Die Dynamik zwischen Hunden aendert sich staendig - Hunde werden aelter, Hunde werden krank, Huendinnen werden laeufig, oder (wie bei Euch) ein neuer Hund kommt dazu.
Ich wuerde es vielleicht mit der Huendin noch mal auf neutralerem Grund versuchen, aber es kann auch sein, dass es eben in der Dreierkonstellation nicht mehr klappt.
Beiträge von Regula
-
-
Ich finde, das klingt eigentlich alles ganz ueberlegt und vernuenftig. Ich weiss, das es schwierig ist, aber vielleicht gelingt es Dir ja, ihn (noch) nicht als "Deinen" Hund zu sehen, sondern ihn einfach mal ganz unbefangen kennenzulernen.
Bei uns war es so, dass Max (unser Ersthund) es auch nicht soooo mit Fremden Leuten hat. Er ist nicht aengstlich oder aggressiv, aber er muss es auch nicht unbedingt haben, dass ihn Fremde anfassen und knuddeln. Das war fuer auch uns immer ok so.
Nova (unser Zweithund) ist das Gegenteil, total sozialer Typ. Sie liebt es, wenn wir Besuch haben, je mehr Leute in der Bude desto besser. Meistens schlaeft sie dann irgendwann zwischen (oder auf, wenn die Leute es ihr erlauben) irgendwelchen Leuten auf dem Sofa ein.
Max wird nie so werden, ist aber deutlich entspannter, wenn sie dabei ist. Es ist auch sehr praktisch - wenn Leute draussen unbedingt einen Hund anfassen muessen schicken wir Nova vor. Die findet's eh toll, und Max ist damit ein bisschen aus der Schusslinie.Das muss natuerlich nicht heissen, dass es immer so gut klappt, aber bei uns funktioniert's gut...
-
Ich find's gut, dass Ihr Euch Gedanken macht, und es scheint tatsaechlich so, als wuerde Eure Huendin von einem Zweithund profitieren.
Ein paar Dinge wuerde ich trotzdem bedenken:
- es wurde nicht so ganz klar, wie Ihr das seht, aber ich wuerde nicht nur wegen des ersten Hundes einen zweiten anschaffen. Wenn Zweithund, dann nur, wenn IHR den Hund auch wollt.
- es scheint ja, als sei Eure Lysha in machen Bereichen recht sensibel. Mit einem zweiten Hund aendert sich die Dynamik schon, es kann sowohl sein, dass sie sich vom Zweithund was abschaut, als auch der Zweithund von ihr.
- der Pinscher ist / kommt gerade in die Pubertaet. Er scheint auch (zumindest etwas) sensibel/stressanfaellig zu sein. Es wird nicht so ganz deutlich, was "er kam mit der Umstellung nicht klar" genau heisst, aber ich wuerde da auf jeden Fall noch mal nachhaken.
Keiner von uns kennt die Hunde, da ist das schwierig zu beurteilen, aber evtl wuerde ich mich nach einem Zweithund umschauen, der nervlich etwas stabiler und vielleicht auch etwas aelter ist.
Ein Hund wie Eure Lysha, der sich anderen stark unterordnet und Dinge abschaut, profitiert wahrscheinlich mehr von einem sehr souveraenen Hund an ihrer Seite. Das gilt z.B. auch fuer's allein bleiben. Mit einem ruhigen Hund, der "alles ist ok" vermittelt (so wie evtl die Huendin Deiner Mutter) ist das Alleinbleiben sehr viel einfachen als mit einem zweiten Hund, der auch zum Stressen neigt. Im zweiten Fall schaukeln sich die Hunde moeglicherweise gegenseitig hoch...Ich wuerde, falls Du es mit dem Pinscher versuchen willst, auf jeden Fall den Hund vorher gut kennenlernen (es scheint, als haettest Du den Hund nochund evtl eine Probezeit vereinbaren.
-
Zitat
Das ist viel zu gefährlich das Lecken im Gesicht und co halt den Hund vom Kind fern also das Kind nix passieren kann
Man mag das eklig finden, aber es ist (wissenschftlich bewiesen) sehr viel gefaehrlicher, wenn Menschen das Kind knutschen als wenn ein Hund ihm durchs Gesicht schleckt.
-
Nein, es gibt auch groessere, die groesste "regulaere" Groesse von Vari ist 120 x 80 x 87,5cm. Ich habe meine damals hier bestellt:
http://www.schweikert-shop.he-hosting.de/index.php?cat=…oul7fb4cv4latv1
Wenn Du eine noch groessere brauchst, oder Sondergroessen, dann kann man die bei Tiertransportfirmen kaufen (z.B. bei Pet Air). Die Regelung ist, dass der Hund aufstehen und sich umdrehen koennen muss. Erfahrungsgemaess ist es den meisten Flughafenmitarbeitern eher egal, wenn die Box ein bisschen zu klein ist (z.B. wenn der Hund mit eingezogenem Kopf steht). Gemeckert wird vor allem, wenn jemand versucht, einen zu grossen Hund als Handgepaeck mitzunehmen.
