Beiträge von dagmarjung

    Worauf ich hinauswollte ist, daß kleine Kinder und auch die etwas größeren noch einen langen, langen Weg zurücklegen, bis sie erwachsen sind. Daher kann man das Verhalten eines Kindes nicht 1 zu 1 auf das Verhalten des künftigen Erwachsenen projizieren.

    Aus dem Vierjährigen, der nicht ohne Heulen beim Mensch-Ärgere-Dich-Nicht verlieren kann, wird in aller Regel trotzdem ein belastbarer, lebenstauglicher Erwachsener. Und aus dem wuseligen, alles ankauenden Welpen wird ein Hund, mit dem man prima und entspannt leben kann.

    Man gibt sich hier ja Mühe. Ist ja nicht so, als würde die Erziehung in diesem Fall nicht ernst genommen. Eher zu ernst, und deshalb plädiere ich wie die anderen hier für mehr Gelassenheit, und dafür, sich nicht in grundlosen Befürchtungen zu ergehen.

    Dagmar & Cara

    Ein kleiner, harmloser schwarzer Pudel ist sowieso immer gern gesehen oder wird zumindest toleriert, da gibt es nichts zu bekehren.

    Aber Anfang der Achziger Jahre hatte ich meine Schäferhündin Nuja, und da hörte ich sehr oft den Satz "Eigentlich habe ich ja Angst vor Schäferhunden, aber ihrer ist ja ganz anders...":herzen1:

    Dazu muß man wissen, daß Schäferhunde damals einen schlechten Ruf hatten. Inzwischen haben Kampfhunde die Rolle des bösen Hundes im öffentlichen Bewußtsein übernommen, damals waren es Schäferhunde.

    Nuja war eine echte Dame, zurückhaltend freundlich und nie aufdringlich. Ich nahm sie überall hin mit und wurde in Bus oder Bahn, in Geschäften oder unterwegs auf die schöne Hündin angesprochen. Nicht selten eben mit Sätzen wie dem oben erwähnten.

    Dagmar & Cara

    Ja, es stimmt - ich habe ständig im Hinterkopf welche Auswirkungen das wohl haben wird wenn der Hund älter ist.

    Wenn du einen Zweijährigen siehst, der sich vor der Eisdiele schreiend und weinend auf den Boden wirft, weil er nicht bekommt, was er will, dann gehst du trotzdem nicht davon aus, daß er sich mit 18 noch genauso verhalten wird. Du weißt, es ist ein Kind, und Kinder sind halt so.

    So ist es auch bei Hunden. Hundekinder reifen und lernen, aber sie brauchen genau wie Menschenkinder Zeit dazu. Sie müssen nichts von Anfang an oder spätestens nach dem dritten Versuch können.

    Dagmar & Cara

    Treppen:

    Treppen sind nicht gleich Treppen. Es macht einen Unterschied, ob ein junger Hund täglich ein Dutzend mal aus dem dritten Stock zum Gassi geführt wird oder ob er ab und zu mal ein paar Stufen zum Garten rauf und runter rennt. Letzteres ist unbedenklich.

    Fressen, Bewegung und Magendrehung:

    Alle Welpen mögen nach dem Fressen Spielen, auch Wolfswelpen tun das. Das ist ganz normal.

    Das typische Alter für eine Magendrehung liegt so um die 7, 8 Jahre. Das heißt nicht, daß ein junger Hund niemals eine MD bekommen kann, aber es ist wahrscheinlicher, daß er vom Blitz erschlagen wird.

    Decken fleddern:

    Ist doch sein Zeug, lass ihn fleddern. Die ersten Decken und Körbchen junger Hunde sind keine Anschaffung für die Ewigkeit. Dieser Verlust ist einfach eingepreist, wenn man einen Welpen hat, und kein Grund, einen Konflikt darum zu führen. Einfache Fleece- und Teddydecken gibt es schon für wenige Euro zu kaufen.

    Mach dir auch keine Sorgen um die Zukunft, das wächst sich aus.

