Beiträge von Terry

    Hund nicht kontrollierbar?
    bedeutet für mich, nicht kontrollierbar in allen Bereichen. Ob on- oder offline. Online bekommen es ja schon viele HH hier in der Gegend nicht gebacken (was für mich immer der erste Schritt ist) und diese lassen dann ihren Liebling dann vielleicht auch noch offline laufen. Passt dann natürlich nicht so ganz. Wieder andere HH lassen ihren Hund nicht offline weil angeblich die Rasse nicht erziehbar ist.

    Was bedeutet nun eigentlich Kontrollierbar?
    Wer sich eine 100%ige Kontrollierbarkeit einbildet, den muss ich enttäuschen. Ja, nachdem der Hund (hoffentlich einen natürlichen Todes) gestorben ist, kann man natürlich rückblickend sagen das der Hund 100% kontrollierbar war (so wie ich bei meinem Jimmy; ab ca. dem 10./11. Monat hatte er 100%, ohne das ich großartig Erziehungstechnisch etwas dazu geleistet hätte).

    Für mich ist ein Hund unter "Kontrolle" wenn der HH es schafft überwiegend mit dem Hund zusammen zu arbeiten. An der Leine und ohne Leine. Ob Leine oder nicht muss dann der HH entscheiden als Absicherung für die Umwelt wenn er ahnt das es nicht so klappen wird wie vielleicht gerade vorgesehen. Und Fehler bzw. falsche Einschätzung der Situation können nun einmal vorkommen. Das hat dann nichts mit Unfähigkeit zu tun.

    Natürlich kann man sich nicht einfach eine Rassenbeschreibung einverleiben und nun meinen das der Hund, den man sich holt, dieser zu 100% entspricht. Aber Rassenbeschreibungen können helfen Verhaltensweisen des Hundes zu erklären und nun muss man halt schauen wie man das in das gemeinsame Leben integrieren kann.

    Das Wichtigste in der Hundeerziehung ist für mich das anfängliche Beobachten über einen längeren Zeitraum des Hundes um zu sehen was für ein Individuum man vor sich hat. Daum gelaufen natürlich wenn man sofort mit Leckerlie, Ablenkung und Co. einsteigt. Dann wird man das "wahre" Gegenüber erst kennen lernen wenn ein höherer Reiz eintritt mit dem man dann nicht gerechnet hat (ich liebe den Ausspruch "damit habe ich aber nicht gerechnet" und das am besten noch mehrmals in der Woche; hat meine Freundin nach Jahren mit ihrer Hündin immer noch drauf und natürlich liebe ich in dem Zusammenhang das Wort "Pubertät").

    Und da kann sich natürlich ein Huskyverhalten in einem CattleDog dann schon mal ne Weile "verstecken" bis der Überraschungseffekt eintritt.

    Alina, soll ich dir noch nen Fettnapf hinstellen in den du Kopfüber hinein hüpfen kannst :lol:

    Auweia, Vertrauen kann man nicht erzwingen. Das muss man sich verdienen. Und mit deinen Aktionen hast du das Vertrauen gerade wieder verspielt.

    Lass ihn doch einfach in Ruhe. Sei nicht streng sondern fair. Sei und bleib Konsequent in den einzelnen Situationen aber versuche nichts in den Hund hinein zu zwingen. Gerade weil du den Hund nur sporadisch hast musst du ihm noch viel mehr beweisen das er dir vertrauen kann.

    Respekt muss auf beiden Seiten herrschen. Deine Pflicht ist es, um den Respekt des Hundes (und damit auch sein Vertrauen) zu verdienen, ihn zu beobachten, Konsequent unerwünschtes Verhalten Hundgerecht zu unterbrechen bzw. nicht aufkommen zu lassen, gewünschtes Verhalten auszubauen und ihn nicht zu gängeln.

    Das braucht Zeit.

    Barry legt sich heute immer noch nicht gern auf den Rücken wenn ich es will, ist aber trotzdem dabei entspannt. Vor anderen Menschen oder Hunden würde er sich nie auf den Rücken legen.

    Na ja, es ist doch aber ein Unterschied ob ich behaupte "einen Hund kann man nicht erziehen weil z.B. die Rasse so und so ist oder weil er eine doofe Vorgeschichte hat" und es dann bleiben lasse, oder aber ob man soviel wie möglich mit seinem Hund zusammen wächst und sich einem Ziel langsam nähert.

    Es gibt Momente da traue ich mir die Führung von Barry nicht so zu dann bleibt Barry in dem Moment an der Leine. Das Gleiche bei Ashkii. Jedesmal wenn ich merke ich bin nicht gut drauf und ich kann nicht genug Führung bieten werden meine Hunde dementsprechend abgesichert. Tja, und dann gibt es noch die Tage wo man sich einfach in einer Situation irrt. Die Momente nehme ich dann zum Anlass wieder mal zu Überdenken wo ich vielleicht noch ein wenig meine Einstellung leicht ändern müsste.

