Hallo!
Also ich denke, da läuft was falsch. Nackgriff, Unterwerfung usw. dient einfach nicht für eure Vertrauensbasis. Ich will damit nicht sagen, daß ihr ihm das Verhalten durchgehen lassen sollt und ich weiß auch, wie weh das tut.
Ich hatte vor einigen Wochen selbst einen Pflegehund, der haargenauso reagierte. Auch da habe ich (in reiner Selbstverteidigung) auch manchmal härter hingelangt, als ich hätte tun sollen.
Wir haben dann Pacos ganze Lebensweise geändert. Es gab gar kein Futter mehr aus dem Napf. Alles, was er fressen wollte, gab es nur von mir und nur aus der Hand. Er hat so recht schnell kapiert, daß man die Hand, die einen füttert, nicht beißt. Denn - dann gabs Hunger. Ich habe in der ganzen Wohnung in jeder Tasche nur noch Hundefutter gehabt. Man muß wirklich dann zwar immer nachdenken und nicht "mal schnell eben" was wegnehmen. Ihr müsst quasi vorher schon nachdenken, was ihr gleich tun wollt. Sprich, wollt ihr wo auf Besuch, lasst erst den Hund im Auto oder draußen warten und fragt, ob noch Fressen rumliegt und entsorgt es vorher. Paco mußte für sein Futter arbeiten, er mußte sich ruhig vor mich setzen, ohne anstupsen, ohne Pfoten tapsen, einfach sitzen (und das war enorme Arbeit für ihn im Kopf, wenn hier noch 3-4 Futterkonkurrenten unterwegs waren).
Aber es hat geholfen. Ich konnte ihm zum Schluß alles wegnehmen. Auf ein Kommando spuckte er seine Beute und bekam von mir die Belohnung, nach 6 Wochen nicht immer nur Ersatz in Form von Futtern, sondern einfach auch nur mal ein Lob.
Ich habe auch langsam wieder angefangen, ihn aus dem Napf zu füttern, immer in meinem Beisein. Ich habe das Futter einzeln in den Topf gelegt und auf meine Freigabe hin durfte er es fressen - nicht eher. Und wir waren sogar soweit, daß er auf ein Kommando hin das Fressen unterbrach, wofür es dann direkt wieder von mir aus der Hand Futter als Belohnung für gab.
Ihr müsst das wirklich üben.
Und lasst, wenn irgend möglich die Bestrafungen weg - sonst wird der Zwerg nie Vertrauen zu euch aufbauen.