Auch wenn sie sehr gut hören, kann ich nicht garantieren, dass sie nicht einem neben uns aufspringendem Hasen hinter her gehen.
Hallo Anja,
so ist das auch bei mir. Und da mir Bertha in ihren früheren Sturm- und Drang-Jahren schon ein paar mal hinter Wild hinterhergelaufen ist, führe ich sie stets an der Schleppleine (10m, früher auch 15m bzw. 20 m). Ich möchte nicht dafür verantwortlich sein, dass mein Hund andere Tiere oder Menschen belästigt oder es evtl. sogar zu einem Unfall mit Personenschäden kommen könnte. Der Jäger Deines Gassigebiets hat sich eindeutig geäußert - ich würde das ernst nehmen und die Hunde an die (lange) Leine nehmen. Ich könnte es mir nie verzeihen - und dem Jäger auch nicht, wenn es zu einem Abschuss meines Herzenshunds kommen würde.
Die Jäger, die ich bisher erlebt habe, sind ganz unterschiedlich drauf. Von einem, der seinen Hund schon mal draußen am "Auto spazierenfährt" und jeden unhöflich anquakt, der seinen angeleinten Hund auf eine Wiese hüpfen lässt, bis zu wirklich sehr netten Vertretern, die sogar Pansensticks für die Hunde der Spaziergänger dabei haben. Deswegen finde ich es sehr gut, dass Du nochmal das Gespräch gesucht hast, vielleicht entwickelt sich da noch so etwas wie ein gutes "Waffenstillstandsabkommen" zwischen euch.
Ja, der öffentliche Wald dient der allgemeinen Erholung, aber auch dort gibt es Regeln. Bei uns in Schleswig-Holstein sieht das Landeswaldgesetz z.B. eine ganzjährigen Leinenpflicht vor, unabhängig von Brut- und Setzzeiten. (Leider halten sich nicht alle daran, sonst hätte man wenigstens im Wald Ruhe vor nicht erzogenen Hunden, die nur mal "hallo" sagen wollen und ungefragt zum eigenen angeleinten Hund stürmen. Aber das ist ein anderes Thema).
Ich habe hier mal bei der Stad angefragt, wo denn überall "keine Leinenpflicht" herrscht (das konnte man mir gar nicht sagen.... also, Deine Frage macht durchaus Sinn.