Beiträge von Bubuka

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    Fuer diese Aussage wuerde ich sehr gerne eine vernuenftige Begruendung lesen, bitte!?

    Das ist keine kritische Frage, sondern blanke Neugier! :smile:

    Wenn jemand seinen Hund an der Schleppleine trainiert, dann sehe ich diese Leute monatelang mit der Schlepp laufen. Solange der Hund an der Schlepp ist, kommt er meistens, wenn man ihn ruft. Ist die Leine ab, ist es mit dem Hören vorbei.

    Ein Hund ist nicht blöd, er weiß, wann er an der Leine ist und wann nicht.

    Ich leine auch fremde Pflegehunde nach wenigen Tagen ab. Noch nie habe ich mit der Schlepp geübt. Ich nehme auch keine Leckerlis mit.

    Wenn ein Hund unsicher ist, dann gehe ich nur in ruhigen Gebieten, wo keine großen Reize sind und fernab von Straßen, aber auf jeden Fall ohne Leine.

    Sobald ich spüre, dass ein Hund mir vertraut, leine ich ihn ab. Ich vertraue dem Hund, dass er nicht blöd ist und mich verlieren will.

    Hunde lernen auch durch Nachahmung, es sind soziale Lebewesen.
    Vertraue dem Hund, dann vertraut er Dir.

    Erstmal würde ich einen Welpen von 12 Wochen noch keinen großartigen Spaziergängen mit vielen fremden Menschen und Hunden aussetzen.

    In dem Alter haben die Hunde noch den "Nesttrieb". Sie würden sich noch gar nicht so weit von ihrem "Bau" entfernen. In dem Alter ist die Flucht bei Unbekanntem noch ein natürlicher Schutzinstinkt, besonders, wenn zum Menschen noch keine Bindung besteht.

    Meine Welpen haben erst mit circa 5 Monaten Spaziergänge kennengelernt.
    Kurze Ausflüge zum Sozialisieren (Fußgängerzone, Straßenverkehr usw.) reichen völlig die ersten Wochen.

    Die ersten Monate bin ich mit den Welpen immer größere Kreise um unser Grundstück gelaufen. Auf Feldwegen, Wiesen sind sie ohne Leine gelaufen. Wenn die Welpen eine gute Bindung haben, dann folgen sie auch, je fremder das Gebiet, umso dichter kleben sie an den Hacken.

    Das Heranrufen habe ich nicht groß geübt. Ein "Hey" oder Händeklatschen hat immer gereicht, damit die Welpen sofort zu mir gestürmt sind oder bei Richtungswechsel sofort wieder in die richtige Richtung gelaufen sind.

    Ein Hund merkt einfach, wenn er an der Leine ist, auch eine lange Leine ändert daran nichts.
    Darum üben die Leute auch monatelang das Abrufen.
    Macht man sich den Folgetrieb zunutze, dann geht das Folgen fast von alleine.
    Ein Welpe will seinen Menschen nicht verlieren.

    Man kann das Folgen ganz einfach durch eine gute Bindung erreichen, die auf Vertrauen basiert. Damit schenkt man sich das ewige Üben an der Schleppleine. Diese unsichtbare Leine (durch die Bindung) hält auch in der Pubertät stand.

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    Ich finde es schade, dass man teilweise so scharf verurteilt wird, obwohl man sich ja gerade Hilfe hier sucht, weil man weiß, dass man vllt nicht alles richtig macht. Trotzdem finde ich, dass es einen Unterschied macht, ob der Welpe mit seinen Zähnen die Welt erkundet (was er hier auch tut und völlig in Ordnung ist) oder ob er teilweise blaue und blutige Stellen in die Beine beißt, was gerade bei jüngeren Kindern wirklich ein Problem sein kann.

    Iboella, ich nehme mal an, dass Du meinen Beitrag meinst.
    Ich habe Dich nicht scharf verurteilt, sondern nur meine Gedanken geäußert.

    Hier kommen täglich bestimmt drei solcher Hilferufe, auch mit dem Hinweis, dass man schon alles versucht hätte, seinem Welpen das Beissen abzugewöhnen, inklusive, den Welpen auf die Seite zu legen.

    Da frage ich mich immer, wieviel man sich informiert hat.
    Wenn man seinen Welpen aus der Hundefamilie abholt, dann sieht man die Kleinen doch miteinander spielen. Da erlebt man, dass Welpen mit den Zähnen spielen, ein völlig natürliches Spielverhalten.

    Wenn man den Welpen aus seiner Familie rausnimmt, mit wem kann der dieses Verhalten dann weiter ausleben? Er hat jetzt überwiegend nur den Menschen.

    Sicher tun spitze Welpenzähne weh. Die Beisshemmung würde der Welpe im Spiel mit den Geschwistern lernen. Dies muss ihm nun der Mensch beibringen.
    Wenn er Dir also in die Beine beisst, dann nimm es ihm nicht krumm. Er kann die Beisshemmung nicht lernen, wenn man jegliches Beissen verbietet.

    Also in diesem Sinne, viel Spaß mit dem Welpen.

    Ich nehme mal an, ihr seid Hundeanfänger, zumindest liest sich das so.

    Ein Hund, der das erste Jahr auf nichts geprägt wurde und an der Kette gelebt hat, gehört nicht in Anfängerhände.