Aber bequem ist eine zu kleine Box natuerlich trotzdem nicht... -
Meine beiden sind auch ziemlich unkompliziert, der Vorgaengerhund war es nicht.
Liegt es am Halter?
Bestimmt kann man richtig oder falsch mit einem Hund umgehen, aber so mancher haelt sich fuer einen begnadeten Hundehalter und hat dabei eigentlich nur das Glueck, ein nervlich stabiles Exemplar erwischt zu haben :).
Das ist wohl (wie so oft) eine Mischung aus Genetik, sorgfaeltiger Auswahl, Sozialisierung und Umwelt. -
Zitat
obs ein reinrassiger pit ist, mag ich net beurteilen.
aber weil ich mich, wie ich finde, recht gut mit bulldoggen auskenne, kann ich schon sagen obs ne oeb ist oder ob da mal was andere drüber gerutscht ist.Tromba, damit warst nicht Du gemeint. Du hast recht, ein Hund vom Pit Bull Typ ist sehr gut von einer OEB zu unterscheiden.
Zitat
Ich habe nun schon öfters ein Mädel getroffen mit einer reinrassigen Pitbull Hündin.Zitat
Vor ein Paar Monaten ist ein reinrassiger Pit unangeleint nachts auf meine Hunde losgegangen in der Sekunde, wo er uns gesehen hat. Hat erstmal das Hundemädchen zu Boden gedrückt, -
Hahaha, Freunde von mir haben einen Husky. Er hat grade eine neue Stelle in der forensischen Diagnostik angefangen und sein erstes Projekt ist "Identifikation von Koerperhaaren". Seither ist er paranoid und hat ein hundefreies Zimmer fuer seine Arbeitsklamotten.
Waere ja auch peinlich, wenn bei allen Verbrechen immer der Husky rauskommt
-
Wir haben damals auch - wie Ayyda schon meinte - erst mal ganz in Ruhe eine Liste gemacht mit Eigenschaften, die wir unbedingt wollten und solchen, wo wir Kompromisse machen konnten. Das war wichtig, um Fragen schon im Vorfeld zu stellen und nicht erst, wenn man einem suessen Hund gegenuebersteht und das Gehirn ausschaltet :).
Bei uns sah das in etwa so aus:
- Rassewunsch: irgendwas bulliges
- Geschlecht: Huendin
- Alter: erwachsen, ca. 2-7 Jahre, aber da waren wir kompromissbereit nach oben
- Vertraeglichkeit: muss sein: mit anderen Hunden (Rueden und Huendinnen), Menschen (inkl Kindern), Pferden und Rindern; koennen wir Kompromisse machen: Katzen, Kleintiere, Voegel etc.
- Energielevel: mittel bis hoch, Hunde sollen mitkommen zum Wandern, Mountainbiken, Reiten etc.
- Jagdtrieb: maessig bis mittel ok, aber wir muessen das Gefuehl haben, dass wir das mit Training unter Kontrolle bekommen
- Training: koennen wir Kompromisse machen
- Alleinbleiben: weil wir beide vollzeit arbeiten mussten die Hunde relativ schnell alleinbleiben koennen
- Stubenreinheit: koennen wir Kompromisse machen
- Autofahren: waere schoen, wenn der Hund Autofahren nicht total kacke findet, aber da koennen wir Kompromisse machen
- Gesundheit: keine grossen Probleme mit dem Bewegungsapparat oder Dinge, die in absehbarer Zeit richtig viel Geld kosten (hat bei Nova leider beides nicht ganz so geklappt, seufz).Dann haben wir angefangen zu suchen. Hunde, die ich auf Fotos super fand, die aber ein oder mehrere Kriterien gar nicht erfuellt haben, habe ich schweren Herzens gleich aussortiert und gar nicht erst angeschaut. Ich kenne mich - es haette gut sein koennen, dass ich mit einem "das geht schon" einen dieser Hunde uebernommen haette...

Bei Max habe ich mir erst die Vermittlungshunde der lokalen Organisationen angesehen und mich dann gezielt auf bestimmte Hunde beworben. Eine der Orgas hat mich zurueckgerufen und meinte, der Hund fuer den ich mich beworben habe sei wohl eher ungeeignet (nicht vertraeglich), aber sie haetten da noch diesen anderen... und so nahm Maexchen seinen Lauf.
