Beiträge von dagmarjung

    Ich habe meine Kleinpudelhündin als Welpe mit Öffis abgeholt, eine Fahrt von etwa drei Stunden mit zweimal umsteigen. Wenn man sich mal von der Windschutzscheibenperspektive löst, sieht man sofort die Vorteile der Bahn: man fühlt und sieht die Bewegung viel weniger als im Auto und es ist auch leiser. Vielen Welpen wird vom Autofahren übel, das Problem hat man in der Bahn nicht. Man kann sich auch uneingeschränkt um den Kleinen kümmern.

    Eine wasserdichte Tasche mit weicher Einlage, eine Rolle Küchenpapier und Plastiktüten, um ein eventuelles Malheur geruchsdicht einzupacken, mehr braucht man nicht. Also dasselbe wie im Auto.

    Besonderen finanziellen Aufwand habe ich weder in Bezug auf spezielle Welpenunterlagen noch in bezug auf erste Klasse getrieben. Meine Cara war damals so klein wie ein Meerschweinchen, da gab es keinen erhöhten Platzbedarf.

    Ich habe über die Jahre schon mehrere Welpen am Abholtag im Zug getroffen, ein zuckersüßer Barsoi kam sogar aus Frankreich. Die kleinen waren alle recht entspannt.

    Dagmar & Cara

    Die sehenaus als könnten die ihren Kopf nicht selber halten und müssten deswegen an ihrer Leine so komisch hochgehoben werden (sogar bei den Welpen) thinking-dog-face

    Da wird mit Hilfe des Halsbandes die lose Haut kräftig nach vorne/oben geschoben, um den bulligen Eindruck zu verstärken.

    Hier gibt's übrigens das passende Geschirr:

    Inhalte von externen Seiten werden ohne deine Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.

    Dagmar & Cara

    Ich glaube, jede Hundehalterin hält ständig Ausschau nach wirksamen, dabei aber "sanften" Mitteln gegen Zecken. Uns allen widerstrebt doch der Gedanke, den Hund innerlich oder äußerlich mit Insektengiften präparieren zu müssen. Ich lese jedenfalls interessiert jede Meldung über neue Mittel und Methoden zur Zeckenabwehr.

    Nur gibt es nach derzeitigem wissenschaftlichen Kenntnisstand noch keine wirksamen Alternativen.

    Ich erinnere mich noch an Zeiten, in denen waren Zecken zwar eklig, aber harmlos. Da gab es zum Thema Zecken allenfalls ein paar Tips, wie man sie am besten rausdreht. (Kontinentale Zecken rechtsrum, englische linksrum ;))

    Aber diese Zeiten sind leider vorbei. Heute müssen wir die Zeckenprophylaxe sehr ernst nehmen.

    Es fällt eben in den Bereich Naturheilkunde (=/= Homöopathie!), die hat ihre Grenzen, aber durchaus auch ihre wissenschaftlich eindeutig anerkannte Berechtigung.

    Nur zur Klarstellung: Naturheilkunde im Sinne einer Behandlung mit wirksamen Substanzen wie Kräutern usw ist eine Sache, was aber die Homöopathie betrifft, gibt es auch nach vielen Jahrzehnten noch keinen einzigen wissenschaftlichen Nachweis einer Wirksamkeit, die über den Placeboeffekt hinausgeht.

    Meine (nicht Stadt-)Hunde bekommen jetzt also wieder etwas Knoblauch und Schwarzkümmelöl ins Futter und heute als Sofortmaßnahme einmal Kokosöl ins Fell. Damit sind wir zeckenfrei (oder vielleicht 1 oder 2 aufs Restjahr).

    Sollten wir mehr haben würde ich auch zu chemischen Mitteln greifen, so finde ich sie aber einfach unnötig.

    Und da sehe ich einen wesentlichen Irrtum: Es gibt keinen Gegensatz zwischen "böser" Chemie und "guter" Pflanze. Chemie ist nicht nur das, was als Tablette, Medikament oder Halsband vom Tierarzt verkauft wird. Substanzen wie Knoblauch und Schwarzkümmelöl sind ganz genauso Chemie. Und das deren chemische Wirkung für Hunde nicht harmlos ist, ist belegt.

    Dagmar & Cara

    Die Hunde auf den Fotos und Videos sehen gesund und sportlich aus.

    Was haltet ihr von dem Züchter und den Hunden auf der Seite?

    Nein, die sehen nicht gesund und sportlich aus. Sie sind nicht so extrem wie die klassische EB, aber es sind nach wie vor übermäßig schwere Hunde mit suboptimalem Körperbau. Das heißt, die Arthrose (schmerzhafte Gelenkabnutzung) wird nicht lange auf sich warten lassen. Die Schnauzen sind stark verkürzt, das Bindegewebe ist weich. Atemprobleme sind daher durch die Anatomie vorgegeben. Schau dir nur mal die Nasenschlitze an, wo eigentlich kreisrunde Nasenlöcher sein sollten. Und das ist nur das, was man von außen sehen kann, innen gehen die Probleme vom Gaumen bis zum Kehlkopf ja unsichtbar weiter.

