Beiträge von Eyris

    Wegen der Schilddrüse - schau mal unter diesem Link.
    Da wird die SD-Unterfunktion gut erklärt.
    Typische Symptome gibt es nicht - der gesamte Organismus ist davon betroffen.
    Aber übersteigerte Ängstlichkeit kann ein Symptom sein.
    Ist auch kein Weltuntergang, wenn es das sein sollte. Lässt sich hervorragend behandeln, indem man halt täglich Tabletten gibt. Die sind nicht mal teuer (zumindest kostet meine 3-monats packung sd-tabletten ca. 15 euro. denke für nen hund wirds nicht teurer werden. :D).

    Auf den geringsten Verdacht würde ich die Schilddrüsenwerte testen lassen.
    In dem geschilderten Fall eh, weil sich nichts am Verhalten geändert hat, obwohl er ja nun die typischen Geräusche und Gegenstände der Wohnungshaltung kennen sollte.

    Zitat

    Wie das leben davor war wissen wir nicht, es wurde angedeutet das der vorherige besi wohl ein Alkohol Problem hatte.

    Vielleicht hat der Vorbesitzer im Rausch mal wild die Gegenstände durch die Wohnung geworfen und der Hund hat nun darum solche Angst vor zB. Kartons.
    Und gerade bei der Angst vorm Besen würde ich an Misshandlung denken. :|
    Aber man weiß es ja nicht.

    Meine Idee mit dem schön clickern war auch eher, dass der Hund ein paar Erfolgserlebnisse hat und mehr Selbstvertrauen gewinnt.
    Ist jetzt auch mehr ein persönlicher Erfahrungswert mit meiner Hündin, mit der es auf die Art gut funktioniert hat.
    Aber da der Klick an sich auch ein relativ lautes und erstmal fremdes Geräusch ist... .
    Bringt ja nun nichts, wenn der Hund nach dem ersten Klick für die nächsten drei Tage nicht mehr gesehen ward quasi. Klingt ja wirklich schlimm.

    Zitat

    im TH lebte er draussen, direkt neben einer Bahnlinie mit einem anderen Hund im Zwinger. Er zerbiss wohl dort seine Körbchen und hat sich sehr an dem anderen Hund orientiert was bellen etc angeht...

    Ist denn bekannt wie der Hund bei seinem ehemaligen Herrchen gelebt hat?
    Vielleicht wurde er als Welpe/Junghund gar nicht in der Wohnung gehalten, ist das möglich?
    Anders kann ich mir eine derartige Entfremdung gegenüber so normalen Dingen fast nicht erklären.

    Hat sich in dem Jahr jetzt etwas an seiner Schreckhaftigkeit verbessert?
    Oder ist es vielleicht sogar schlimmer geworden?
    Bei so extremer Schreckhaftigkeit fällt mir noch eine Schilddrüsenunterfunktion ein.
    Würde ich zur Sicherheit mal im Blutbild bestimmen lassen.

    Es klingt ja so, als hätte der Hund mehr Bindung zum Frauchen.
    Ist ja schon mal super, dass der Hund sich anscheinend an ihr orientiert, indem er dann zu ihr kommt.
    Klingt aber so, als bräuchte sie vielleicht mal eine Stunde beim Hundetrainer, der ihr im Umgang mit Hund ein paar professionelle Tipps geben kann. Aus der Ferne Tipps geben ist eh immer schwierig.

    Wie lange haben sie ihn? Hat er sich schon eingewöhnt im neuen Umfeld?
    Und wo kommt er her, wie wurde er vorher gehalten?

    Ich würde ja sagen, die Gelassenheit gegenüber so Alltagsgegenständen (karton, besen, tüten, plastikflaschen) sollte mit der Zeit von alleine kommen.

    Schön clickern fällt mir da noch als Möglichkeit ein.
    Jeder ruhige Blick zum z.B. Karton wird belohnt, dann nach ein paar Wiederholungen den Karton mal ein winziges Stück bewegen - Hund bleibt ruhig - Click und Belohnung. Und das immer weiter ausbauen.
    Nur lieber schon nach ein paar Erfolgserlebnissen aufhören und am nächsten Tag weiter machen.
    Dafür muss der Hund natürlich vorher auf den Clicker konditioniert werden.
    Und es macht auch nur Sinn, wenn man das mit dem Hund irgendwann ein wenig generalisiert (also auch draußen clicker dabei haben), damit man Geräusche oder Dinge, bei denen er fremdelt, gleich positiv besetzen kann.

    Mittlerweile ist etwas über ein halbes Jahr um, meine Hündin ist knapp 10 Monate alt und soweit, dass ich die alltäglichen Besorgungen und Unternehmungen auch mal ohne - oder auch mit ihr machen kann.
    Ich würde auch sagen, etwa 6 Monate kann man einplanen.
    Zumindest steht bis dahin das Grundgerüst der Erziehung. :smile:

    Dem Besuch in einer Bar steht natürlich auch mit Welpen nichts entgegen, finde ich jedenfalls.
    Aber länger als 1-max.2 Stunden würde ich anfangs nicht einplanen, um ihn an die Situation zu gewöhnen.

    Auch auf den Basketball Platz kannst du ihn schon mit nehmen. Nur halt zeitlich stark begrenzt.
    Er soll sich ja schon an dein Lebensumfeld gewöhnen, damit er es später gelassen akzeptiert (hier: herum rennende leute mit ball und körperkontakt. ist aus hundesicht schon nicht ganz einfach.).

    Auf solche Dinge wie Kinofilme mit Überlänge verzichte ich auch heute noch.
    Aber das ist ja nicht für immer.
    Und ich habe diese Einschränkungen gerne in Kauf genommen.

    Seit dem 1.12. bin ich 5 Jahre Nichtraucherin und gehe seither allen Rauchern damit auf den Keks, dass sie mich bitte nicht anqualmen. :D

    Aber über jemanden, der draußen vor mir läuft und dabei raucht, würde ich mich im Leben nie aufregen.
    Das ist schon etwas unverschämt.

    Gestern.

    Auf dem Rückweg vom Feld nach Hause sehe ich in einiger Entfernung einen Dobermann-Rotti Mix unangeleint laufen. Hinter ihm war in einiger Entfernung niemand zu sehen.
    Dobermann bleibt stehen und fixiert meine 10 Monate alte 1,5kg Chihuahua Hündin. Meine Hündin hat ihn auch erspäht, bleibt wie angewurzelt stehen und schiebt mal wieder still Panik.

    Da höre ich wie jemand pfeift, den Hund auf Entfernung absitzen lässt und um die Ecke kommt ein junges Mädchen (16-18 jahre alt vielleicht), leint den Dobermann an und geht sogar mit ihm an die Seite, damit wir in aller Seelenruhe vorbei laufen können.

    Während dieser unglaublichen Begebenheit müssen mir fast die Glotzkügelchen ausm Kopf gefallen sein. :lol:
    Ich meine - die hat den Hund absitzen lassen, noch bevor sie uns überhaupt gesehen hat. :gut:

    Voll toll.

    Ich habe mich sehr lieb bei ihr bedankt und erwähnt, dass meine Hündin extreme Angst vor großen Hunden hat.
    Was kommt als Antwort? "Ja, das ist doch auch verständlich!"

    Wow. :smile: