Beiträge von dagmarjung

    Ein Hund ist schon eine neues Familienmitglied mit ganz anderen Bedürfnissen, auch zeitlichen. Zu vielen Kinderaktivitäten dürfen Hunde nicht mit, angefangen bei Spielplätzen. Neben den "Begleitdiensten" Im Alltag braucht ein Hund auch Qualitätszeit für sich, für Erziehung, Beschäftigung, Auslauf ohne Leine.

    Das muß man also organisatorisch bedenken. Inwieweit zieht dein Partner hier mit?

    Hast du in deinem Alltag 2 Stunden am Tag für deinen Hund zur Verfügung, in denen du keine anderen Verpflichtungen hast, die vorgehen? Auch dann noch, wenn du mit dem Studium beginnst? (Nicht nur Spaziergänge, auch Pflegemaßnahmen, Tierarztgänge, Hundeschulbesuche oder sonstiges rund um den Hund ist mit Zeitaufwand verbunden. Wegezeiten bis zum Hundeauslaufgebiet nicht zu vergessen.)

    Natürlich kann es vorkommen, daß es mal tageweise eng wird, und das verkraften Hunde auch, aber grundsätzlich ist Zeit das Wichtigste, was ein Hund braucht.

    Halbtagesausflüge sind mit einem erwachsenen Hund, der das Alleinebleiben gelernt hat, ohne weiteres möglich, für Ganztagesausflüge muß eine Betreuung organisiert werden.

    Reisen im Auto ist kein Problem, die Auswahl an Quartieren ist allerdings mit Hund eingeschränkt.

    Du hast geschrieben, daß du in Sachen Erziehung anspruchsvoll bist. Was heißt das konkret?

    Auch von mir nochmal die Frage, ob "Silver" nur der Name oder auch die Farbe deines Hundes ist.

    Dagmar & Cara

    Das Problem bei Fahradkorb und Dackel ist der lange Rücken mit den kurzen Beinen.

    Meine Pudelhündin von 9 Kilo sitzt gut in einem üblichen Hunde-Fahradkorb, in den ein 6-Kilo Zwergdackel aber nicht reinpaßt. Denn der Korb ist rund und hoch, für den Dackel müßte er deutlich länger und flacher sein.

    Wobei meine Hündin nicht über Stunden ohne Unterbrechung im Korb sitzt. Wenn wir längere Radtouren machen, dann in einem Wechsel zwischen selber laufen und gefahren werden. Was höhere Kilometerzahlen ausschließt.

    Für wirklich lange Touren wäre dann doch ein Anhänger zu empfehlen, in dem der Hund bequem liegen kann.

    Zur Rassewahl: Ein aktiver Allrounder ist auch der Pudel. Als ehemaliger Apportierhund ist steht er den Jagdhunden nahe. Gerade wenn du Hundesport oder ähnliche Aktivitäten machen willst, kannst du mit einem Pudel sehr glücklich werden. Vom Charakter ist er allerdings mehr der kooperative als der eigenständige Hundetyp. Was nicht heißt, daß er keine eigenen Interessen hat. Er sorgt schon dafür, daß diese nicht zu kurz kommen. Aber eher per Charmeoffensive, nicht durch Sturheit.

    Als weitere Alternativen fallen mir das Koijkerhondje und die kleineren, hochläufigen Terrierrassen ein.

    (Ich mag Dackel, aber ich kenne leider viele mit Rückenproblemen.)

    Dagmar & Cara

    Meistens schläft sie wenn sie nach dem fiepen keine Beachtung bekommt. Es ist nur nicht besser geworden, uns loben ist dann schwierig, weil sie dann meistens schläft. Wenn sie dann aber wach ist streicheln wir sie oft und reden ihr gut zu.

    Es gibt doch nichts Schöneres, als endlich einschlafen zu dürfen, wenn man müde und angespannt ist. Schlafen ist etwas Angenehmes. Du brauchst sie also nicht extra loben, hinterher macht das erst recht keinen Sinn. Schlaf ist in diesem Fall die beste Belohnung.

