Beiträge von dagmarjung

    Die einen schreiben, trage ihn immer an die gleiche Stelle hinaus und hoffe, daß er sich irgendwann löst.

    Die anderen Schreiben, trage ihn gar nicht raus (auf deutsch: laß ihn gezielt in die Wohnung pinkeln)

    In einem Forum schreibt nun mal jede/r aus ihrer/seiner eigenen Erfahrung mit den jeweils eigenen Hunden, die alle nicht ganz genau so sind wie deine Hündin.

    Dafür gibt es kein allgemein gültiges Rezept.

    Was du dir rausfiltern kannst an Gemeinsamkeit: so wenig Stress wie möglich für den Hund; so wenig verschiedene Reize wie möglich in dieser Anfangsphase.

    Erst mal Stress raus, danach erst alles übrige wie Stubenreinheit & Co.

    Wenn sie ein paar Tage lang oder auch länger auf Wickelunterlagen, Zeitungspapier oder ähnliches macht, heißt das noch lange nicht, daß sie nie stubenrein werden wird. Sie war es ja schon mal, sie hat in der neuen Umgebung nur zuviel Angst.

    Wann genau man ihr mehr zumuten kann - von hier aus ist das Spekulation. Gib ihr die Zeit, von sich aus Vertrauen zu gewinnen und auf dich zuzukommen.

    Ich bin von Natur auch eher eine Stubenhockerin, aber mit Hund muß man sich davon für die nächsten 10, 15 Jahre verabschieden. Mit Cara war ich, alle kurzem und langen Gänge eingeschlossen, täglich so etwa drei Stunden draußen, mal weniger, oft mehr.

    Wobei das für mich einer der bewußt gesuchten Aspekte der Hundehaltung war: ich wollte durch den Hund mehr nach draußen kommen. Ohne Hund fehlte mir die Motivation.

    Eine Wohnung finden mit Hund ist schwierig, allerdings mit kleinem, niedlichen Hund nicht ganz so extrem schwierig wie mit einem großen.

    Alleinebleiben muß über längere Zeit hinweg geübt werden. Aber Vollzeit mit Pausen und Wegzeiten ist zu lang, dafür muß eine andere Lösung gefunden werden.

    Deine Mutter fest und verpflichtend einzubinden siehst du selber kritisch, ansonsten hätte das natürlich hilfreich sein können.

    Im Interesse des Hundes solltest du nicht lange warten mit deiner Entscheidung: Welpen finden schnell ein neues Zuhause, bei Junghunden kann es schon schwieriger sein. Die weitaus meisten Interessenten wünschen sich einen Welpen. Und der Hund soll natürlich auch möglichst bald in einem endgültigen Zuhause ankommen dürfen.

    Ein Welpe von 10 Wochen findet über die Züchterin ganz schnell ein neue Zuhause, die Zeit bei dir war dann nur ein Intermezzo in ihrem Leben. Für den Hund ist das sicher eine optimale Lösung. In ihrer alten Heimat ist alles vertraut für sie, und die Züchterin kann dann ganz in Ruhe neue Besitzer suchen. Welpen in dem Alter gewöhnen sich sehr schnell um. Du mußt angesichts deiner dramatisch veränderten Lebensumstände absolut kein schlechtes Gewissen haben.

    Hinweise auf fehlende Gesundheit sehe ich da nicht.

    Es kann aber durchaus vorkommen beim Kastrationschip, daß der Hund sich dann schneller bedroht fühlt und in Abwehr zuschnappt. Daher die Bemerkung des TA über den Wegfall des Testosterons. Testosteron ist unter anderem auch ein Hormon, welches das Selbstbewußtsein fördert und stabilisiert.

    Eine Freundin war aus genau diesem Grund froh, als der Kastrachip bei ihrem Rüden endlich nachließ: hatte er vorher bei anderen Rüden rüdenhaft. aber friedlich rumgegockelt, wurde er unter der Wirkung des Chips schnappig und "hinterhältig" agressiv.

    Von hinten erschrecken und der Hund fährt mit offenem Maul herum und da steht dann das Kleinkind, das kann schon Verletzungen im Gesicht geben, ohne daß der Hund wirklich zubeißt. Ich würde mir als Interessentin den Vorfall eingehend schildern lassen und genau nachfragen, aber ich würde den Kauf nicht deswegen ausschließen.

    Genauer nachfragen würde ich auch bei dem Punkt "Rangfolge ausdiskutieren" und dem Grund für den Kastrachip, wo er doch verträglich mit anderrn Hunden sein soll? Wurde der Chip vielleicht gesetzt, um das falsche Problem zu lösen, nämlich Umgang und Erziehung?