    Als Junghunde sind die brachycephalen Rassen alle noch recht munter, die Probleme verstärken sich aber mit jedem Jahr. Das Bindegewebe wächst und verdickt sich immer weiter.

    Mal ganz davon abgesehen, das ist ein kommerzieller Massenzüchter, bloß Finger weg davon. Ich zähle da 18 Hündinnen und 16 Rüden?! :omg:

    Wie will man da auch nur ansatzweise dem einzelnen Hund gerecht werden? Die Welpen mehrerer Würfe gleichzeitig kommen ja noch hinzu.

    Wie sieht es mit Hundeschulen aus? Wir haben gleich zwei Schulen im Umkreis von 2 Kilometern. Könnte man dort einfach auftauchen um sich zu informieren, beim Training dabei sein und mit den Besitzern reden oder wird sowas eher abgelehnt?

    Das ist grundsätzlich eine gute Idee. Müßtet ihr halt die Betreiber fragen. Ich habe mir vorher auch mehrere Hundeschulen als Zaungast angesehen.

    Dagmar & Cara

    Sind die Boston Terrier empfehlenswerter?

    Nein. Denn kurze Nase bleibt kurze Nase mit allen negativen gesundheitlichen Folgen. Auch wenn der Körperbau ansonsten sportlicher ist als bei den Bulldoggen.

    Das gleiche gilt für Continental Bulldog und Co. Ein bißchen gesünder als die Vollkatastrophe namens Englische Bulldogge heißt nämlich noch lange nicht gesund. Und wenn dann so ein Continental Bulldog sich wirklich deutlich vom Äußeren einer EB entfernt hat, gilt er ganz schnell als Kampfhund(mix), was er dann vermutlich auch ist - sehr problematisch gerade in NRW.

    Aber je mehr man liest, desto schwieriger wird es weil sich hunderte Meinungen wiedersprechen und man als ahnungsloser überhaupt nicht weiß was man Glauben/Denken soll

    Züchter haben ein finanzielles Interesse daran, Kunden nicht zu verschrecken. Züchter wie auch Privatbesitzer reden sich die katastrophale gesundheitliche Situation der kurznasigen Rassen durch die Bank schön. Wen man auch fragt, kranke Hunde haben immer nur die anderen. Da wird auch dann noch stolz vom "freiatmendem Sportbully" erzählt, wenn das Tier röchelnd daneben steht oder sich schon, verzweifelnd Kühlung suchend, platt auf den Boden geworfen hat.

    Also wenn ich jemanden Glauben schenke in dieser Frage, dann den Tierärzten, die eben keine rosa Brille aufhaben, und nicht den Haltern und Züchtern. Google mal "Brachycephalie / brachycephales Syndrom". Mach auch mal eine Bildersuche mit diesen Stichworten. Schau dir die Röntgenaufnahmen der verkürzten Schädel an, in denen sich die Weichteile wie Gaumensegel und Zunge stauen und die Atemwege verlegen. Die schrumpfen nämlich nicht mit.

    Mein "niedlicher" Pudel macht jedenfalls dank gesunder Nasenlänge im Sommer nicht schon ab 16, 17 Grad schlapp. (Die Nasenlänge behindert nicht nur die Atmung, sondern auch die Kühlung des Körpers bei Hitze.)

    https://www.tierklinik-hofheim.de/die-klinik/fac…es-syndrom.html

    Geht doch bitte mal von einer ganz anderen Seite an die Hundefrage heran und überlegt euch, was ihr eurem zukünftigem Hund bieten könnt. Wieviel Zeit ganz konkret da sein wird neben Arbeit und Kind zB. Nicht nur einfach dabeisein, sondern Zeit für den Hund alleine pro Tag, wo er auch wirklich "dran" ist. Das ist gerade für den jungen Hund wichtig, der noch Erziehung braucht. Meine persönliche Faustregel ist, drei Stunden sollten an normalen Tagen für den Hund übrig sein. Berücksichtigt dabei auch, daß man zu vielen Kinderaktivitäten (Spielplätze usw) Hunde nicht mitnehmen darf.

    Wie ist eure Wohnsituation? Eigenes Haus in Alleinlage oder Mietwohnung? - Nachbarn und Vermieter sind kleineren Hunden gegenüber meist wesentlich toleranter.

    Wie ist eure Umgebung? Einsame Wege oder ist mit vielen Hundebegegnungen zu rechnen? - Stichwort Artgenossenverträglichkeit. Ein unverträglicher Hund in einer belebten städtischen Umgebung ist purer Stress. Und diese Eigenschaft ist auch rassebedingt und kann mit Erziehung allenfalls gemanagt werden. Die Rassen eurer Wunschliste sind (außer den Qualzuchtrassen) alle tendenziell unverträglich mit Artgenossen, besonders die Rüden.

