Beiträge von Regula

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    Er hat auch oft einen hohen Wachtrieb.
    Sein Fell ist leicht zu pflegen, auch ist die Hunderasse robust und nicht so anfällig für Krankheiten.

    Wachtrieb hat grade Nova praktisch null. Bei den meisten Staffordshire Terriern, die ich kenne, ist der Wachtrieb nicht mal ansatzweise so hoch wie z.B. bei Schaeferhunden.
    Max hat ein bisschen mehr, aber der ist "offiziell" (laut Gentest) Am Bulldog x Shar Pei, kann also von einer dieser Rassen kommen.

    Robust ist prinzipiell richtig, aber grade durch die eher schlampige Zucht von Listenhunden haben auch diese ein paar gesundheitliche Baustellen: Hueften (HD), Ellbogen (ED), Knie (Kreuzbandriss), Allergien / Haut koennen oefter mal Probleme machen.

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    Wäre dann ein Staffordshire-Mix etwas für mich bzw. welche Eigenschaften und Charakter bringt ein solcher Hundi mit?

    lg, Steffi


    Du musst Dir bewusst sein, dass in den meisten Bundeslaendern Staffordshire-Terrier und deren Mixe auf der Listen der potentiell gefaehrlichen Hunde stehen. Es gibt von Bundesland zu Bundesland bessere (z.B. Niedersachsen, Saarland) oder schlechtere (z.B. Bayern, Brandenburg) Bedingungen fuer die Haltung von Listenhunden. Meistens heisst das, dass Du als Halter eine Menge extra Auflagen (z.B. Sachkunde, Wesenstest, erhoehte Hundesteuer, Leinen-/Maulkorbpflicht usw) erfuellen musst. Auch im europaeischen Ausland gibt es in einigen Laendern Auflagen (Frankreich, Daenemark, Grossbritannien, Schweiz), was sich auf Urlaubsplaene etc auswirken kann.

    Am besten, Du informierst Dich vorher gut, was da auf Dich zukaeme und ob Du es Dir vom Aufwand und finanziell leisten kannst.

    Keine Ahnung, ob ein Staffordshire Terrier zu Dir passt oder nicht. Ich finde sie toll (habe mich aber, als ich noch in Deutschland gewohnt habe, wegen der Auflagen gegen einen Listenhund entschieden). Generelle Verhaltenseigenschaften sind immer schwierig, weil das so sehr auch vom einzelnen Hund abhaengt, aber oft sind es sportliche Hunde, teilweise auch mit einer gehoerigen Portion Jagdtrieb. Sie sind oft super nett mit Menschen und als Wachhunde wenig zu gebrauchen. Von der Erziehung wohl ein bisschen anspuchsvoller als Rassen, die als sehr einfach gelten, aber mit ein bisschen Arbeit und Erfahrung (oder erfahrener Hilfe) trotzdem ganz gut zu schaffen. Ich finde "stur" immer einen ganz dummen Begriff, aber meine haben ganz sicher ihren eigenen Kopf.
    Was schon mal vorkommen kann ist Unvertraeglichkeit oder Selektivitaet mit anderen Hunden.
    Meine sind gemuetlich im Haus und aktiv draussen, das ist aber sicher auch Erziehungssache.

    Der Hund auf dem Foto sieht ein bisschen aus wie Balljunkies Diego, der ist soviel ich weiss offiziell ein Boxermix.
    Ich finde nicht unbedingt, dass er nach Listenhund aussieht. Kann natuerlich sein, aber viele Mixe koennen so aussehen. Fuer mich kommen da genauso gut Ridgeback, Labrador oder Boxer in Frage.

    Direkt von der Seite der Deutschen Bahn (http://www.bahn.de/p/view/angebot/zusatzticket/hunde.shtml)

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    Unentgeltliche Mitnahme
    Kleine Hunde (bis zur Größe einer Hauskatze) können im Transportbehälter unentgeltlich mitgenommen werden.

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    ein Kind von 6-14 Jahren ohne Begleitung verreist.

    Ist dch eigentlich klar geregelt... ich nehme mal an, Dein Labbi ist groesser als eine Hauskatze - also lieber ueber die netten Schaffner auf der Hinfahrt freuen, als sich ueber die unfreundliche Schaffnerin auf der Rueckfahrt beschweren.

    Ich bin weiss Gott auch kein grosser Fan der Bahn. Ich habe immer fuer meinen Hund bezahlt, aber jede Fahrt war unangenehm. Es war nicht genug Platz fuer den (grossen) Hund und Leute sind ihm auf die Pfoten und auf den Schwanz getreten oder mit dem Rollkoffer druebergefahren. Ich habe mich auch geaergert, wofuer ich denn hier den Kinderpreis bezahle und habe aufgehoert, Bahn zu fahren.
    Bei uns hat es sich gelohnt, fuer die Strecke (Greifswald - Muenchen) stattdessen ein Auto zu mieten (in dem der Hund eigentlich auch nicht haette mitfahren duerfen :) ).

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    Was ist denn mit den 250 tausend Parsons, Ridgebacks und Weimaranern die in der Stadt rumrennen?

    Das hat diesen Rassen ganz bestimmt nicht gutgetan.
    Fuer mich gehoeren auch Hunde wie Deutch Langhaar / Drahthaar / Kurzhaar oder Bracken hauptsaechlich in Jaegerhaende. Es ist zwar restriktiv, aber ich finde es eigentlich gut, dass die Zuchtverbaende fuer Jagdgebrauchshunde drauf achten, dass Hunde nur an Jaeger abgegeben werden. Zu dieser Gruppe zaehlt uebrigens auch der Deutsche Jagdterrier.

