Wenn es wirklich so gehandhabt wurde, wie es sich anhört, also du bleibst außen vor dem Zaun und dein Welpe ist im Gehege mit anderen Hunden und ihm unbekannten Menschen allein, dann kann ich dir nur raten: Nix wie weg aus dieser "Hundeschule" !!!
Das zeugt von absoluter Inkompetenz der Trainerin und dein Welpe kann einen ernsthaften seelischen Schaden davontragen.
Die allermeisten Welpen sind beim ersten Besuch einer Welpengruppe verschüchtert. Sie suchen dann Sicherheit bei ihren Haltern und sie müssen diesen Schutz auch unbedingt bekommen. "Bei meinem Menschen bin ich sicher, da kommt niemand an mich ran" ist eine der allerwichtigsten Lektionen fürs ganze Hundeleben!
Aus dieser Rüchendeckung heraus traut sich der Welpe dann allmählich heraus und nimmt Kontakt zu den anderen Welpen auf. Diese Eingewöhnungszeit muß er bekommen.
Fremde Menschen, die der Hund nicht kennt, können das nicht ersatzweise übernehmen. Denn da besteht ja keine Vertrauensbasis.
Wird er einfach nur ins Getriebe geworfen, muß der Welpe sich natürlich irgendwie selbst zu helfen versuchen, sei es durch Verkriechen oder Angriff. Aufgrund eines solchen Verhaltens dann von einem passiv-agressiven oder angstagressiven Welpen zu sprechen, zeugt nur davon, daß die Trainerin ihren Beruf gründlich verfehlt hat.
Eine Welpengruppe dieser Art kann dazu führen, daß dein Hund, anstatt positive Erfahrungen zu machen und angemessenen Umgang mit anderen Hunden zu lernen, lebenslange Agressionen gegenüber anderen Hunden entwickelt, weil er früh lernt, daß andere Hunde schrecklich sind und er sich wehren muß.
Eine gutgeführte Welpengruppe ist förderlich, aber eine schlechtgeführte ist unendlich viel schlimmer als gar keine.
Dagmar & Cara