Beiträge von dagmarjung

    Erste und wichtigste Faustregel bem Streicheln ist aber, daß ihr den Hund auf euch zukommen laßt und nicht selbst auf den Hund zugeht, um ihn zu streicheln. Also nicht mal kurz drüberbeugen und von oben anfassen, nur weil er so süß aussieht. Oder weil er gerade neben euch liegt. Das fällt uns Menschen erfahrungsgemäß schwer. und es ist bei einem Hund, der uns gut kennt und vertraut, ja normalerweise auch kein Problem. Aber bei einem neuen, vielleicht noch scheuen Hund fördert es das Vertrauen, wenn man höflich ist und auf die Individualdistanz achtet.

    Zweite Faustregel: Aufhören, wenn's am schönsten ist. Dabei auf die Körpersprache achten. Wenn der Hund zB den Kopf abwendet oder einen halben Schritt zur Seite macht, dann hat er spätestens genug von unseren Zärtlichkeiten.

    Dagmar & Cara

    Hunde, die in einen neuen Haushalt und zu neuen Haltern kommen, halten sich zunächst meist abwartend zurück und wirken dadurch sehr "brav". Nach und nach packen sie dann ihr Köfferchen aus und zeigen ihr eigentliches Wesen - mit allen Vorzügen und Macken.

    Es zahlt sich daher aus, wenn man erst einmal strengere Regeln einführt als man es eigentlich auf Dauer vorhat - zB nicht aufs Sofa - und den Hund konsequent daran gewöhnt. In dem Maße, wie man sich allmählich beidseitig besser kennenlernt und Vertrauen aufbaut, kann man die Regeln dann lockern.

    Ich möchte nicht mit einem mir weitgehend unbekannten Hund auf Augenhöhe "wem gehört das Sofa" spielen. Wenn Menschensitzplatz und Hundeplatz in der Kennenlernzeit deutlich getrennt sind, wird ein möglicher Konflikt vermieden.

    Fressbares aus dem Maul nehmen sehe ich auch kritisch bei einem Hund, der euch noch nicht vertraut. An der Leine sollte sich das doch vermeiden lassen.

    Wenn du sagst, ihr hättet den Hund schon vom Sofa geschubst, war er dann alleine oder mit euch auf dem Sofa?

    Auch diese Situation sollte so nicht passieren. Geschirr und Hausleine helfen, um den Hund nicht schubsen oder überhaupt anfassen zu müssen.

    Überhaupt ist es sinnvoll, den neuen Hund nicht - auch nicht freundlich kuschelnd - körperlich zu bedrängen.

    Dagmar & Cara

    Ich glaube, dass Ruhm Hunde auch verändert."

    Cara ist ja, wenn man es recht bedenkt, ebenfalls berühmt. Jedenfalls erschien mal ein höchst lobender Artikel - mit Bildern! - über sie und ihr Wirken im Besuchshundedienst im Malteserblättchen.

    Ich war aber so nachlässig, ihr diesen Artikel nie vorzulesen, also weiß sie vermutlich noch gar nichts von ihrem Ruhm.

    Dieses Versäumnis werde ich sofort nachholen.

    Sollte Cara sich also morgen weigern, in ihren Fahradkorb einzusteigen und stattdessen auf einer Stretchlimousine mit Chauffeu, Bordbar und Bodyguard bestehen, werde ich euch berichten.

    Dagmar & Cara