    Nö., bei Ashkii jedenfalls nicht.

    Meine Aktionen sind immer aus dem Bauch heraus (darum bin ich gespannt wie ich das dann bei Carlos handhaben werde). Wenn ich sehe er will was aufnehmen kommt/kam ein Abbruch auch wenn er es schon in der Schnauze hat. Er hat verstanden das ich das nicht wirklich Lustig findet.

    Nun kann Ashkiis Verhalten so aussehen: bei Fressbarem > er sieht etwas und geht ignorierend vorbei weil er bemerkt das ich es auch gesehen habe. Er sieht etwas nimmt auf, von mir kommt ein Laut, er lässt es fallen oder er bringt es mir. Oder wenn ich es komplett verpeile hat er schon geschluckt wenn ich es zu spät bemerke. Das kommt aber immer seltener vor und er Ignorieren immer öfter.
    Bei Gegenständen die er toll findet > die nimmt er immer auf und versucht sich zu verdrücken. Wenn dann z.B. ein "was hast du denn da schon wieder" kommt, bringt er es, ich schaue es an und entscheide ob ich es ihm wieder gebe oder weg nehme.

    Weiß nicht genau wie ich das in Worte kleiden soll damit verstanden werden kann was ich genau meine :???:

    Askhii ist ja ein Staubsauger bzw. ist es nicht mehr so extrem.

    Ich habe bei Ashkii (und mache das ja immer noch) sehr viel aus dem Bauch heraus gemacht. Nun wollte ich natürlich auch das er nichts vom Boden aufnimmt. Hatte ich mir vor Einzug einen Plan gemacht, wurde dieser nach Einzug wieder in den Müll befördert.

    Anfangs habe ich Ashkii, wenn er was aufgenommen hat was er nicht haben sollte, es ohne Kommentar aus der Schnute geholt und dann kräftig geknuddelt.

    Wenn ich es vor der Aufnahme noch mitbekam gab es ein "ey", also ein Abbruch. Dann hat Ashkii es entweder ausgespuckt, ich hab ihn gerufen und geknuddelt oder er hat es mir gebracht, ich habe es entweder rausgekramt und geknuddelt oder er hat es in die offene Hand gespuckt und dann wurde geknuddelt.

    Da es bei mir immer Angenehmes zu erwarten gibt (also Knuddeln oder ab und an auch ein Spiel), Anfangs sogar nur direkt bei mir, wurde das Aufnehmen über das Jahr immer weniger (ist aber noch nicht weg) aber wenn er etwas hat ist er bereit es entweder auszuspucken oder mir zu bringen.

    Da ich viel über Selbstverständnis arbeite ist Ashkii bis heute noch nicht auf die Idee gekommen dies "auszunutzen" um Aufmerksamkeit zu bekommen.

    Barry hat es anders gelernt *grumel*. Und er bringt mir nichts und achtet darauf das ich möglichst abgelenkt bin wenn er etwas findet.

    Mal sehen wie es bei Carlos wird.

    Zitat

    In den meisten Fällen denke ich aber, liegt es einfach an einer ungünstigen Hund-Halter-Kombinitation bzw. daran, dass der Mensch nicht "gut genug" ist, genau diesen Hund zu erziehen.


    Für mich trifft das vor allen auf Rassen zu, welche selbständig agieren müssen (damit auch auf die Nordischen).

    Diese Hunde wollen überzeugt werden. Überzeugt werden das der Mensch in der Lage ist den Alltag zu meistern. Dann können sie sich zurücknehmen (freiwillig) und den Menschen lediglich unterstützen. Damit sind sie dann auch bereit zu sagen "na ja, ich hätte das anders geregelt aber mach du mal".

    Eine Kundin wunderte sich das Barry als KangalMix frei im Wald laufen kann und nicht Wildern geht. Ihr sind wohl mehrere Halter bekannt mit KangalMixen welche Wild auch reißen. Können also nicht frei laufen und werden dann oft auch in Zwingern gehalten.

    In Berlin begegnete mir vor den GropiusPassagen (großes Einkaufszentrum) an der U-Bahn öfter ein HH mit einem riesen Kangal(Mix?). Herrchen klein und schmächtig, mein Barry gegen diesen Hund ein Zwerg. Dieser Hund lief immer ohne Leine. Als sie einem Hund begegneten, schob Herrchen zwei Finger locker unter das Halsband und gingen ruhig und gelassen an dem anderen Hund vorbei. Heute ärgere ich mich ein wenig das ich mich mit diesem HH nicht mal unterhalten habe um ein wenig mehr über die Beziehung (die ja eindeutig ist) zu erfahren, nämlich seinen Weg dahin.