    Schwer ist es auch, weil sie dabei den Blickkontakt sucht. Muss mir teilweise eine Decke vors Gesicht halten damit sie mich nicht angucken kann,

    Es gibt zwei Sorten von Ignorieren.

    Möglichkeit 1: Ich ignoriere dich ganz bewußt und richte dabei meine ganze innere Aufmerksamkeit auf dich. Guckst du noch? Fiepst du noch? Legst du dich endlich hin?

    Möglichkeit 2: Ich konzentriere mich zu 100 % auf meine Hausarbeit, meinen Computer, mein Telefongespräch, mein Buch oder was auch immer. Dadurch vergesse ich meinen Hund einfach mal für eine Zeit.

    Bitte nur einmal raten, welche Art des Ignorierens jeweils dazu führt, daß ein Hund entweder ganz schnell oder gar nicht akzeptiert, daß er nun Pause hat. ;)

    der Hund ist einfach alles für mich, weil ich leider schon einiges im Leben verloren habe

    Ich glaube, hier sind wir an einem Knackpunkt: Diese extrem große Wichtigkeit, die deine Hündin für dich hat, ist sicher mit sehr viel ständiger Aufmerksamkeit ihr gegenüber verbunden. Und es tut einem Hund nicht gut, ständig im Mittelpunkt zu stehen. Da fällt Entspannung schwer. Hunde haben bekanntlich sehr feine soziale Antennen.

    Ändern kannst nur du etwas, nicht der Hund.

    Dagmar & Cara

    Freilaufen ohne Leine? Da hätte ich Angst das er weg läuft...

    Mach eine dünne, lange Leine aus Seil dran. 4 - 5 Meter reichen. So hat der Kleine etwas mehr Freiraum.

    5. Dog-ActivityBox. Zwei von drei Mechanismen hat er nach zwei Tagen schon verstanden, Spaß hat er aber trotzdem noch daran. Aber was mach ich falsch, das er es so schnell versteht? Darf ich ihm nicht zeigen wie ich es befülle?

    Diese sogenannten Intelligenzspielsachen fordern den Hund nur beim ersten, zweiten Mal. Danach weiß er ja wie es geht, dann arbeitet er das Ding halt zügig ab, bis alle Bröckchen raus sind. Ein Spiel im eigentlichen Sinne ist das nicht. aber schaden tut es auch nichts. Für Welpen im Grunde überflüssig, die haben mit Weltkennenlernen sowieso genügend Input fürs Hirn.

    will er auch nicht zu weit weg von Zuhause.

    Welpen haben von Natur aus eine eingebaute Kindersicherung. So können Wolfseltern jagen gehen, und die Welpen bleiben trotzdem im engen Umkreis um den Bau herum. Bei Gefahr verschwinden sie sofort darin und sind geschützt. In diesem Alter ist die Bindung an die Höhle/Wohnung viel stärker als die an die Eltern /Bezugsperson.

    Nach den allerersten Tagen, wenn der neu erworbene Welpe anfängt, sich zuhause zu fühlen, wundern sich viele Welpenhalter, warum er partout nicht wegwill. Das ist also der Grund dafür.

    Erzieherische Maßnahmen oder irgendwelches Training sind sinnlos und führen nur zu Frust. Denn gegen Urinstinkte hilft das nicht. Was hilft: Welpen vom Haus wegtragen oder sonstwie transportieren. An einem weiter entfernten Ort wird er sich dann am Menschen orientieren.

    Die instiktive Höhlenbindung verliert sich mit der Zeit von selbst.

    9. Bei Zerrspielen, selbstredend wegen den Milchzähne nicht so dolle, fängt er langsam an zu knurren. Wir handhaben es bis jetzt so, das beim Knurren das Spielen aufhört. Ist das schon übertrieben?