    Der "Tierschutzverein", der euch den Hund vermittelt hat, hat hier ganz klar einen Fehler gemacht. Solch ein Hund gehört erstmal in eine gute Pflegestelle, die ihm die Welt erklärt. Oder man findet direkt sehr erfahrene Leute für den Hund, die ihm ein Zuhause geben.

    Es ist immer sehr kurzsichtig, zu denken, man bräuche nur die richtige Methode, um den Hund zu erziehen. Hunde sind nicht blöd, sie merken, ob jemand ein souveräner Mensch ist, dem sie sich anvertrauen.

    Ich kann nur raten, den Hund zurück zu geben. Es gibt so viele gut erzogene Hunde, die aus irgendwelchen Gründen ihr Zuhause verlieren.

    Tut euch und dem Hund den Gefallen, gebt ihn zurück. Noch ist er jung und kann in erfahrenen Händen das Leben kennenlernen.
    Ihr könnt euch dann nach einem Hund umsehen, der zu euch passt.

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    Ich würde sie bei dieser Panik nicht frei laufen lassen! Kauf dir lieber eine ganz leichte Schleppleine, diese kannst du am Geschirt befestigen. Dadurch kann dein Hund das frei laufen lernen ohne das du angst haben musst, dass sie weglaufen kann. ;)

    Das ist ein weit verbreiteter Irrtum, dass ein Hund an der (Schlepp)leine den Freilauf lernt.

    Ich würde mir wirklich mehr Verständnis für Welpen wünschen.

    Ein Welpe, der im Spiel die Zähne benutzt, benimmt sich völlig normal.
    Es ist nun mal ein Hund. Der Mensch hat ihn von seinen Geschwistern getrennt, mit denen er sonst viel spielen würde.

    Gib ihm Gelegenheit, viel mit anderen Welpen zu spielen.
    Dass Welpen wild spielen, ist auch normal. Es sieht zumindest für den Menschen wild aus.

    Es geht nicht darum, einem Welpen das Beissen abzugewöhnen.
    Informier Dich mal über die Beisshemmung, dazu gibt es hier viele Beiträge.

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    Und wieder falsch, tinka ist Schwanz wedelnd in die Praxis rein zu dem Termin und hat sich tierisch gefreut als der ta sie gestreichelt hat.
    Der Beitrag ist aus dem Zusammenhang gerissen, da war sie 1 Woche da und wegen einer Gebärmutterentzündung! In Behandlung.

    Genau das meine ich. Sie war gerade eine Woche bei Dir, hat ihr Zuhause verloren, hatte keine Bindung, sie war gerade läufig, zusätzlich lief ihr der Urin nur so weg, sie hatte Durchfall, war übergewichtig und untrainiert, dann die Gebärmutterentzündung, die Behandlungen beim Tierarzt, bis die Entzündung weg war. Geimpft wurde sie auch noch. Da hätte man einfach einen Punkt machen können.

    Als sie kastriert wurde, war sie gerade mal 7 Wochen bei Dir.
    Wenn es nach Dir gegangen wäre, wäre sie sogar noch früher kastriert worden.
    Was mutet man einem Hund alles zu?

    Wieviel Auszeit nimmt sich ein Mensch, der von seinem Partner getrennt wird, in eine neue Umgebung und zu fremden Menschen kommt, krank wird......um wieder zu sich selbst zu finden? Das dauert mit Sicherheit länger, als 4-7 Wochen, obwohl der Mensch noch selbst mit entscheiden kann, wo er hingeht. Ein Hund wird einfach verpflanzt.

    Der nächste Hund ist nun 5 oder 6 Wochen bei Dir und es häufen sich Probleme.
    Ich sehe hier kein Einfühlungsvermögen und Verständnis dafür, was für den Hund gut wäre.
    Der Hund soll so sein, wie Du ihn gerne hättest. Am besten wäre es, es gäbe ein paar Schrauben, an denen man drehen könnte, damit der Hund funktioniert.

    Bindung entsteht aber durch Respekt vor dem Lebewesen Hund.
    Ein Hund ist mehr als ein dressiertes Anhängsel.

    Ich wünsche Dir und Deinem Hund, dass Du ihn kennenlernst, mit allem, was ihn ausmacht.
    Der Hund ist nicht bei Dir geboren worden, sondern hat schon ein Leben vor Dir gehabt, auch wenn er noch jung ist.

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    Eine Entgiftung werde ich ansprechen und dann werde ich mich nach einem Kardiologen erkundigen und eine zweite Meinung einholen.

    Sie hat alle paar Tage Durchfall seit ich sie habe, nie viel und auch nicht flüssig, auch nur einmal täglich, dann macht sie wieder ganz normale Häufchen. Sie juckt sich viel in den Ohren, hat starken Haarausfall, Schuppen, frisst sehr viel Gras in letzter Zeit, hat wässrigen Nasenausfluss. Das habe ich alles angesprochen, aber das wäre nicht so schlimm und kann vorkommen.

    Die Entgiftung kannst Du gerne beim Tierarzt ansprechen, aber da wird wahrscheinlich nur Unverständnis kommen, genauso wie zu den aufgezählten Problemen Durchfall, juckende Ohren, Schuppen, Nasenaufluss......

    Diese Dinge würde ich wirklich mit einer guten Tierheilpraktikerin besprechen.