Beiträge von Bubuka

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    Ein derart spezialisierter Hund muss besonders reizempfindlich und besonders ausdauernd in seinem Verhalten sein, sonst ist er nicht mehr für den Arbeitsgebrauch geeignet. Das spielt (wie bei allen anderen Hunden deren Nutzungsbereich auch) eine Rolle in der Alltagserziehung - man muss Situationen mit vielen Reizen (besonders Bewegungsreizen) bei denen vorsichtiger und intensiver üben als mit dem Otto-Normal-Labrador. Das ist nun mal an die Nutzung der Hunde gebunden und man sollte sich eben einen solchen Hund nicht anschaffen, wenn man das nicht leisten möchte.

    Ich bin auch der Ansicht, dass ein Arbeitshund besondere Anforderungen stellt.
    Für Hundeanfänger sind diese Hunde m. E. ungeeignet.

    Obwohl ich nachvollziehen kann, dass man einen Arbeitshund mit Reizen überfluten kann:
    Hier geht es um Spiel und Bewegung eines Welpen.

    Ich zitiere mal Deinen Beitrag aus dem Thema: Wieviel Bewegung für Junghund:

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    Wirklich weniger.
    2 Spaziergänge zu je ca. 20 Minuten ohne zusätzliches Training.
    Zudem spiele ich mit meinen Welpen nicht.
    Wenn ich zur Umweltgewöhnung an einem aufregenden Ort war, gab es den Tag danach manchmal gar keine Spaziergang, sondern einen Schlaftag...

    Wenn man Haltern von Hütehunden immer empfiehlt, diese möglichst ständig ruhig zu halten, wie lernt dann ein Welpe seine Umwelt, die Natur kennen?

    Ich frage mich auch ernsthaft, wie solch ein Hund jemals Schafe hüten soll?
    Da sind doch Schnelligkeit, Ausdauer, Geschicklichkeit, Körperwahrnehmung erforderlich. Wann und wie erlangen die Hunde diese Fähigkeiten? Doch nicht in der Box?

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    heute allerdings bin ich gleich mit ihm zum tierarzt Gefahren dort wurde epilepsie festgestellt , kennt ihr ein hundefutter was dafür gut geeignet ist ?

    Bisher bekommt er frolic sein lieblingsfrass :D
    Aber auch Royal canin nur dies frisst er

    Wie hat der Tierarzt Epilepsie festgestellt? Dafür sind eine Menge Untersuchungen notwendig.
    Im Ausschlußverfahren kann man dann letztendlich sagen, dass es Epilepsie ist.

    Ein Hundefutter kann Epilepsie nicht heilen.
    Frolic und Royal Canin ist Schneckenfrass, das sollte man seinem Hund nicht geben.

    Nach nur 3 Anfällen in Abständen, gibt man eigentlich noch keine Medikamente.

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    Hallo alle,
    ich habe geschrieben, daß ich leichtere Erkrankungen meiner Hunde homöop. behandelt habe; sprich humpeln, Magen- Darmkatarrhe usw.
    Ich würde niemals so eine schwere Erkrankung wie Morb. Add. ausschließlich homöop. behandeln, höchstens unterstützend.

    Das hat aber auch niemand behauptet oder empfohlen.
    Es ging darum, zusätzlich zu der Cortisontherapie etwas zu geben.

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    Das finde ich mal einen sinnvollen Ansatz. Mehr darüber nachdenken wie die Misere gar nicht entsteht, anstatt darüber zu grübeln was zu tun ist, wenn das Kind (scheinbar) permanent im Brunnen liegt.

    Was verstehst Du denn unter "Misere"?
    Der Welpe verhält sich in meinen Augen völlig welpentypisch.

    Ich sehe hier kein Kind, welches im Brunnen liegt.

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    Einen Border Collie bekommt man (anscheinend) nur mit dem dazu passendem Tool: die BOX.
    Ein "Allheilmittel" und niemand stellt sich die Frage, warum man sich einen Hund kauft, der normale Reize nicht vertragen kann....
    Es wird weiter "die Box" beworben.
    Und ich kenne so viele BC Halter, wo die Hunde ewig in der Box sitzen. Die Hunde lernen nicht, alleine zu bleiben, die Hunde knabbern alles an...Aber es gibt ja "die BOX"...
    Und BCs "drehen ja hoch" "ist ja normal". NEIN! ist es nicht.

    Die BOX ist ein Käfig. Ein KLEINER Käfig!

    Liv, super Beitrag :gut:
    Ich hatte zwar noch keinen Bordercollie, aber frage mich auch, warum ein BC-Welpe nach einem Spiel oder normaler Bewegung nicht mehr "runter kommen" sollte.

    Wenn die Aussagen tatsächlich stimmen sollten, dann züchtet man eine Rasse, die psychisch krank ist. Das wäre für mich Qualzucht.

