Beiträge von dagmarjung

    Kent ihr den Gratis-Comic-Tag?

    Für die, die davon noch nichts gehört haben:

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    Jedes Jahr an einem Samstag im Mai geben Comicläden und -Verlage Comics umsonst ab. Aus etwa 30 speziell herausgegebenen Comics kann man sich eine Anzahl aussuchen. In Hannover beteiligen sich zwei Geschäfte, bei jeweils 5 Heften sind das zusammen 10, und so kommt schon eine schöne Sammlung zusammen.

    Das Schöne daran ist, daß man so auf Comics stößt, die man normalerweise nicht unbedingt in Betracht ziehen würde. Sich einfach mal überraschen lassen. Mal reinlesen in Comics, die einen thematisch oder zeichnerisch reizen, die aber keineswegs auf der eigenen Einkaufsliste stehen. Und dann im besten Fall positive Überraschungen erleben - oder im schlechtesten Fall froh sein, daß man für dieses Heft kein Geld ausgegeben hat.

    Ich liebe den Gratis-Comic-Tag und überlege schon Wochen vorher, welche Comics ich mir aussuche. :cuinlove:

    Was waren denn dieses Jahr eure Tops und Flops? Was hat euch gefallen und warum?

    Seid ihr durch den GCT schon auf Serien gstoßen, die ihr jetzt selber sammelt und wenn ja, welche?

    ich fang mal an... ganz subjektiv... von hinten nach vorn (Alles von 2019)

    Das Heftchenformat gibt manchen Geschichten nicht genug Seiten, um so richtig in Gang zu kommen. Besonders Mangaserien brauchen oft länger, um sich zu entwickeln. Das traf in diesem Jahr auf ExArm und Folge den Wolken zu.

    Von Endzeit hatte ich von Anfang an nicht so viel erwartet, die positive Überraschung blieb dann leider auch aus. Sie hätte für mich gewiß nicht im Modethema Zombies gelegen, auch nicht im Artwork sondern eher im Lokalkolorit und einer hoffentlich orginellen Geschichte. Die fiel aber in der Heftform extrem kurz aus.

    Das Goldene Zeitalter gefiel mir vom Titelbild her außerordentlich gut, im Heft selbst fand ich das sehr stilisierte Artwork dann doch eher gekünstelt, zumal die Geschichte - enterbte Thronfolgerin versucht, ihr Recht und Reich wiederzugewinnen - jetzt nicht soo orginell ist, soweit man das nach dem ersten, allerdings langen Kapitel sagen kann.

    Cells at Work: die Abenteuer zweier Blutkörperchen im menschlichen Körper im Mangastyle. Nett. Einfach nett. Muß ich jetzt nicht 287 Folgen von lesen, aber dieses GCT-Heft macht schon Spaß.

    Hilda und die Vogelparade ist nicht das erste Hilda-Heft im Rahmen des GCT, und seither bin ich Hilda Fan. Poetisch, skurril, orginell und herzerwärmend.

    Creepy Past- bunt, phantastisch, locker und ausdrucksvoll gezeichnet, vielversprechender Anfang. Werde ich definitiv im Auge behalten.

    In tiefen Wäldern Träumen lauschen - mein Überraschungsei dieses Jahr. Der Schmachtbubi und dazu noch dieser Titel - ich dachte, das wird bestimmt gnadenlos kitschig, aber am herausragenden Artwork konnte ich dennoch nicht vorbeigehen.

    Positive Überraschung - die Geschichte überzeugt, unter anderem durch Humor, und macht Lust auf mehr. Und das Artwork ist wunderschön.

    Broceliande und Krieg der Knirpse - standen ganz oben auf meiner Liste und nach dem Motto "das Beste zuletzt" habe ich sie noch nicht bzw noch nicht fertig gelesen. Zeichnerisch natürlich beide toll.

    - und eure Gratis-Comic-Tag-Highlights?

