Ich werfe gar nichts durcheinander. Mir ist das Problem sehr wohl bewusst und da ist auch der Ansatz: Solange das nur ein Gegeneinander ist, wird das Ganze nichts. Die Leittragenden sind die Weidetiere und die Wölfe.
Das Problem ist das jeder vor sich hin wurschtelt. Jeder seine Seite vehement verteidigt. Die ContraWolfSeite wie z.B. "Wolf-nein Danke" ist nicht informativ, sie schreckt nur durch "Bild"-Manieren ab. Also ein Schuss in den Ofen und schadet mehr als das sie nützt. Ist doch kein Wunder dass die ProWolf-Denkenden die ContraWolf-Denkenden teilweise nicht Ernst nehmen.
Und damit meine ich nicht den Einzelnen, sondern diejenigen, welche sachlich aufgeklärt werden müssten: Die Bevölkerung. Und zwar erst recht die, die weder Weidetierhalter sind noch je einen Wolf begegnet sind. Denn wo werden die suchen: im INet und sich dann das raus suchen was ihnen gefällt > für oder gegen Wolf sein.
Würde ich in diesem Thema nicht mitlesen, wäre mir gar nicht so bewusst wie schwierig das Thema Wolf ist. Zu sehr wird in den Medien einseitig, sporadisch und nicht flächendeckend aufgeklärt (in beide Richtungen).
Das Thema Wolf wird seit Jahren hoch und runter durchdekliniert, aber so lange den großen sogenannten Naturschutzvereinen Deutungshoheit eingeräumt wird, die mit ihren Broschüren und Programmen in Städten, Kitas und Schulen und in millionenschweren Wolfsberatungsprojekten die öffentliche Meinung formen dürfen, in einzelnen Ländern schon am Verbandsklagerecht gearbeitet wird und ein Großteil der Stadtbevölkerung lieber am Vorurteil dummer Bauern festhält, anstatt das Thema ein wenig differenziert zu betrachten, so lange haben die Weidetierhalter schlechte Karten, selbst wenn sie sich zusammenschließen. Wir sehen doch, wer welche Posten besetzt.
Zusammenschließen der Weidetierhalter: Das ist doch der Punkt. Genau dass sollte nicht passieren da es wieder "nur" eine Seite ist. Daran scheitert doch das Ganze. Ich, der auf keiner Seite steht, kann nicht erkennen, dass ich in den täglichen Nachrichten dahingehend informiert werde, was denn nun wirklich Sache ist.
Was ist denn passiert als die Kampfhundesache begann. Eine Seite sammelte "Beweise" dass sie doch gar nicht so schlimm sind, die andere Seite sammelte Beweise (reißerische Bilder) wie gefährlich sie doch sind. Und der Bürger muss nun sehen was er daraus "bastelt".
Genauso ist es mit den Wölfen. Einerseits könnte man wirklich meinen, nachdem was hier teilweise so beschrieben wird (interpretiert wird), dass man an jeder Ecke wo sich Wölfe angesiedelt haben, permanent Angst um sein Leben (oder zumindest um das seiner Hunde) haben müsste. Andererseits wird abgewunken, dass das doch alles nur halb so wild ist und die andere Seite überreagiert.
Ich kann, zur Zeit, beide Seiten verstehen. Hilft nur weder den Weidetieren noch den Wölfen.