    Dein Welpe zeigt dir schon, was richtig ist :)
    Arbeite doch lieber mit dem was er dir zeigt, anstatt dagegen zu sein nur weil es irgendwo, irgendwer gesagt oder geschrieben hat. Das nimmt viel Druck raus und das scheinst du echt gebrauchen zu können (und der Zwerg ebenfalls).

    Das möchte ich dir auch noch einmal ganz doll ans Herz legen! =)

    Und mach Fotos von dem Unfug, den dein Punktezwerg anstellt! In ein paar Jahren werden die Welpenstreiche zu euren lustigsten Erinnerungen, wirst sehen!

    Dagmar & Cara

    Gut, das der man so gesetzestreu ist und sich nicht eine Waffe ohne Waffenschein besorgt hat.

    Ja, diese fast rührende Naivität fand ich die eigentliche Pointe der Geschichte, mal abgesehen von den desolaten Beziehungsverhältnissen.

    Wozu, liebe Kinder, ist ein Waffenschein gut? - Damit man andere Menschen mit der Schußwaffe bedrohen und persönliche Streitigkeiten per Kopfschuß erledigen darf. NICHT!:D

    Mein Vater war in seiner Jugend Jäger und er hat lebenslang historische Jagdwaffen gesammelt. Seine Wohnung glich einer kleinen Festung, so viele Sicherheitsvorkehrungen mußte er per Gesetz einhalten, um seine Sammlung sicher zu verwahren. Und das allererste, was er uns Kindern eingeprägt hat, wenn wir selten mal eine Waffe in die Hand nehmen durften, war: Einer Schußwaffe niemals auf einen Menschen zu richten, auch nicht aus Versehen, egal ob geladen oder nicht.

    Um dein Fahrrad tut es mir natürlich leid... ärgerlich sowas...sowas ärgert mich sehr, obwohl es mich gar nicht selbst betrifft.

    Mein Fahrrad ist zum Glück gegen Diebstahl versichert und die Versicherung hat den Schaden bezahlt. Sehr ärgerlich war es natürlich trotzdem.

    Dagmar & Cara

    Ich saß neulich bei der Polizei und wartete darauf, daß ein Beamter einige Formulare für mich bearbeitete.

    Während ich also wartete, kam ein Mann so um die 60 herein und wollte wissen, wo er einen Waffenschein bekäme. Die Polizistin fragte, wozu er denn einen brauchte. Darauf sagte der Mann, er sei Hausmeister und würde von einem der Mieter seines Hauses mit dem Messer bedroht, deswegen wolle er sich nun eine Schußwaffe besorgen.

    - Ob er sich denn erklären könnte, warum der Nachbar das tue?

    - Ja schon, antwortete der Hausmeister, er habe mit der Frau des Nachbarn seit 13 Jahren ein Verhältnis und der Nachbar wüßte es seit 7 Jahren. Und nun hätte er an der Wohnungstür geklingelt, um die Heizung zu kontrollieren, und da sei ihm doch der Nachbar mit dem Brotmesser in der Hand entgegengetreten!!!

    Also... um die brennende Frage zu beantworten: er hat keinen Waffenschein bekommen, um dem bösen Nachbarn ganz legal das Hirn wegzublasen. Er durfte aber eine Anzeige aufgeben.

    Und ich war dank dieser Live-Komödie beinahe mit dem Grund meines Polizeibesuches ausgesöhnt, nämlich einer Anzeige wegen des Diebstahls meines Vorderrades.

    Die Polizistin blieb übrigens die ganze Zeit cool und professionell. Ich hingegen war froh, daß ich eine Maske tragen durfte, die meine Gesichtzüge verdeckte. So konnte ich unbemerkt grinsen.

    Dagmar & Cara

    Hier im großen Park stehen die Mülleimer nun mal neben Bänken. :ka:

    Und da gehört der Beutel rein, also werf ich ihn rein. Ist ja nicht so, daß ich ihn offen lasse.

    Unhöflich ist in meinen Augen, den Kot liegenzulassen, nicht, ihn vorschriftsmäßig zu entsorgen.

    Dagmar & Cara

    Und dann entscheidet der nächste, dass seine Thujenhecke zur Familie gehört

    Vom Hund zur Thujenhecke zu kommen, das muss man erstmal schaffen.

