Klar ist das ein Erfolg, aber durch diese 20 Sekunden hat der Hund 20 Sekunden Adrenalin und Glücksgefühl erlebt. Überlegt allein mal, wie sich ein Mensch nach einem kurzen Bungee-Sprung fühlt - genauso hat sich der Hund nach diesen 20 Sekunden Freiheit und Lebensgefühl gefühlt!
Ich habe selbst einen Jägermeister und weiß wovon ich rede. Jeder noch so kurze "Rückfall" ruft einen Rückschritt von Wochen hervor. So gemein es sich anhört, aber wenn Schleppleinentraining, dann bis zur absoluten Perfektion - anders gehts einfach nicht. Das soll aber jetzt kein Vorwurf sein oder sonstwas, das ist eben so.
Klar freut sich jeder Mensch darüber endlich diese lästige Schleppleine los zu sein, aber solange der Hund nur noch den Ansatz zeigt hinter Wild her zu gehen, hat er einfach das Verhalten des "Mensch ruft - ich eile" noch nicht wirklich verknüpft.
6 Wochen finde ich im übrigen generell für Schleppleinentraining bei einem Jagdproblem eh viel zu wenig, Wenn ich überlege, daß wir hier mitten im Wald wohnen, sehen wir dennoch höchstens 1 mal täglich einen Hasen als "übungsobjekt" - das würde bedeutet, wir haben satte 42 mal den Rückruf wirklich üben können in einer reellen Situation - das reicht nicht um ein Verhalten zu festigen!