Wie schön, daß du dich um Fine kümmerst und deiner Schwiegermutter dadurch hilfst!
Es ist klar, daß Fine momentan unter Stress leidet. Sie ist in eine andere Umgebung mit anderen Menschen und anderen Regeln versetzt worden. Sie ist es nicht gewohnt, regelmäßig spazierenzugehen und kann mit Begegnungen und Außenreizen schlecht umgehen. Vielleicht ist das Toben und Bellen auch ein Grund, daß die Halterin gemeinsame Ausgänge eher vermeidet?
Das Zittern beim Anlegen des Geschirrs kann einfach bedeuten, daß die Hündin sich das Geschirr nur ungern anlegen läßt. Das mögen viele Hunde nicht, auch wenn sie sich dann beim Spaziergang nicht weiter am Geschirr stören.
Es kann viele Auslöser für Zittern geben. Es hat mit Kälte zu tun oder mit Erregung. Oft deutet es auf Angst hin. Es kann aber auch positive Erregung sein, zum Beispiel beim Anblick eines Beutetiers, zu dem man nicht hinkann. (Ist bei Fine aber unwahrscheinlich.)
Es kann mit früheren schlechten Erfahrungen zu tun haben, die der Hund mit einem Ort, einem Geräusch, einem Geruch oder sonstigen Umständen verknüpft hat. Das kann man dann später, wenn man die Umstände des ersten Erlebnisses nicht kennt. kaum nachvollziehen.
Es kann körperlich bedingt sein, zB wenn der Hund nicht stabil stehen kann, oft bei sehr alten Hunden.
Wenn die Hündin immer nur kurz zittert, aber rasch wieder zum Normalzustand zurückfindet, würde ich das beobachten und nichts weiter unternehmen.
Beim Geschirranlegen könntest du versuchen, ihr das schön zu füttern, dh währenddessen Leckerli zu geben.
Ob sich das lohnt oder ob es besser ist, ihr das Geschirr einfach ohne Umstände anzuziehen und sie durch den dann folgenden Ausgang zu belohnen weiß ich aber nicht. Probieren schadet bestimmt nicht.
Kannst du deine Schwiegermutter zu dem Thema befragen?