Beiträge von Bubuka

    Nochmal zu den Mammatumoren etwas.
    Nach Aussage etlicher Studien sind Mammatumore zu circa 85 % gutartig.

    Das ist auch meine Erfahrung mit vielen Hündinnen (eigenen und auch Tierschutzhunden).
    Die 15 % der bösartigen Tumore sind auch nur zu einem kleinen Prozentsatz hormonabhängig entstanden.

    Ob eine Hündin einen bösartigen Tumor bekommt, hängt in erster Linie von anderen Faktoren ab, nämlich der Haltung, der Ernährung, davon, wieviel Chemie in den Hund kommt.

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    Meine TÄ sprach mich schon drauf an, dass der Zyklus zu kurz sei und sie eine Kastration befürworten würde.

    Ist das eurer Meinung nach wirklich ein Grund zu kastrieren? In welchen Abständen werden eure Hündinnen läufig?
    Ich wäre sehr dankbar für einen Erfahrungsaustausch.

    Die Kastration ist für Tierärzte einfach eine gute Einnahmequelle. Anders kann man diese ewigen Ratschläge zur Kastration wegen Nichtigkeiten, nicht deuten.

    Ob die Hündin alle 4, 6 oder 8 Monate läufig wird, ist völlig individuell und alles im normalen Rahmen. Ich hatte eine Hündin, die 16 Jahre alt geworden ist und die letzten Jahre nur noch einmal im Jahr läufig wurde. Sie hatte keine gesundheitlichen Probleme.

    Meine jüngste Hündin ist mit 1,5 Jahren das erste Mal läufig geworden.
    Sie hat die Läufigkeit meiner ältesten Hündin scheinbar abgewartet.
    Das war mein Gefühl und sie ist tatsächlich einige Wochen nach der älteren Hündin auch läufig geworden.

    Es können also viele Faktoren zusammenspielen. Es gibt auch Hündinnen, die durch einen Ortswechsel (Urlaub) außer der Reihe läufig werden.

    Da Deine Hündin noch recht jung ist, ist es möglich, dass sich die Abstände im Laufe der Zeit noch vergrößern.

    PS: Zysten in den Eierstöcken verschwinden in der Regel von alleine wieder.
    Eine Gebärmuttervereiterung hängt m. E. nicht mit den Abständen zwischen den Läufigkeiten zusammen.
    Ich halte seit 40 Jahre immer mehrere Hündinnen und hatte noch nie!! eine Hündin mit Gebärmuttervereiterung.

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    Du hast noch nicht erlebt dass ein Hund mit Entzündungen im Urogenitaltrakt attraktiv riecht für Rüden? Dann beobachte mal besser, es ist gar nicht selten, und wie schon gesagt meistens der Grund für beharrliche Aufreiterei. Meine Rhian hatte damals mit ihrer Vaginitis auch immer alle Rüden am Hintern kleben....

    Honig: beim bestiegenen Tier - die Entzündung bidet offenbar attraktiv riechende Stoffe.

    Ich habe viele Möglichkeiten, dies zu beobachten, durch viele Pflegehunde, die gesundheitliche Probleme mitbringen.

    Dass Hunde mit einer Entzündung anders riechen und von allen Hunden entsprechend viel beschnüffelt werden, ja, das kenne ich.

    Aber kein Aufreiten.
    Meinen Rüden (und auch andere Rüden) kann ich bis zur Standhitze mit einer läufigen Hündin zusammen lassen. Er macht nicht einen Versuch aufzureiten, nur weil die Hündin Blutstropfen verliert.
    Er kann am Geruch/Geschmack sehr genau unterscheiden, ab wann die Standhitze beginnt.

    Was heisst denn, er muss raus?

    Weisst Du, ob er wirklich pinkeln muss oder vielleicht auch einfach nach draussen will, weil er Lust hat, etwas zu unternehmen?

    Wenn Du meinst, er muss zuviel pinkeln, kannst Du mal Urin auffangen und zum Tierarzt bringen. Kann natürlich einfach eine Blaseninfektion sein.

