Den Boston Terrier solltest du von deiner Liste streichen - brachyzephale Rassen bringen ihre Gesundheitsprobleme alleine durch die Anatomie mit. Auch wenn der Körperbau des Boston sportlicher ist als bei Mops und Bully - am Grundproblem des verkürzten Gesichtsschädels und aller damit zusammenhängenden Leiden ändert sich nichts. Dazu zählt nicht zuletzt die schlechte Thermoregulation, wodurch die Brachyzephelen bei Wärme nicht belastbar sind.
Ich weiß nicht, wie es im Moment bei Kleinpudeln in punkto Beliebtheit und Nachfrage aussieht. Lange Zeit war der Kleinpudel im Vergleich zu Groß- und Zwergpudel die am wenigsten gefragte Pudelgröße. Wenn ihr euch darüber hinaus nicht auf eine bestimmte Farbe festlegt, vergrößert ihr die Auswahl erheblich.
Zum Jagdtrieb bei Pudeln: es gibt die ganze Bandbreite von gar nicht über mäßig bis ausgeprägt. Vorhersagen kann man das nicht. Wobei man Pudel in dieser Hinsicht trotzdem nicht mit echten Jagdgebrauchshunden vergleichen kann.
Ich finde, Pudel sind einfach durchschnittliche Otto-Normalhunde, was den Jagdtrieb betrifft. Das gehört zu den allermeisten Hunden nun mal dazu.
Manche Menschen erwarten aber gar nicht, daß ihr "liebes" Pudelchen überhaupt so etwas wie Jagdtrieb entwickelt und sind dann maßlos überrascht, wenn die süße Bella nicht nur mit Blättchen und Amseln "spielt", sondern "plötzlich und unerwartet" auch Hasen hetzt.
Wer sich dessen bewußt ist, daß auch Pudel richtige Hunde sind, wird schon beim Welpen und Junghund auf Anzeichen von Jagdtrieb achten und früh gezielt gegensteuern. So wie bei anderen Rassen eben auch. Pudel lassen sich gut erziehen, aber es macht auch bei Pudeln Arbeit, die man nicht scheuen darf.
Ob ein Hund gerne kuschelt, liegt mehr am Individuum als an der Rasse. Viele Welpen machen sowieso aus jedem Nahkontakt am liebsten ein Beiß- und Raufspiel und lernen sanftes Streicheln erst mit zunehmendem Alter zu genießen.