Zuerst fing es mit fast permanenten Fiepen an.
Ich ignorierte es zuerst, da es für mich nach Aufmerksamkeit aussah.
Das Fiepen ist ein Zeichen von Langeweile und Spielaufforderung.
Frech wie sie ist, kniff sie dem TA in die Hand und war wie immer sehr ausgeflippt.
TA stellte nichts fest, also doch Aufmerksamkeit.
Ebenso Spielaufforderung.
Kairi begann so nach und nach, mir auf Schritt und Tritt zu folgen.
Sogar wenn ich aufs Klo gehe, hing sie schnüffelnd und winselnd an der Tür... Das Bad ist aber nicht groß genug dass sie da auch noch mit rein kann....
Sie versucht, eine Bindung zu Dir aufzubauen.
Als ich die Wäsche im Wäschekorb aufhängen wollte und mit voll beladenen Korb ins andere Zimmer wollte flog ich über meinen ''Schatten'' ihr passierte nichts... ich stoß mir fies den großen Zeh... ne schöne Prellung.
Ich fing an, sie regelmäßig auf ihren Platz zu schicken.
Dies kommentierte sie mit Dauer-Fiepen...
Sie versteht nicht, warum sie in ihrer Bewegung eingeschränkt wird.
Sie versuchte nachdem sie kurz (1 Sek) auf ihren Platz war wieder raus zu gehen, ich schickte sie wieder hin, sie stand vor ihrem Platz, Rute starr nach oben gerichtet und schnappen in die Luft....
Sie versteht Dich nicht. Sie ist nicht müde und wird in ihrer Bewegung eingeschränkt.
Wenn ich dann aufstehe, schreit sie wie am Spieß (als ob sie starke Schmerzen hätte) und rennt auf ihren Platz, wo sie artig liegen bleibt. Meistens pinkelt sie vorher.
Ich habe sie NIE schroff angefasst oder geschlagen!!!
Sie versucht, Dich zu beschwichtigen, ihr fehlt das Vertrauen.
So schreit sie auch, wenn ich ihr das Kommando sitz gebe, sie nicht hört und ich ihr den Po runter drück (sehr zart natürlich). Also wieder zum TA, nicht dass ihr da doch was weh tut. Wieder nichts.
Ebenso mangelndes Vertrauen.
Gerne versucht sie auch zu schappen wenn ich sie beim Kommando sitz am Po berühre.
Beim Bürsten, Spielen oder Schmusen kann ich sie ohne Probleme überall berühren.
Andere Hunde will sie von mir fern halten, sie bellt, knurrt und stellt das Nackenfell auf.
Wenn ich trotzdem einen anderen Hund anfasse und sie steht direkt an meinem Bein jagt sie den fremden Hund davon.
Sie will die Hunde nicht von Dir fernhalten, sondern ist unsicher. Sie sollte regelmässig Kontakt mit Hunden haben, die sie kennenlernen kann.
Ich darf die Wohnung nicht verlassen.... anfangs war das kein Problem. Von Anfang an wurde das alleine sein trainiert. 5 Minuten traute ich mich die Wohnung zu verlassen ohne dass ein Theater gemacht wurde.
Seit 4 Wochen fängt das Fiepen, schreien und bellen an, sobald ich die Wohnungstür schließe.
Mangelnde Bindung und Vertrauen.
Seit 4 Wochen mache ich nichts anderes wie mehrmals am Tag (ich bin krank geschrieben und habe deswegen so viel Zeit
, suche aber in Fürth eine Arbet wo ich gerne den Hund dann mit nehmen kann
) Schuhe an, Schlüssel, zur Wohnung raus, Tür zu, Tür auf und wieder rein.
Das kannst Du Dir noch sparen.
Dabei wird Kairi komplett ignoriert, ich schaue sie nicht an.
Sie aber mich... ich stehe die meiste Zeit unter Beobachtung. Man kann dann sehr gut sehen, sobald ich aufstehe wie sich ihr ganzer Körper strafft.
Wenn wir draußen sind und gemeinsam Leckerlis suchen (die in einem Baum stecken) hält Kairi oft inne und sieht sich um. Normalerweise wird alles ausgeblendet wenn es ums fressen geht.
An ihren Napf kann ich während sie frisst jederzeit hin.
Was anderes ist es, wenn ich selber esse, das wird versucht sehr dreist zu klauen.
Beispiel dazu:
Ich sitze am Sofa und esse einen Apfel... Kairi rennt rum, nimmt Anlauf, rennt auf mich zu, springt auf meinen Schoß, beißt in meinen Apfel und verschwindet wieder....
Spielaufforderung - Abjagen von Beute, ein beliebtes Spiel unter Hunden.
Ich mache mit ihr in unregelmäßigen Abständen Übungen in der Wohnung und auch draußen. Wenn ich Leckerlis in der Hand habe, versucht sie mit beißen (und das sehr heftig) an die Leckerlis in meiner Hand zu kommen. Sobald sie beißt, sage ich Aua und beende die Übung. Das passt ihr nicht und wird mit schnappen in die Luft sowie knurren und bellen kommentiert.
Nach ner Weile versuche ich es erneut. Spätestens bei der dritten Wiederholung klappt dann ein wenig Übung.
Die Übungen gehen ca. 2 Minuten, dann ist Ende da ich merke dass es ihr sonst zu viel wird.
Das passt ihr aber auch nicht, dann kneift sie mir in die Wade oder in die Arme...
Und jetzt das Beste:
Bei meinem Mann, bzw wenn sie mit meinem Mann alleine ist, bestehen keinerlei Probleme.
Er kann die Wohnung verlassen oder auch in der Wohnung alleine irgendwo hin gehen.
Wenn ich gehe macht sie ca 30 Min Dauerfiep-Konzert. Wenn er dann geht ist sie ruhig.
Gehe ich alleine und er ist ebenfalls weg, wird aus dem Fiepen ein Jaulen/Schreien.
Was ist unser Problem?
Kontrolle?
Dominanz?
Trennungsangst?
Mangelnde Bindung, mangelnde Auslastung, mangelndes Vertrauen.
Grüße Kairi und Frauchen