    Dagmar & Cara

    Ich wollte einfach was gutes tun und einen Hund mit dem ich gemeinsam Spaß haben kann und der mir Freude bereitet und nicht ständig Sorge und Kummer.


    Sie ist auch draußen sehr ängstlich. Autos, andere Menschen, Mülleimer, Laternen, vor allem erschreckt sie sich! Leinenführigkeit klappt natürlich auch null, sie zieht und zerrt wie eine Wahnsinnige und auch wenn ich stehen bleibe zieht sie endlos weiter. Aber immerhin pinkelt sie draußen nicht wenn ich ihr etwas verbieten möchte.

    Wenn du einen gechillten Begleithund haben möchtest, den du überall mitmehmen kannst und der jeden Blödsinn mitmacht, dann gib deine Hündin an die Orga zurück.

    Wenn du dagegen bereit bist, dich und deine Bedürfnisse zurückzunehmen, dein Leben umzustellen, vom Hund nichts zu erwarten und viel Geduld, Arbeit und auch einiges an Geld in das Projekt zu stecken - dann kannst du es angehen. Wobei auch deine Wohnumgebung eine Rolle spielt. Angsthund und Stadt geht nicht immer gut.

    Ich sehe das nicht als eine moralische Frage, sondern es geht schlicht darum, was du leisten kannst und willst. Ich selbst habe auch einen pflegeleichten Begleithund, weil der nun mal in mein Leben passt.

    Dagmar & Cara

    Anhand der geschilderten Vorgeschichte ist überhaupt nicht sicher, ob die Hündin wirklich auf der Straße geboren wurde oder in Menschenobhut und irgendwann ausgesetzt wurde und dann eine längere oder kürzere Zeit draußen gelebt hat. Ebensowenig, ob sie bisher Menschenkontakt hatte und wenn ja wieviel.

    Wenn du hier erst nach einem Monat nachfragst und zwar wegen vergleichsweise geringer Probleme (das ist nicht zynisch gemeint), spricht das dafür, daß deine Hündin nicht die schlechtesten Voraussetzungen hat. Denn richtige Panikhunde trauen sich zB erst mal lange gar nicht aus einem Schlupfwinkel hervor oder wagen es nicht, in Anwesenheit des Menschen zu fressen.

    Trotzdem ist deine Hündin natürlich nicht mit einem deutschen Familienhund zu vergleichen, was ihre bisherige Menschen- und Umweltgewöhnung betrifft. Es ist also möglich, daß sie deine Erwartungen nie erfüllen können wird.

    Eins steht allerdings fest, nämlich daß die Mär vom dankbaren Tierschutzhund eine glatte Lüge ist.

    Dagmar & Cara

    Du hast einen ängstlichen Hund aus dem Tierschutz. Kennt sie überhaupt das Leben in einer Wohnung oder kommt sie von der Straße, aus dem Zwinger oder aus Kettenhaltung? Wie auch immer, deine Hündin muß gerade eine enorme Umstellung bewältigen und es ist deine Aufgabe, ihr dabei zu helfen und ihr nicht noch mehr Angst zu machen.

    Bei Angsthunden regelt man erst einmal alles über Management, so daß du gar nicht erst in die Lage kommst, deine Hündin für irgendestwas maßregeln zu müssen.

    Das heißt: Klamotten und Eßbares konsequent außer Reichweite räumen, an den Türstock kannst du Bitterapfeltinktur streichen (gibt's im Zoofachhande)l und wenn sie an der Wand scharrt, locke oder schiebe sie sanft weg, ohne ihr böse zu sein.

    Kauen und Sachen zerlegen hilft, Stress zu bewältigen, vermutlich macht sie es deshalb so ausgiebig. Gib ihr ungefährliches Kauspielzeug.

    Sie ist leider völlig ungehalten und ihr fällt immer neuer Blödsinn ein! Alles muss erstmal angefressen werden, es ist furchtbar. Natürlich platzt mir da auch mal die Hutschnur und ich sage laut "nein" oder "hey".

