenige Hunde, die nachts gern allein draussen sind.
Wenn der Garten nicht vollstaendig eingezaeunt ist wuerde ich keinen Hund unbeaufsichtigt draussen lassen.
An mittelgrossen, aktiven Rassen mit wenig Jagdtrieb fallen mit Kromfohrlaender, Spitze, Eurasier, Entlebucher / Appenzeller Sennenhund, Mittelschnauzer und Sheltie ein (waren die Rassen, die damals fuer meine Eltern als "erster Familienhund" in die engere Wahl kamen).