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    Ganz ehrlich, ich denke der Hund könnte es schlechter treffen als bei mir^^

    Ohne Frage. Ich will auch wirklich niemandem den Spass am Hund vermiesen.

    Soviel ich weiss sind Patterdale und Fell Terrier prinzipiell die selbe Rasse - nur der Patterdale ist unter amerikanischen Jaegern beliebter geworden.
    Ich glaube nicht, dass ein Patterdale Gefahr laeuft, als Listenhund zu gelten. Ich finde aber auch nicht, dass es eine gute Idee ist, einen Patterdale als Freizeithund zu halten, fuer mich sind das auch strikt Arbeits- und Jagdgebrauchshunde. Es hat schon dem JRT nicht besonders gut getan, als Freizeit- und Reitbegleithund "modern" zu werden.
    Wenn ein Terrier fuer die Jagd "ausgemustert" wird aus irgendwelchen Gruenden, dann versucht man ihm halt, das Leben so schoen wie moeglich zu machen, aber bewusst einen Patterdale anzuschaffen, um dann nicht mit ihm zu jagen finde ich irgendwie sinnbefreit.

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    Pitbulls gelten in Zürich als "potentiell gefährlich" :verzweifelt: die Einfuhr ist verboten. Denke aber die werden dir eine Bewilligung erteilen für die par Tage! Zum Gassi gehen setzt du dich dann einfach ne Stunde ins Auto nach St. Gallen - dort gibt es keine Liste :D

    Es geht leider nicht nur um ein paar Tage, sondern um 2-3 Monate. Sonst wuerde es sich auch gar nicht lohnen, die Hunde mitzunehmen (wir wohnen in Kanada).
    Doof, meine Eltern wohnen in Flurlingen, direkt an der Grenze zu SH. Aber es gelten halt trotzdem zuercher Regeln... :P

    Da wuerde ich auch so schnell wie moeglich Abstand nehmen. Sowohl Wolfshunde als auch Herdenschtzhunde (wie Kuvasz und Owtscharka) gehoeren in erfahrene Haende, und solche Hunde zu kreuzen hat absolut gar keinen Sinn und Zweck. Das ist garantiert auch kein verantwortungsvoller "Zuechter", der diese Welpen produziert hat...
    Im schlimmsten Fall wird das richtig gefaehrlich.
    Bleibt mal lieber beim Boxer.

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    Ich lebe mit Rottweiler Mylo in Zürich, hier gibt es gar keine Auflagen

    Ehrlich??? Das gilt aber nur fuer Rottis, und nicht fuer Hunde vom Pitbull-Typ, oder?
    Ich habe erst kuerzlich wegen meiner Hunde bei einer Gemeinde im Kanton ZH nachgefragt (ueberlege mir, die Hunde moeglicherweise fuer einen Besuch bei meinen Eltern mitzunehmen), und die waren total zickig.

    Ich lebe mit zwei Listenhunden in Kanada.
    Als ich meinen ersten Hund uebernommen habe (2003 in Bayern) habe ich mich bewusst gegen einen Listenhund entschieden, auch gegen einen der bayrischen Liste 2. Die Hysterie war noch frisch, und ich habe damals noch studiert - wusste deshalb nicht, wie es beruflich fuer mich weitergeht, war auf Mietwohnungen angewiesen, und hatte auch nicht unendlich frei verfuegbare finanzielle Mittel. Da war mir ein Listenhund einfach zu riskant.
    Als sich herauskristallisierte, dass ich hierbleibe, habe ich dann aber endlich mit gutem Gewissen die Rassen gewaehlt, die ich schon immer gut fand.
    Wir wohnen im eigenen Haus mit Garten in einem ganz normalen Wohngebiet. Unsere Nachbarn haben drei kleine Kinder und haben keine Probleme mit den Hunden.
    Beschimpft wurden wir noch nie. Es gibt sicher Leute, die meine Hunde doof finden, aber die ignorieren und halt und gehen einfach weiter. Leute mit kleinen Hunden trauen uns manchmal nicht so recht und wechseln die Strassenseite oder nehmen ihre Hunde hoch. Zum Glueck sind meine Hunde sozial vertraeglich, aber ich nehme es den anderen HH ehrlich gesagt auch nicht uebel. Ich weiss jetzt auch nicht, ob ich einen sehr kleinen Hund an zwei grosse ranlassen wuerde.
    Viele Leute sind aufgeschlossen und suchen das Gespraech oder wollen mal streicheln. Das lasse ich auch gerne zu und versuche Fragen so ehrlich wie moeglich zu beantworten. Eigentlich ist das Leben also sehr entspannt hier.

    Probleme gibt's ein bisschen beim Reisen. Ich gebe meine Hunde nicht in Hundepensionen, aber keine der Pensionen/Tagesstaetten hier in der Stadt nimmt Listenhunde. Das Argument ist immer, dass die Hunde frei miteinander laufen und das Risiko zu gross ist bzw dass andere Hundehalter das nicht wollen.
    Einige Staedte in den USA haben ein komplettes Pitbull-Verbot. Das gilt dann auch fuer Besuchshunde und z.B. Hotels. Und ich habe mich letztens damit auseinandergesetzt, wie es waere, die Hunde fuer einen mehrmonatigen Aufenthalt mit zu meinen Eltern nach D/CH mitzunehmen, das gestaltet sich auch eher schwierig - angefangen von Airlines mit Listenhund-Auflagen bis hin zu zickigen Gemeindeverwaltungen.