Beiträge von dagmarjung

    Onno spackt rum statt sich anleinen zu lassen, ein angedeuteter Griff an die Leckerchentasche und zack sitzt das Tier

    Das ist die gemeine Bestechungsfalle: Du belohnst das Rumspacken! xD

    Der angedeutete Griff zur Leckerlitasche belohnt nämlich wirksam das Verhalten, das der Hund in dem Moment zeigt. Also Rumspacken. Spacke ich rum, bekomme ich Leckerchen. Das ist das Fiese am Bestechen: Es scheint für den Augenblick zu wirken, weil der Hund sich setzt oder sein Verhalten abbricht, um sich sein Leckerchen bei dir abzuholen. Bestechen verstärkt aber tatsächlich das, was der Hund gerade nicht tun soll und wovon du ihn mit der Bestechung abhalten willst. Funktioniert daher leider nicht wirklich.


    Zum Klicker: öhm ich bin damit zu ungeschickt, dieses klick und dann sofort Leckerchen bei der Hand haben und reinstopfen

    Das Schöne am Clicker ist gerade, daß du dir etwas Zeit zwischen dem Click und der eigentlichen Belohnung leisten kannst. Der Click markiert punktgenau das Verhalten, daß du belohnen willst. Der Hund weiß: Jetzt, durch dieses Verhalten, habe ich mir etwas Gutes verdient, auch wenn ich noch einen Moment darauf warten muß. Der Griff zur Tasche kommt erst nach dem Click. Eile ist dabei nicht nötig.

    So kannst du zB auch clicken, wenn der Hund entfernt von dir etwas Lobenswertes tut. ZB ein "Sitz" auf Distanz. Dann in Ruhe hingehen und belohnen.

    Wenn du diese beiden Beispiele betrachtest, siehst du, daß du in beiden Fällen eigentlich gleich vorgehst. Im Bestechungsbeispiel markierst du ein Verhalten deines Hundes als belohnenswert (Griff zur Tasche) und er bekommt anschließend eine Belohnung.

    Beim Clickertraining markierst du ein Verhalten deines Hundes als belohnenswert (Click) und er bekommt anschließend seine Belohnung.

    Der Unterschied zwischen Bestechung und Belohnung ist nämlich tatsächlich der, daß bestochen wird, wenn der Hund gerade etwas Unerwünschtes tut (Nicht hören, abgelenkt sein, rumkaspern, was auch immer). Dann wird zur Tasche gegriffen, mit der Tüte geknistert usw.

    Die Belohnung dagegen verstärkt etwas Erwünschtes.

    Klar, muß ich den sturen Hund zackig weg vom wütenden Bauern kriegen, dann nutze ich jedes Mittel.

    Aber im Training und bei der Erziehung lohnt es sich, genauer darüber nachzudenken, was und wie man - manchmal unbewußt - belohnt.

    Dagmar & Cara

    Also meine Hündin wurde sehr liebevoll von ihrer echten Mutter gesäugt und aufgezogen, trotzdem vermißt sie sie nicht besonders, soweit ich das beurteilen kann.

    Als Käuferin würde ich mich niemals auf solche Bedingungen einlassen. Berichte und Bilder gerne, aber alle zwei Monate ein Treffen mit der Vorbesitzerin? Nicht im Traum. Da klammert halt jemand und will nicht loslassen. Das mache ich bestimmt nicht zu meinem Problem.

    Dagmar & Cara

    Problem an der Geschichte ist, dass schon alleine die Rassemischung ein Problem darstellt.

    Ich kann nicht nachvollziehen, warum die Mischung Terrier x Terrier ein so großes Problem darstellen sollte. Das sind ja keine Rassen, die in Größe, Körperbau und Charakter himmelweit auseinander liegen, ganz im Gegenteil. Ich glaube nicht, daß die Ängstlichkeit etwas damit zu tun hat.

    Dagmar & Cara

    Den Satz "Der riecht sicher meinen Hund" den höre ich auch stets und ständig, wenn Cara mal wieder jemanden anflirtet. Wenn ich für diesen Satz jedesmal einen Euro bekäme, könnte Cara sich selbst finanzieren... :roll:

    Ich sage dann immer "Nein, die riecht Ihr Interesse". Cara registriert minutiös jeden Blickkontakt und jedes Lächeln, und genau darauf reagiert sie. Ob der Mensch zuhause Goldfische hat oder Hunde, ist ihr komplett wumpe.

    Dagmar & Cara

    Die Aufzucht war nach deiner Schilderung nicht schlecht in dem Sinne, daß die Welpen irgendwie leiden mußten. Aber deine Hündin hat eben nur einen Bruchteil von dem kennengelernt, was zu einer guten, vielseitigen Umweltgewöhnung gehört.

    Da sie ja nicht lebenslang auf einem Grundstück mit wenig Menschenkontakt leben soll, hätte in den vergangenen Wochen bis zur Abgabe schon einiges passieren müssen, was aber versäumt wurde. Die ersten Wochen sind tatsächlich die wichtigsten im Leben eines Hundes, das ist nicht nur so daher gesagt.

    Auf der einen Seite ist deine Kleine nicht zu vergleichen mit einem Welpen, dessen Welt bis zum Verkauf nur aus einem Schweinekoben und einem Paar Gummistiefeln bestand.

    Auf der anderen Seite hat es sich der Produzent einfach gemacht, indem er die Welpen halt so mitlaufen ließ und es versäumte, die Kleinen auf das Leben vorzubereiten, das sie in einem Stadthaushalt mit allen dazugehörigen Umweltreizen erwartet.

    Dagmar & Cara

    Wieder was im Internet gelernt:

    Der "Peacockspiderman", der dieses Video zusammengestellt hat, ist tatsächlich Biologe und hat eine ganze Reihe dieser australischen Spinnenarten als Erster entdeckt.

    Die winzigen Discotänzer tanzen ihren Balztanz nicht nur um die Angebetete rumzukriegen, sondern auch, um nicht von ihr gefressen zu werden - zumindest nicht schon vor dem Sex. Welchen besseren Titel könnte es also geben als "Stayin' alive".

    Dagmar & Cara

    Ist das dieselbe Gruppe, wie die, in die dein Hund soll? Sind da noch mehr als die zwei älteren und der Hund deiner Bekannten, zB auch Hunde, die deinem in Größe und Alter näher sind? Ist es eine reine Spielgruppe oder eine Erziehungsgruppe mit Spielphasen?

    Wie auch immer, du bist nach wie vor dafür zuständig, deinen Hund zu schützen und andere Hunde gegebenenfalls wirksam abzuwehren. Ebenso wie deinen eigenen Hund zu bremsen, wenn er seinerseits grob mit Schwächeren umgeht.

    Du könntest, wenn du Zweifel hat, im vorhinein das Gespräch mit der Trainerin suchen und deine Bedenken ansprechen. Wenn die Antwort auf "das machen die unter sich aus" hinausläuft und sie nicht akzeptiert, daß du deinen Hund schützt, dann ist diese Gruppe nichts für euch.

    Ob es in Ordnung ist, daß Hunde unterschiedlichen Alters miteinander spielen, hängt von vielen Umständen ab. Größe, Wesen, usw. Caras bester Spielfreund im Welpenalter war ein Zwergdackel, der ein gutes halbes Jahr älter war als sie.

    Am wichtigsten ist natürlich die Einstellung der Trainerin, wie sie die Gruppe kontrolliert und leitet.

    Dagmar & Cara