    Von der Beantwortung solcher Fragen hängt es weitgehend ab, ob die Hundehaltung Freude macht oder Frust und Stress.

    Dagmar & Cara

    Und noch was: ich habe gelesen, dass Welpen mindestens 20 Stunden am Tag schlafen. Stimmt das tatsächlich?

    Nein. In Freilandbeobachtungen an verwilderten Haushunden kamen Forscher auf etwa 17, 18 Stunden Schlafen und Dösen bei allen Altersgruppen. Irgendwann müssen die Kleinen ja auch mal fressen, spielen, sich lösen und die Welt erkunden.

    Richtig ist aber, daß die komplette Umstellung des Lebens vom Züchter zum neuen Besitzer anstrengend ist und viel Energie und Kraft erfordert. Man sollte also schon darauf achten, deß der Welpe viel Ruhe bekommt und nicht zuvielen Reizen ausgesetzt wird.

    Dagmar & Cara

    Tips hast du schon viele bekommen, ich möchte dir einfach etwas Mut machen. Ich hatte auch einen kleinen Pudelwelpen in der Großstadt und kenne dein Problem aus eigener Erfahrung. Es wird wirklich mit der Zeit von alleine besser. Zum einen verliert sich der Welpencharme auch bei den kleinen Pudelgrößen. Selbst wenn sie immer noch ein "oh süß" hervorlocken, so umwerfend niedlich wie Welpen sind erwachsene Pudel nicht mehr. (Ich hab bei Baby-Cara anfangs immer vergeblich nach dem Steiff-Knopf im Ohr gesucht ;))

    Zum anderen entwickelt man wirklich mit wachsender Erfahrung einen besseren Blick für bestimmte Situationen und die Körpersprache der Menschen um einen herum - Blickkontakt zum Hund, schon den allerersten Ansatz zum Drüberbeugen erkennen usw. Wachsamkeit wird allmählich zur Routine und erfordert keine besondere Konzentration mehr.

    Die eigene Körpersprache verbessert sich auch mit der Erfahrung. Ich bin nett und höflich zu allen Menschen, die mich zuerst ansprechen und fragen, ob sie Cara streicheln dürfen. Da Cara gerne mit Menschen flirtet, dürfen sie oft, wenn es die Situation erlaubt.

    Rigoros und ohne Umstände blocke ich Leute, die ungefragt grabschen, was heute aber nur noch in seltenen Ausnahmefällen passiert. Da wird auch nicht groß erklärt, sondern körperlich geblockt und ein mit einem energischem "FINGER WEG" unterstrichen. Ja, ich möchte den inneren Dreijährigen in meinen Gegenüber ansprechen, das wirkt in diesem Fall genau richtig.

    Kommt aber heute, wie gesagt, nur noch ganz selten vor.

    Dagmar & Cara

    Beim jungen Hund belohne ich möglichst immer alles Erwünschte! - In welcher Form auch immer.

    Es müssen nicht immer Leckerli sein. ZB ist Stillsitzen langweilig, Bewegung dagegen viel schöner. Also kann man das Absitzen am Straßenrand prima mit der munteren Aufforderung zum Weitergehen belohnen. Ebenso ist Freilaufen dürfen eine Belohnung für kurzes Warten am Rande der Wiese. Für etwas Fortgeschrittene ist die Erlaubnis, ein Spielzeug suchen zu dürfen die Belohnung für das Ausharren, bis ich das Ding versteckt habe.

    Also eine Belohnung für den Hund ist immer das, was er in diesem Moment gerne täte oder hätte. Je nach Umständen und Hund kann das sehr verschieden sein. Dazu zählen auch Kontakte zu anderen Hunden, an einer interessanten Stelle Schnüffeln dürfen, Mäuselöcher abchecken und vieles mehr. Wenn du deinen zukünftigen Hund kennenlernst und aufmerksam bist, wirst du viele Möglichkeiten finden, ihn zu belohnen, neben den Leckerchen.

    Dagmar & Cara

    Will to please/Wunsch zu gefallen ist keine ganz treffende Beschreibung dieser Wesenseigenschaft. Ich würde es eher ausgeprägte Kooperationsbereitschaft nennen. Solche Hunde (mein Pudel gehört auch dazu) finden es grundsätzlich interessant, etwas gemeinsam mit ihrem Menschen zu tun, aber es muß sich schon für sie lohnen, also in irgendeiner Weise belohnt werden. Es ist nicht so, daß sie aus lauter überfließender Liebe anstreben, ihre Menschen glücklich zu machen.

    Hunde vom Will-to-please Typ lieben belohnungsorientiertes Training, und das fördert ihre Freude an der Zusammenarbeit immer weiter. Gerade auch Hochleistungen im Hundesport usw werden schrittweise mit sehr vielen Belohnungen erarbeitet.

    Dagmar & Cara