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    Habt ihr schon erfahrungen mit cehm.Kastration ?
    Sind eure Hunde kastriert
    Wenn ja mit wie viel Monaten oder Jahren habt ihr es gemacht
    Wenn nein sind sie sehr an leufigen Hündinen interessiert leiden sie darunter :/

    Eine chemische Kastration hat genauso Auswirkungen, wie die Kastration mit dem Messer.
    Man nimmt dem Hund die Hormone, welche er braucht, um erwachsen und selbstbewusst zu werden.

    Laut Tierschutzgesetz ist eine Kastration verboten ohne vernünftigen Grund.
    Die Meinung irgendwelcher Nachbarn fällt ganz sicher nicht unter: Vernünftiger Grund.

    Jeder Rüde geht anders mit läufigen Hündinnen um. Warte doch erstmal ab, wie sich Dein Hund entwickelt.
    Selbst wenn er mal nicht fressen sollte, weil er Liebeskummer wegen einer läufigen Hündin hat, kann man sich homöopathische Mittel von einer Tierheilpraktikerin geben lassen, die dieses kleine Problem aus der Welt schaffen.

    Das Hormon Testosteron hat viele Aufgaben im Körper. Es ist nicht alleine für die Fortpflanzung zuständig. Darum sollte man sehr vorsichtig sein und nicht kastrieren, wenn kein Grund vorliegt.

    Ich kommentiere mal Deine einzelnen Aussagen in fetter Schrift.

    Euer Problem lässt sich sehr gut zusammen fassen.

    Du hast wenig Verständnis für Deinen Junghund. Das ist nicht böse gemeint, sondern man liest es aus jeder Zeile. Die meisten Probleme, die Du schilderst, kannst Du unter Spielaufforderung einordnen.

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    Laufen ohne Leine hat sie ca. 2 Mal am Tag für ca 15-20 Minuten.
    Artgenossen treffen wir täglich, alle 2-3 Tage könnte sie im Park mit deneb auch spielen wenn sie denn Lust hätte...

    Das ist viel zu wenig an Bewegung für einen Hund von 5 Monaten.
    In diesem Alter würden Hunde viele Stunden am Tag mit Artgenossen toben und die Welt entdecken, wenn sie die Gelegenheit dazu haben.

    Dieses Bedürfnis nach Spiel und Bewegung muss in erster Linie befriedigt werden.
    Dann hast Du auch einen ruhigeren Hund.

    Das Alleinebleiben kann man erst trainieren, wenn eine gute Bindung da ist.

    Die Kleine ist einfach unsicher, sie ist neu bei euch, kennt alles noch nicht.

    Ein unsicherer Hund kann sich nur dort lösen, wo er sich sicher fühlt, das ist im Moment euer Gäste-WC.

    Sie wird sich irgendwann draussen lösen, sobald sie sich eingewöhnt hat.
    Ihr solltet auch auf keinen Fall schimpfen, wenn sie drinnen ihr Geschäft erledigt.

    Kann sie im Garten ohne Leine laufen? Dann wird es im Garten bald klappen mit dem Lösen.

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    Heute sind wir auf zwei Hunde getroffen, die völlig entspannt waren. Die Besitzerin wollte, dass ich Grete von der Leine lasse. Grete schießt auf die beiden Hunde zu, fängt sofort Streit an, zwickt beide in die Seite und haut dann ab. Sie steht in zwanzig Meter Entfernung. Dort beobachtet sie die Szene mit Darko (unserem zweiten Hund) und den beiden anderen Hunden. Sie kommt zurück, ist zwar immer noch angespannt, beginnt aber mit den üblichen Ritualen Kontakt zu den beiden anderen Hunden aufzunehmen. Die Situation ist plötzlich völlig entspannt.

    Genau damit kann man das üben. Wenn Du gut sozialisierte Hunde kennst, dann lass erstmal Darko Kontakt aufnehmen, dann kann sie sich viel abschauen. Dann leinst Du sie ab.

    Das anfängliche Zwicken muss gar nicht bösartig sein. Sie hält sich damit wahrscheinlich die anderen Hunde erstmal auf Distanz.

    Den Umgang mit anderen Hunden lernt sie nur durch andere Hunde.

    Wenn sie sogar gerne in einer großen Gruppe von Hunden spielt, braucht sie wahrscheinlich gar nicht viele Nachhilfestunden in gutem Benehmen.

    PS: An der Leine läuft das doch? Sie muss an der Leine keinen Kontakt zu anderen Hunden haben.