    Was viele Welpenhalter leider nicht wissen: Welpen aller Hundeartigen haben eine eingebaute "Kindersicherung". Sie bleiben beim Spielen in ummittelbarer Nähe des Baus, in den sie sich bei Gefahr sofort zurückziehen können. Die Eltern können jagen gehen, ohne daß die Welpen ihnen nachlaufen.

    Sich zu weit vom sicheren Bau zu entfernen, kann für Canidenwelpen leicht tödlich enden.

    Das ist der Grund, warum auch Hundewelpen sich zunächst oft sehr schwertun, die unmittelbare Nähe des Hauses zu verlassen. Die Bindung an das sichere Heim (Bau) ist stärker als die Anhänglichkeit gegenüber dem Menschen (Elternersatz).

    Wenn man den Welpen nicht zu Fuß vom Haus wegführt, sondern ihn einpackt und irgendwohin transportiert, kann man diese Kindersicherung überlisten. In fremder Umgebung wird er sich dann am Menschen orientieren und dort auch nicht ängstlich sein.

    Das zu tun ist auch sinnvoll, denn man will ja die ersten Wochen zur Umweltgewöhnung an verscheidenen Orten nutzen.

    Dieses ursprüngliche Verhalten verliert sich mit der Zeit von selbst.

    Ein Welpe, der Anfangs nicht gern von zuhause weggeht und schnell wieder zuzrück strebt, zeigt also völlig normales Verhalten, das man nicht mit mangelhafter Sozialisierung oder ängstlichem Wesen verwechseln sollte.

    Ein wunderbares Kampffischblau, zum Verlieben! :smiling_face_with_heart_eyes:


    Oh Gott sieht das alles gut aus in der Charakter-Erstellung! Ich kann Drachenartige spielen, als Paladin, und fast alle Optionen in der Erstellung sehen einfach nur... so gut aus,

    Und wenn man den Charakter fertig erstellt hat, sieht man ihn denn anschließend auch im Spiel agieren oder ist das alles in der Egoperspektive und man sieht höchstens die eigenen Hände?

    Ich find's ja immer lustig, wenn man tausend Optionen für die Charaktererstellung bekommt und nachher sieht man das hüsche Kind nur noch im Ausrüstungsbildschirm.

    Hast du einen guten Vorrat an Haushaltsreiniger und Küchentüchern angelegt, bevor der Welpe einzog? Ich hoffe, die Antwort ist ja. Den darfst du auch verbrauchen, dafür ist er ja da. :nicken:

    Richte dich darauf ein, daß es dauert mit der Stubenreinheit und daß das ganz normal ist. Wenn man nicht so privilegiert wohnt, daß man einfach die Tür zum Garten aufmachen kann, dauert es naturgemäß etwas länger mit der Stubenreinheit. Mach dir aber keine Sorgen, auch Etagenwelpen lernen das!

    Auch das Hinterherlaufen in der Wohnung ist ganz normal in der ersten Zeit, und hat gar nichts damit zu tun, ob und wie leicht der Welpe später einmal das alleinebleiben lernt. Denn die Bindung ist ja noch nicht wirklich da in dem Sinne, daß der Welpe weiß, du bleibst jetzt in seinem Leben. Deshalb muß er dir ständig nachdackeln. Er hat ja gerade erst alles Vertraute verloren.

    Ich hätte das Bett wie geschrieben als eine Ressource/ Beute eingeschätzt.

    Der Hund macht das Bett als „Beute“ und wehrt anschließend den anderen Hund ab, im Sinne von „mein Bett“.

    Du verwendest selbst den Begriff Beutefangverhalten. Das bezieht sich sinngemäß auf dan jagdlichen Zusammenhang, also auf Beutetiere oder entsprechende Ersatzobjekte, die man eben fangen kann. Schlafplätze gehören nicht dazu. Das sind Ressourcen, aber keine Beute.

    Wenn ich jemanden abwehre, impliziert das, daß ich vorher belästigt, bedroht oder angegriffen wurde. Einen solchen Angriff erfolgreich abzuwehren ist in der Tat selbstbelohnend. Die Hündin hier wehrt aber nicht ab, sondern sie bedroht ihrerseits die andere, um sie von Schlafplatz zu vertreiben. Natürlich ist auch dieses Verhalten selbstbelohnend, wenn es erfolgreich ist, aber es ist eben kein Abwehrverhalten. Vielleicht meintest du den allgemeineren Begriff Agressionsverhalten?

    Im Sozialverhalten geht es neben vielen anderen Dingen auch darum, wer wem gegenüber Vorrechte genießt bzw beansprucht und eventuell durchsetzen kann. Dazu gehört es auch Ressourcen, in Besitz zu nehmen.

    Die beschriebene Situation gehört eindeutig in diesem Bereich.