    Bitte überdenke deine innere Haltung gegenüber deiner Hündin. Sie ist nicht frech oder macht absichtlich Blödsinn, und es ist absolut nicht "natürlich", wenn dir die Hutschnur platzt. Geduld und nochmals Geduld ist einfach die Grundvoraussetzung, wenn du einen Hund aus dem Auslandstierschutz übernimmst. Wenn du die nicht aufbringen kannst - und ein Monat ist da noch gar nichts, - dann gib sie besser zurück.


    Dagmar & Cara

    Cara kommt mit, und wo sie nicht willkommen ist, gehe ich auch nicht hin. Im Zweifelsfall rufe ich vorher an.

    Meine Entscheidung als Konsumentin, und keine Bestrafung für irgendjemand.

    Cara weiß sich zu benehmen, stinkt nicht, haart nicht und ist klein genug, um bequem unterm Tisch oder Stuhl zu liegen. Da ich sie nicht zur Arbeit mitnehmen kann, habe ich sie nach Möglichkeit in der Freizeit bei mir. Essen gehen heißt bei uns normalerweise Tagesausflug oder Spaziergang vorher und anschließend ins Restaurant.

    Im Urlaub ist es ohnehin angenehmer für Cara, wenn ich sie nicht in fremder Umgebung allein lassen muß.

    Ich hatte auch noch nie Probleme, in Nobelrestaurants mag das anders sein, aber da gehe ich schon aus finanziellen Gründen nicht hin.

    (In dem Restaurant, das ich am häufigsten besuche, gelten sowieso völlig andere Regeln: Da löst Frau Wirtin mit eigener, liebreicher Hand die Leine vom Halsband, Cara darf sich frei im Gastraum bewegen und ich frage besser nicht nach, wieviel Leckerchen sie von den Wirtsleuten bekommt. :roll: Sie haben selber eine Zwergpudelhündin, die sich natürlich auch im Gastraum aufhält.)

    Ich sehe es bei uns in der Arbeit im angegliederten Restaurant immer wieder. Hund ist dabei. Hund wird gestreichelt, dann wird mit der Hand die Öl/Essig Garnitur genommen.

    Wenn ich bedenke, daß Menschen auch aufs Klo gehen und anschließend Dinge berühren,(und wir wissen, wie "gründlich" sich viele die Hände waschen), sehe ich das entspannt.

    Dagmar & Cara

    Es gibt auch manchmal in der Entwicklung vom jungen zum erwachsenen Hund so eine Art Übergangsphase, in der jugendliche Kontaktfreude und erwachsenes Bedürfnis nach Abstand eng beieinander liegen. Das kann sich schon mal so äußern, daß der Hund sich zunächst noch über Kontakt freut, dann aber schnell genervt ist.

    Gerade wenn Ressourcen ins Spiel kommen ist natürlich schnell schluss mit lustig.

    Dagmar & Cara

    Ich muß mal kurz den Klugscheißermodus einschalten: Das Wort heißt leichtfuttrig, nicht leichtfüttrig. Das Wort, das so ähnlich klingt und vermutlich dafür sorgt, daß sich leichtfüttrig irgendwie richtig anhört, ist leichtführig. Leichtfuttrig ist aber die richtige Schreibweise.

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    Leichtfuttrig ist vor allem bei Pferden ein gängiger Begriff, wenn auch vor allem in der Vergangenheit und in Bezug auf Kaltblüter. Da war es ein nicht unwesentliches Qualitätsmerkmal, wieviel Haferbenzin das Zugpferd fraß - und Schummelsoftware, um den wahren Verbrauch zu kaschieren gab es noch nicht.

    Heute in der Zeit der Sport- und Freizeithaltung spielen die Futterkosten eine wesentlich geringere Rolle, da ist ein leichtfuttriges Pferd eher ein Problem als ein Vorteil, weil es auf den heutigen allzu fetten Weiden aufgeht wie Hefeteig.

    Dagmar & Cara