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Ich habe es selbst erlebt.![]()
Die Rassen, die ich meine sind z.B. Deutscher Jagdterrier, American Pit Bull Terrier, American Staffordshire Terrier, Jack Russel Terrier, Riesenschnauzer, Australien Cattle Dog, Dackel, Deutscher Pinscher, Rottweiler, Parson Russel Terrier.
Genau das hatte ich befuerchtet. Zwar stehen die Listenhunde hier nicht alleine, aber es wird doch immer noch in "gut" und "boese" eingeteilt.
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Wieviele sich festbeissende Hunde hast du denn bitte schon erlebt, dass es so ne lange Rasseliste plus Alterseinschraenkung gibt??? Ist ja nun nicht so, als ob DJT und Riesen in verwertbaren Mengen rumlaufen. Naja, vielleicht wohne ich falsch.
Wollte ich auch grad fragen. Oder wo nimmst Du Deine Erfahrung her?
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Ich glaube nicht, dass es eine Kopfsache ist, sondern rein triebgesteuert.
Deshalb erstaunt es mich, dass man diesen Trieb in der Schutzdienstausbildung steuern und an- und abschalten kann.
Wo kommt denn Trieb her, wenn nicht vom Kopf? Wenn Du mit "Kopfsache" meinst, dass der Hund sich das so ueberlegt, dann wuerde ich auch sagen eher nicht.
Rottis und Riesenschnauzer stehen aus Deiner "Liste", Schaferhunde aber explizit nicht. Alle drei sind aber klassische Gebrauchshunderassen und muessen auf dem Platz das Gleiche leisten. Die weichen wohl genetisch voneinander ab, aber "die einen machen das, und die anderen nicht" ist ein zu bisschen einfach gedacht.
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aber es gibt Unterschiede zwischen zupacken und töten und dem Reinbeißen und nicht los lassen
Naja, Dackel sind ja nicht zum Maeuse toeten gemacht, und Dachse sind ganz schoen wehrhaft...
ZitatEs scheinen mir aber zwei unterschiedliche "Zustände" zu sein, je nach Ansprechbarkeit. Normal soll das Festhalten doch im Jagdbetrieb auf Ansage auch wieder gelassen werden. Und das scheinen eben nicht alle Hunde zu können.
Ich denke da an den Bio-Unterricht, "motororische Endplatte", "Reizweiterleitung" & Co - da scheint sich ein Eigenleben entwickeln zu können, was der Hund dann ggf. nicht mehr selbst steuern kann.
Ich glaube schon dass es eine genetische Komponente gibt zur Tendenz, wie ein Hund sich wehrt. Das ist vielleicht ein bisschen wie beim Menschen - dem einen liegt Ringen und dem Anderen Karate :).
Ich glaube aber nicht, oder wenn dann nur in sehr seltenen Faellen, dass das "nicht mehr loslassen" physiologische Ursachen hat. Wie alle Eigenschaften kann man das foerdern, oder man kann versuchen, dem Hund differenziertes Verhalten zu zeigen, oder man kann Kontrolle trainieren.
Man kann einem Hund, der gerne auch mal etwas fester hinlangt, auch beibringen, mit dem Maul vorsichtiger zu sein, z.B. durch das Apportieren von kleinen Gegenstanden, die er vorsichtig greifen muss. Jagdhunde werden auch von klein auf ausgebildet, dass sie nicht einfach Herrchen ignorieren und undifferenziert hinlangen (z.B. mit der Reizangel). Wenn man so was lebt kommt auch dementsprechend etwas anderes raus, als wenn man mit so einem Hund von Anfang an viele Zerrspiele (oder "Hangtime") spielt, oder auch den Hund einfach machen laesst.
"Nicht aufgeben" kann auch eine sehr schoene Eigenschaft sein. Es macht viel mehr Spass, mit einem Hund zu arbeiten, der dem Willen hat, immer weiter zu machen, bis der Job erledigt ist - obwohl er muede ist, es regnet, er sich vertreten hat, ihm die Fuesse wehtun, etc.
ZitatWenn das Festhalten nicht mehr von Hund und HH gesteuert werden kann, ist das sehr gefährlich.
Da gebe ich Dir recht. Aber (angenommen der Hund ist gesund) ein Hund mit sehr hohen Trieblagen ist halt auch nicht fuer jedermann. Viele Sport- und Gebrauchshunde arbeiten in Trieblagen, die ein bisschen hoeher sind als die eines "normalen" Familienhundes.
Einerseits will heutzutage leider am liebsten einen Hund aus Gebrauchslinien, weil die ja "noch nicht verzuechtet" und "gesuender" sind, andererseits wollen die wenigsten solche Hunde gescheit fuehren.
Zitat(By the way: Für mich ist das auch ein Grund, für Arbeitsprüfungen bei Gebrauchshunderassen zu plädieren, um solche "Auswüchse" identifizieren und kontrollieren zu können. Ich denke, dass mit zunehmenden Spezialisierungsgrad und Extremisierung auch eher solche Schäden auftreten - wie ja auch zB im Skelettapparat.)
Ich bin auch absolut fuer Gebrauchshundepruefungen, um genetische Auswuechse zu vermeiden. Allerdings halte ich die Ursache fuer Unfaelle in den seltensten Faellen fuer "gestoerte Hunde".