    Ja. Spielknurren gehört dazu und muß erlaubt bleiben. Ein Halbterrier, der beim Zergeln nicht knurrt, ist wahrscheinlich kaputt. :D

    Wenn ihr euren Hund mit der Zeit immer besser kennenlernt, werdet ihr auch am Ton des Knurrens erlkennen, ob es spielerisch oder ernst gemeint ist. Die Körpersprache unterscheidet sich auch im Spiel oder Ernst.

    Aufpassen solltet ihr unabhängig davon, daß der Kleine nicht überdreht. Im Zweifelsfall die Spielsequenzen lieber kürzer halten, aber freundlich auflösen.

    Dagmar & Cara

    Da

    Seit ein paar Tagen scheint er wieder etwas trotzig zu sein. Gestern beim Gassigehen (eine Tour von ca. 15-20 Minuten) fängt er plötzlich an ALLE vorbeigehenden Menschen anzubellen, will sie anspringen und lässt sich auch erst Beruhigen, wenn man vorbei ist. Im Innenhof hat er gestern eine Nachbarin fast angriffslustig angebellt, als diese Ihren Müll rausbrachte.

    Das ist nicht Trotz, das ist Unsicherheit/Ängstlichkeit. Entweder ist er durch zuviel Reize in rascher Folge überlastet, oder er gruselt sich. Es gibt durchaus verschiedene Phasen in der Welpen- und Jugendzeit, wo eigentlich schon vertraute Dinge erneut gruselig erscheinen können. Ganz zu schweigen von solchen, die man noch nicht kennt. Eine Nachbarin mit Tüten ist in Welpenaugen etwas ganz anders als dieselbe Nachbarin ohne Tüten.

    Gestern hat er z.B. das "hier" versucht zu ignorieren, am Ende ist er dann doch gekommen, wenn ich etwas ungehaltener klang... er scheint bisschen die Grenzen auszutesten.

    Vermutlich war er einfach abgelenkt. In dem Alter sollte man Kommandos immer nur geben, wenn man 50 Euro darauf verwetten würde, daß der Hund das Kommando in diesem Moment auch wirklich befolgen wird.

    Auch wenn es ohne oder mit geringer Ablenkung schon gut klappt, der junge Hund ist noch mitten in der Lernphase. Wenn er ein Kommando nicht befolgt, dann nicht, um Grenzen auszutesten, sondern weil er es schlicht noch nicht gut genug beherrscht bzw abgelenkt ist.

    Das vergißt man gerade bei schnell lernenden Rassen wie Border Collies nur zu leicht.

    Wenn du diese Faustregel befolgst, dann brauchst du nie lauter und strenger werden.

    Dagmar & Cara

    Bitte bleibe weiter sehr wachsam.

    selbst wenn der andere Hund ihr unterwürfig, oder zurückhaltend erscheint, greift sie an.

    Es ist recht typisch für diese Entwicklungsphase, daß der jugendliche Hund sich zwischen Spiellust und dem Bedürfnis nach Abstand nicht immer so recht entscheiden kann. Mal dominiert die Spielfreude, mal ist ihm alles zuviel und dann knallt es. Je nach Tagesform eben. Bei der Hündin hat oft auch der Zyklus einen Einfluß.

    Wenn es aber knallt, dann meist mit Hunden, die schwächer und ängstlicher sind als der jugendliche Rüpel. Hunde sind keine Engel, und wenn man seinen Frust ohne Risiko ablassen kann, umso besser. Deshalb bleib bitte dran und beobachte genau, um jedes Risiko für die Spielpartner deiner Hündin auszuschließen.

    Dagmar & Cara

    Meine Hunde riechen übrigens auch ob der andere Mensch Hunde hat. Eure nicht?

    Riechen tut sie's mit Sicherheit, aber es interessiert Cara nicht die Bohne. Für Cara ist es das Lächeln und der freundliche Blick, der zählt. Dann kommt sie gerne zum Flirten vorbei. Und ich höre dann oft den Satz mit dem eignen Hund.


    Dagmar & Cara