Beiträge von dagmarjung

    Hurra, es ist wieder soweit: Livestream vom Meeresboden! :herzen1: Hier kann man in Echtzeit das vielfältige Leben am Meeresgrund bewundern: Seesterne, Fische und alles was Tentakel hat.

    Diesmal mit dem Forschungsschiff "Nautilus".

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    Dagmar & Cara

    Zum Thema alles fressen: Das macht er nicht nur an der Leine sondern auch ohne. Kaum sind wir draußen ist die Nase nur am Boden und er nimmt wirklich alles in den Mund. Gestern habe ich nicht schnell genug aufgepasst und er hatte tatsächlich scheisse gefressen

    Das ist das Alter, in dem ich auch leise verzweifelt bin an meinem Pudelwelpen. Bei Cara war es allerdings so, daß sie zwar alles in den Fang nahm, aber keineswegs alles fraß. Vieles wurde einfach nur bekaut, mit dem Maul erforscht und, da nicht eßbar, wieder ausgespuckt - Kiesel, Stöcke, Kronkorken, Zigarettenkippen usw. Ich habe in dieser Zeit zum erstenmal so richtig gemerkt, wieviel Müll aller Art hier herumliegt. Da viele dieser Dnge sehr klein sind, half die Leine auch nur begrenzt, weil ich sie nicht rechtzeitig sah.

    Die gute Nachricht, Diese Phase geht von selbst vorbei. Genau wie bei kleinen Kindern. Man muß sich und den Hund also nicht zu Tode trainieren an einem Problem, was sich nach kurzer Zeit von selbst erledigen wird. Ich bin dann dazu übergegangen, Cara nur wirklich gefährliche Dinge wie Zigarrettenkippen abzunehmen. Der junge Hund muß ja auch die Möglichkeit haben, dieses Forschungsbedürfnis auszuleben.

    Die schlechte Nachricht: Kot zählt für Hunde sehr oft dauerhaft zu den eßbaren Dingen. Und überhaupt bleiben eßbare Dinge natürlich dauerhaft attraktiv, und das muß dann schon erzieherisch bearbeitet werden.

    Dagmar & Cara

    Ich les das hier beim Essen.... Danke auch! :lol::roll:

    Zu den möglichen Ursachen einer Magendrehung - jeder Hund kann einfach Pech haben, aber zweifellos spielt neben dem Körperbau auch die Genetik eine wichtige Rolle.

    In einem anderen Forum schrieb einmal eine ehemalige Großpudelzüchterin, daß sie während ihres Züchterlebens 11 (!) Magendrehungen bei ihren Hunden hatte (und gab aus ihrer reichhaltigen Erfahrung heraus wertvolle Tips zum Thema).

    Bei anderer Gelegenheit erwähnte sie, daß sie über die Jahre insgesamt 33 Zuchthunde hatte. Das bedeutet also, statistisch bekam jeder dritte ihrer Großpudel im Laufe seines Lebens eine Magendrehung. Da soweit ich weiß der Magen bei der Operation an der Seite festgetackert und eine zweite MD damit unmöglich gemacht wird, dürfte das auch real so gewesen sein.

    Erwähnt werden muß dazu, daß diese Züchterin die erste war, die Großpudel in einer damals noch neuen Sonderfarbe, ich glaube es war Silber, aus den USA nach Deutschland importierte. Diese Pudel dürften also sehr eng gezüchtet worden sein.

    Dagmar & Cara

    Ich packe meine Antwort in einen Spoiler, weil es nicht zum Thema Clickern gehört. :smile:

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    Einen neuen Tierschutzhund schon nach zwei Wochen ohne Absicherung laufen zu lassen, ist ein großes Risiko. Auf diese Weise entlaufen leider jedes Jahr sehr viele Hunde.

    Anders als Welpen haben ältere Hunde keinen Folgetrieb mehr und die Bindung zum neuen Besitzer ist noch nicht fest. Das typische Hinterherlaufen in der Wohnung, von dem auch du berichtest, ist noch keine richtige Bindung sondern der Hund sucht sich schlicht einen Rettungsanker in einer für ihn neuen und beunruhigenden Situation und klammert sich daran. Man kann sagen, erst wenn der Hund entspannt liegenbleibt, wenn du das Zimmer verläßt, fängt er an, Vertrauen zu entwickeln.

    Es kann gut sein, daß der Hund aus dieser anfänglichen Abhängigkeit heraus sich auch draußen recht gut an dir orientiert. Falls er sich aber mal erschreckt, ist die Wahrscheinlichkeit extrem hoch, daß er nicht zu dir hin, sondern kopflos in die Weite flüchtet. Und du kennst ihn noch nicht lange genug, um zu wissen, was ihn erschrecken könnte. Eine Schleppleine mit einem guten Geschirr ist in dieser Phase wirklich eine Lebensversicherung für den Hund.

    Das Wort "Hundewald" läßt mich vermuten, daß es sich um eine belebte Freilaufzone handelt, und daß du die Leine abmachst, damit Neo mit anderen Hunden spielen kann. Ich glaube, auch das ist vorerst noch zuviel für ihn.

    Gerade junge, lebhafte Tierschutzhunde setzen ihren Stress in Bewegung um und dann meint man als neuer Besitzer leicht, man müßte den Hund auslasten durch Beschäftigung, Rennen, Kontakte. Das ist aber ein Fehlschluß, so viele Reize kann der Hund nicht verarbeiten und wird dann nur noch hektischer. Ruhe bis hin zu einer gewissen Langeweie ist auch und gerade für diesen Hundetyp am Anfang das Beste.

    Was Hundebegenungen betrifft, da würde ich erstmal den Kontakt sehr stark beschränken und wenn überhaupt, dann ruhige Althunde bevorzugen, die aus dem Spielalter raus sind. Also ganz ruhige Kontakte, für die du dann auch nicht ableinen mußt.

    Dagmar & Cara

    Tierschutzhunde haben allgemein erst mal reichlich mit der Umstellung zu tun. Die Empfehlung ist immer, das neue Leben sehr ruhig angehen zu lassen. Ruhige, nicht zu lange Spaziergänge, bei denen der Hund seine neue Welt erkunden kann. Für Beschäftigung wie Apportieren, Kommandotraining oder die sogenannten Intelligenzspiele ist später immer noch Zeit.

    Ich sehe das auch im Zusammenhang mit deinem anderen Thread:

    Tierschutzhund ist eifersüchtig

    Was du lebendig und voller Energie nennst, könnte auch Hektik aufgrund innerer Anspannung sein. Er fühlt sich ja offenbar noch nicht so recht sicher in seinem neuen Zuhause und zeigt das durch sein Kleben an dir und Aggression gegenüber deinem Partner. Vorerst ist es für ihn wirklich Beschäftigung genug, die neuen Menschen, neuen Regeln, den neuen Tagesablauf und sein neues Zuhause kennenzulernen. Clickern, Apportieren & Co braucht er jetzt noch nicht.

    Läßt du ihn draußen frei laufen oder an der Schleppleine?

    Dagmar & Cara

    Neo ist erst seit zwei Wochen bei dir, nicht wahr?

    Ich würde mit dem Clickern noch warten. Der Hund sollte sich erstmal einleben können. Euch und euren Alltag kennenzulernen wird ihn zur Zeit noch vollauf fordern. Wenn er sich innerlich mehr entspannt hat, wird er sich leichter auf neue Dinge einlassen können.

    Dagmar & Cara