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    Vielleicht wäre es sinnvoller dem TE (der hier wohl seinen ersten Welpen hat, oder) zu helfen und ihm versuchen zu erklären wieviel aufgedrehtheit völlig normal ist

    Ich versuche das ja mit meinen Ausführungen.
    Mehrfach habe ich versucht, ihm klarzumachen, dass sein Welpe sich normal verhält.

    Leider scheint es hier ja (überwiegend) üblich zu sein, einen Welpen bis zum Erwachsenwerden in eine Box zu stecken.

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    Ah, das ist gut zu wissen :)

    Wie lange durfte der Hund denn in der Box runterkommen und wie lange war er so im Schnitt drin?

    Du pickst Dir genau das raus, was Du lesen möchtest, nicht wahr?

    Einmal etwas Grundsätzliches zu den Bordercolliefachleuten:

    Sie haben sicher Recht damit, dass man einen Bordercollie nicht überfordern sollte.
    Trotzdem halte ich die Empfehlungen des Einsperrens und "zur Ruhe zwingen" für übertrieben.

    Ein Welpe ist genetisch vorgeprägt.
    So "weiss" ein neugeborener, blinder Welpe, dass er sich im Kreis bewegen muss, damit er im Nest bleibt, kommt er doch einmal etwas weiter weg, schreit der Welpe. Dies veranlasst die Mutter, ihn wieder ins Nest zu holen. Auch der Folgetrieb ist angeboren und wichtig für das Überleben.

    Welpen verhalten sich so, wie es für ein Überleben und die Entwicklung wichtig ist.
    Weitere genetische Verhaltensweisen sind der Bewegungsdrang und die Neugier.
    Diese Verhaltensweisen machen es möglich, dass ein Welpe lernt, sich in der Umwelt zurecht zu finden, mit Artgenossen umzugehen, den eigenen Körper kennenzulernen.

    Glaubst Du im Ernst, dass es hilfreich für die Entwicklung ist, wenn ein Welpe, sobald er zum Menschen zieht, diese Verhaltensweisen nicht mehr ausleben darf?

    Hätte ein Welpe nicht die Neugier und den Bewegungsdrang, dann würde er mit 7 Monaten oder einem Jahr immer noch im Nest sitzen und nichts kennengelernt haben.

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    Und dreijährige Kinder sollten ab und zu auch mal ruhig irgendwo sitzen lernen, die können sich auch nicht überall ausleben. Auch wenn manche Eltern meinen das praktizieren zu müssen.....

    Da, wo es Sinn macht, z. B. beim Essen, beim Autofahren.

    Oder übst Du mit Deinen Kindern explizit das "Stillsitzen", weil Du glaubst, dass sie sonst noch als Erwachsene wild herumlaufen? :lol: :lol:

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    Wenn er ruhig ist, nach dem er aus der Box gekommen ist, reicht das "Aus" oder "Pfui".
    Er soll ja auch das Haus erkunden, aber er soll hier nicht toben. Ich habe ja geschrieben das dass "Nein" in seinem Tobemodus nicht ankommt.

    Das ist genauso, als würdest Du ein dreijähriges Kind auf die Schulbank setzen und verlangen, dass es still sitzt.

    Du hast einen Welpen, die sind einfach lebhaft.

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    Er darf ja draußen ein bisschen "durchdrehen" aber nicht im Haus.
    Im Haus soll er nicht durchdrehen. Ich biete ihm ja an draußen mit mir zu spielen. Das macht er ja. Zu viel soll man auch nicht mit dem Border Collie draußen machen. Das kommt alles erst später wenn er gelernt hat ruhig zu sein und zu werden. Leider bin ich hilflos wie ich es mache.

    Es mag vielleicht süß sein wenn er Schuhe kaut, aber was sage ich denn in einem Jahr? Wenn ich dem Hund erlaube hier alles im Haus anzuknabbern, wie erkläre ich es ihm in einem Jahr das er das plötzlich nicht mehr darf?

    Was Du "durchdrehen" nennst, ist normales Welpenverhalten. Wie ich in meinem ersten Beitrag schon geschrieben habe, hat die Natur das so geplant. Spielen und Bewegung hat einen Sinn. Der Welpe lernt sich, die Welt, seinen Körper auf diese Weise kennen.

    Im Haus werden Schuhe und alles mögliche weggeräumt. Gib ihm ungiftige Zweige oder ähnliches, was er zerpflücken kann.

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    Zu viel soll man auch nicht mit dem Border Collie draußen machen. Das kommt alles erst später wenn er gelernt hat ruhig zu sein

    Sicher muss man aufpassen, dass man einen Arbeitshund nicht mit Reizen und Anforderungen überflutet.
    Aber auch ein Border Collie Welpe muss sich bewegen können und die Welt entdecken.

    Bei Kindern, die sich wenig bewegen und nur vor der Glotze sitzen, sind Haltungsschäden vorprogrammiert, das ist bekannt.

    Bei Welpen ist das nichts anderes.