Beiträge von dagmarjung

    In meinem Hundeverein war es Usus, daß in der Mitte der Gruppenstunde eine Gassipause von gut 10 Minuten eingelegt wurde, in der alle HF mit ihren Hunden den Platz verlassen mußten um eine Pinkelrunde zu gehen. Das war keineswegs verlorene Zeit!

    (Und hatte natürlich auch den Nutzen, daß nur ganz selten ein Hund auf dem Platz pinkelte.)

    Man kann sich in einer Gruppenstunde wie du sie beschreibst aber ohne weiteres auch selbst kleine Pausen nehmen. Mal eine Übung aussetzen, kurz den Platz verlassen für ein paar Schritte, kleine Auszeit am Rande nehmen.

    Die Trainerin lenkt zwar das große Ganze, aber jede/r HF bleibt ja selbst verantwortlich für den eigenen Hund. Je nach Individuum kann sich ein Hund nun mal länger oder kürzer konzentrieren.

    Optimales Training ist kurz und knackig in ganz kurzen Sequenzen und längeren Entspannungsphasen. Gerade in Gruppen-Basiskursen wird das nicht immer so konsequent umgesetzt, vermutlich auch mit Rücksicht auf die Kunden, die ja was haben wollen für ihr Geld.

    Wenn du deiner Trainerin erklärst, daß du das ab jetzt so handhaben willst wie beschrieben, sollte sie Verständnis dafür haben.

    Dagmar & Cara

    holt meine Hündin etwas aus ihren Verstecken und legt sich fröhlich knabbernd dazu.

    Genau das tut meine Hündin nie.

    Wenn ich also nicht irgendwann eine kleine wilde Käferzucht in irgendeinem Winkel entdecken will, tue ich gut daran, Caras versteckte Sachen zeitnah zu entsorgen.

    Das größte Risiko hier ist, daß Cara Hasenohr oder Kauknochen auf meinem Bett beerdigt, ich das vergesse und abends beim Aufschütteln der Decke das Ding schwungvoll hinters Bett schleudere. Worauf ich Nachttisch und Bett beiseiteschiebe und fluchend an der Wandritze entlang danach suchen muß.

    Dagmar & Cara

    Meine Hündin hat auch als Junghund mit genau diesem Verhalten angefangen und zeigt es in abgeschwächter Form bis heute. Beim erstenmal dachte ich mein Hund ist ernsthaft krank! Dann bemerkte ich, daß es kein körperliches Leiden, sondern tiefempfundene Seelenqual war. Dieses leidende Winseln... :drgreen:

    Ich habe Caras verzweifelte Suche nach einem geeigneten Ort zum Verbuddeln so heimlich es geht beobachtet und gar nichts weiter getan. Irgendwann findet sie dann ihre Lösung und da nehme ich das Ding dann später möglichst unauffällig weg.

    Bei Cara ist es so, daß sie alle Sachen, die sie gerne mag, auch sofort frißt. Das betrifft bei ihr auch und gerade solche Kaustangen wie Dentasticks, die liebt sie. Es hängt also nicht vom Produkt ab, sondern davon, was der Hund davon hält. Das ist auch tagesabhängig. zB bei einem Kanten trockenem Brot, der manchmal gefressen wird und manchmal versteckt.

    Die Suche nach einem Ort zum Verbuddeln setzt ein, wenn sie etwas bekommt, was sie nicht fressen will, was aber immerhin so attraktiv riecht, daß sie es für schlechte Zeiten sicherstellen will. (Die aber nie kommen.)

    Unternommen habe ich gegen dieses Verhalten gar nichts. Ich bin nämlich der Meinung, ein Hund darf sich auch mal mit einem Problem selber auseinandersetzen und seine eigene Lösung finden.

    Außerdem finde ich es amüsant, Cara dabei zuzusehen. Es ist auch so, daß sie mit der Zeit immer routinierter wurde, weniger bis kaum noch winselt und die ihrer Meinung nach besten Verstecke kennt und nutzt.

    Ich sehe da also gar keinen Grund, etwas zu unternehmen. Das einzige, was ich tue: Ich vermeide es, Geld für Artikel auszugeben, die zwar gerne angenommen, anschließend aber immer nur versteckt und nie gefressen werden.

    Dagmar & Cara

    Die flapsige Sprache reflektiert eben auch genau den flapsigen Umgang mit Mensch und Tier. Schon am Anfang des Threads wurde eine Video-Reportage des NDR verlinkt, in der Reporter und Kameramensch ohne Sicherung und Trennung direkt bei und mit den Hunden interagierten. ZB "durfte" der Reporter einem der Hellhounds den Maulkorb zur Fütterung abnehmen. "Unprofessionell" und "verstörend" sind genau die Vokabeln, die auch mir dazu einfallen.

    Dagmar & Cara

    Der klassische Weg ist, eine milde Frustsituation zu schaffen, indem man dem Hund ein tolles Leckerchen/Spielzeug zeigt, es ihm aber vorenthält. Der Hund wird dann verschiedene Lösungsmöglichkeiten ausprobieren wie stupsen, kratzen usw aber kommt so nicht zum Erfolg. Beim geringsten Laut, den er von sich gibt, sofort belohnen.

    Bei einem Hund, der von sich aus selten bellt, kann das etwas dauern.

    Das wird dann ein paar mal wiederholt und ausgebaut. So daß aus einem kleinen Quietscher oder Brummen allmählich doch ein Wuffen oder Bellen wird. Dann kann man ein Kommando dazugeben und am Schluß gibt man erst das Kommando, ohne das Lockmittel zu zeigen und gibt das Leckerchen/Spielzeug erst nach dem Bellen.

    Man erschafft sich damit trotzdem keinen Kläffer. Hunde, die oft aus Erregung bellen, machen das ganz ohne Training des Menschen. Sie finden ihre Anlässe schon selber. Wenn dein Hund dazu neigen würde, wüßtest du es schon, da der Hund ja schon fast ein Jahr alt ist.

    Dagmar & Cara

    Was ich an diesen ganzen Mützen wirklich ungut finde - obwohl sie lustig sind: Die Ohren werden verschlossen und der Hund kann sie nicht mehr bewegen. Es wird also der Gehörsinn stark eingeschränkt, das Richtungshören unterbunden und auch die Kommunikation per Ohrenstellung.

    Mal für ein lustiges Foto aufsetzen: nichts dagegen. Aber wer seinen Hund sowas dauerhaft tragen läßt, hat nicht begriffen, daß Hunde sich von Menschen unterscheiden.

    Dagmar & Cara

    Kannst du den Besitzern jeweils direkt vorher Bescheid sagen, wenn du kommst? Damit sie ab jetzt niemals vergessen, die junge Hündin wegzusperren, wenn du kommst. Versichere dich jeweils, daß das auch wirklich passiert.

    Mit Leckerchen würde ich nicht gar nicht erst anfangen, das kann gut gehen oder auch nicht. Oder angesichts des jungen Alters der Hündin kann es ein paar mal gut gehen und dann nicht mehr. Denn sie entwickelt sich ja gerade zur erwachsenen Hündin und wird daher immer ernsthafter.

    Da du nur so selten erscheinst und in ihren Bereich eindringst, wird sie dich kaum als dazugehörig anerkennen.

    Es ist auch nicht deine Aufgabe, dich mit der Hündin in irgendeiner Weise zu befassen. Die Besitzer müssen sie so sichern, daß du deinen Job auf dem Hof unbehelligt tun kannst.

    Dagmar & Cara