Bei der Suche nach Nova habe ich drum auch "offene" Bewerbungen verschickt und die Organisation gefragt, ob sie jemanden haben, von dem sie finden, dass es passt.Die Frageboegen der Organisationen waren eigentlich alle ziemlich Standard:
- Wieviele Erwachsene im Haushalt / wieviele Kinder?
- sind alle Haushaltsmitglieder einverstanden mit dem Hund?
- welche anderen Tiere sind im Haushalt? Sind diese kastriert? Sind diese regelmaessig geimpft, entwurmt und medizinisch versorgt?
- hatten wir vorher schon Tiere? Wenn ja, was ist mit denen passiert?
- Haben wir jemals ein Tier wieder abgegeben und wenn ja wohin und aus welchem Grund? Unter welchen Umstaenden wuerden wir ein Tier wieder abgeben?
- Eigentum oder Miete (bei Miete schriftliche Erlaubnis des Vermieters, inkl Rasse)? Mit Garten? Wie gross ist der Garten und wie hoch der Zaun?
- gibt es fuer unsere Gemeinde rassespezifische Bestimmungen?
- Berufstaetigkeit? Wie lange waere der Hund alleine? Waere der Hund allein im Haus / Garten / in einer Box / fremdbetreut?
- was ist unsere Motivation fuer einen Hund? Was wuerden wir gern mit dem Hund machen?
- Wo haelt der Hund sich hauptsaechlick auf? Soll der Hund das Haus/Grundstueck bewachen?
- ist Erfahrung mit Training vorhanden? Waeren wir bereit, mit dem Hund Trainingskurse zu belegen?
- Ist Erfahrung mit dieser speziellen Rasse vorhanden?
- wieviel Auslauf bekaeme der Hund taeglich?
- ist jemand in der Familie auf Tierhaare allergisch?
- wer ist unser Tierarzt? Duerfen sie den fuer eine Referenz anrufen?
Nach Einkommen hat uns nie jemand gefragt...Dann, als wir "Kandidatinnen" ausgewaehlt hatten haben wir diese besucht und kennengelernt. Ich hatte dabei Max immer gleich dabei und geschaut, wie die beiden miteinander umgehen. Das hatte den Vorteil, dass ich Max sehr gut kenne und seine Reaktion einschaetzen kann, und auch, dass ich nicht gleich so viel reden brauchte, sondern erst mal beobachten konnte. Wenn eine in die engere Wahl kam habe ich sie ein zweites Mal zusammen mit meinem Freund und Max besucht.
Hintergrund / Vorgeschichte war mir erst mal nicht soooo wichtig und war oft auch gar nicht bekannt - viel wichtiger fand ich, was der Hund fuer einen Eindruck macht. Sowohl Vorbesitzer als auch Tierheimmitarbeiter haben oft ihre eigene Sicht und Interpretation von Verhaltensweisen, drum wollte ich den Hund lieber erst mal "unvorbelastet" sehen. Ich wuerde also nicht allzu viel auf Vorgeschichten geben.Eine Huendin fanden wir toll, und draussen ging es mit Max auch gut. Sie kam aus einer Familie mit zwei kleinen Kindern, war angeblich mit allem vertraeglich, ausser mit der Zweithuendin im selben Haushalt. Angeblich lag das aber zu etwa gleichen Teilen an der anderen Huendin und an ihr. Wir haben dann mit der Organisation eine Probezeit vereinbart. Die Huendin hat in den drei Tagen, die sie bei uns war, Max leider ein paar Mal ganz uebel (und unverhaeltnismaessig) zusammengehackt und so haben wir die Probezeit schweren Herzens nach drei Tagen abgebrochen. Wir hatten einfach zu dem Zeitpunkt nicht die Zeit und Energie, mit einem so schwierigen Hund zu arbeiten, und es waere auch Max gegenueber unfair gewesen.
Wir konnten partout den passenden Hund nicht vor Ort finden und haben drum den Radius der Suche erweitert. Nova kam dann letztendlich aus Kalifornien, und hatte dort bereits mit acht anderen Hunden zusammengelebt. Es war uns bei dem "Importhund" sehr wichtig, dass wir die Unterstuetzung eines lokalen Vereins hatten, falls es doch Probleme gibt. Wir hatten ueber diesen Verein auch jemanden, der sich bereits im Vorfeld als Pflegestelle anbot, fuer den Fall dass es gar nicht funktioniert.
Am Ende ist alles super. Das einzige, was ich ein bisschen unterschaetzt habe, war die Gesundheit (alle Vorgaengertiere waren eigentlich sehr gesund). Nova ist in der Beziehung leider eine Dauerbaustelle. Aber das ist mir unterm Strich immer noch lieber als Verhaltensprobleme... -
Nur am Rande, aber es ist wieder mal erstaunlich, wieviele Leute zweifelsfrei sehen koennen dass es sich bei diesem oder jenem Hund um einen "reinrassigen Pitbull" handelt...