    Es gibt Menschen, die sehr emotionale Bindungen zu Sexpuppen (Männer) oder Babypuppen (Frauen) unterhalten. Ich möchte das übrigens keinesfalls pathologisch nennen, aber das nur nebenbei. Jedenfalls resultiert daraus trotzdem kein Grund, daß solche Puppen rechtlich vom Gegenstand zum Familienmitglied werden, also Persönlichkeitsrechte erhalten. Egal, was die BesitzerInnen selbst in ihnen sehen.

    Ich glaube, die Frage der emotionalen Bindung allein führt uns nicht wirklich weiter auf der Suche nach einer hundefreundlicheren Gesellschaft.

    Was uns Hundehaltern definitiv fehlt, ist eine gemeinsame Interessenvertretung. Wer nicht für sich und seine Interessen eintritt, wird nicht gehört. Wir sind zwar viele, aber wir sprechen nicht gemeinsam gegenüber Planern und Politik.

    VDH oder Tierschutzbund decken das nicht ab.

    Gegenbeispiele anderer Interessengruppen: Autofahrer sind sich untereinander keineswegs immer wohlgesonnen, aber der ADAC wird gehört und ernstgenommen.

    Als die Verkehrsplaner das Fahrrad schon abgeschrieben hatten und aus dem Verkehr völlig verdrängen wollten, wurde der ADFC gegründet und macht bis heute Druck in den Planungsämtern, meist gegen Widerstände. Ohne das Engagement dieser Interessenvertretung wären moderne Konzepte wie "fahrradfreundliche Stadt" usw undenkbar.

    Pferdeverbote sind traurige Realität, denn auch hier besteht zum Teil erheblicher Druck von verschiedenen Seiten, das Pferd ganz von der Straße, aus dem Wald, aus der Natur wie aus der Öffentlichkeit zu verbannen und nur noch auf Reitplatz und Reithalle zu beschränken. Reiter und Fahrer können ein Lied davon singen. Immerhin existiert mit dem Verband der Freizeitreiter und -Fahrer Deutschland eine Vereinigung, die sich den Kampf Reit- und Fahrverbote auf die Fahne geschrieben hat. Oft auch mit Erfolg.

    So weit sind wir Hundehalter leider noch nicht.

    Dagmar & Cara

    Dürfte man als alter Mensch seinen Hund mit ins Altersheim nehmen

    Das hätte ich früher sofort unterschrieben und ich finde es immer noch furchtbar, daß alte Menschen sich aus diesem Grund von ihrem Hund trennen müssen. In einer Situation, in der sie ohnehin schon ihre vertraute Umgebung und den Rest ihrer Selbstständigkeit verlieren.

    Inzwischen habe ich aber mehr Einblick in Altenpflegeheime gewonnen.

    Heute können zum Glück durch anderweitige Unterstützungsmöglichkeiten die meisten alten Menschen sehr lange zuhause wohnen bleiben. Sie kommen also erst dann ins Heim ,wenn sie schon hochgradig pflegebedürftig sind. Demenz spielt dabei eine ganz große Rolle, neben körperlichen Gebrechen. Die durchschnittliche Verweildauer bis zum Tod ist 2 - 3 Jahre, es handelt sich also meist um die allerletzte Lebensphase, die natürlich auch von Krankheit und Krankenhausaufenthalten geprägt sein kann.

    Das bedeutet, daß die allermeisten Bewohner von Heimen nicht einmal ansatzweise in der Lage sind, sich selbst um ihren Hund zu kümmern. Diese Arbeit müßte also in vollem Umfang von andern Menschen geleistet werden. Den Pflegekräften kann man das logischerweise nicht auch noch zumuten. Es müßten also Tierpfleger zusätzlich angestellt werden. Und das ist wohl in so ziemlich allen Heimen außer in einigen wenigen, entsprechend sehr teuren Einrichtungen utopisch.

    Es wäre aber traumhaft, wenn die finanzielle Situation in allen Heimen so großzügig wäre, daß Tiere mitgebracht werden könnten.

    Dagmar & cara