Beiträge von Terry

    Es ist eine Sache der Wahrnehmung. Was bedeutet üble Deformationen? Darüber wird sich hier doch schon seit gefühlten Millionen Seiten gestritten. Was für den einen schon Übel ist, ist für den Anderen kein Problem (vor allen Dingen welche solch eine Rasse in der Gemeinschaft lebt oder auch noch gezüchtet wird). Die sog. "leistungsfähigen" Hunde sind oft einfach nur Familienhunde bzw. ist eine Zucht mit ihnen gar nicht geplant. Der einzelne Hund ist also völlig irrelevant für die Rasse an und für sich.

    Das funktioniert nicht. Zusammenarbeit ist für Menschen ein Fremdwort. Dann wäre Qualzucht schon gar kein Thema mehr, es hätte sich genau so entwickelt wie Du, *naijra*, es Dir vorstellst.

    Nur ein Schnitt wird etwas bringen. Wünsche Einzelner müssen hinten an stehen.

    Na ja, der Hund ist aber ganz allgemein ein Menschen-gemachtes-Produkt. Geformt nachdem was er toll, schön, erstrebenswert und brauchbar findet und fand. Es gibt am Hund praktisch nichts natürliches. Alles geformt wie der Mensch das wollte, was ihm gefiel und von nutzen war.
    Für die Hunde sprechen, ja, bin ich voll bei dir, aber der Hund bleibt ein von Menschen geformtes Lebewesen, mit allen Attributen die da dazu gehören, oder eben fehlen.

    Lg

    Umso mehr Verantwortung haben wir. Nur weil wir etwas können, müssen wir es nicht auch noch machen. Und nur weil es Menschen gibt welche an den Skeletten per Zucht "rumschrauben", weil es ihren Wünschen entspricht, muss das noch lange nicht Gut geheißen werden. Das sich strickte Wehren, ein paar Schritte zurück zu treten, und einfach mal zu überlegen was der Mensch da eigentlich treibt, wäre der erste Schritt überhaupt etwas zu ändern. Da aber die Wünsche vor dem Respekt gegenüber dem Lebewesen stehen (in jeder Zucht), wird sich lieber gestritten wer nun Schuld hat bzw. wird immer fleißig auf den anderen gezeigt.
    Nunja, an Hunden gibt es nichts mehr natürliches, das mag stimmen. Um so wichtiger ist es da wieder mehr Wert drauf zu legen. Solange der Fokus allein auf dem Menschen liegt, wird das nichts.

    Bei so viel unsachlichem Schimpfen, kann ich Dich, *Quarus*, und Deine Aussagen nicht mehr Ernst nehmen. Es geht nicht darum was Du für Dich wichtig erachtest. Dann braucht letztendlich überhaupt nicht mehr über Qualzucht debattiert werden, denn mit "mein Hund ist aber....." und "mit meinem Hund kann ich aber...." kommen doch sehr viel um die Ecke. Schön dass es mit Deinen Hunden geht (wobei ich echt mich wundern muss, dass jemand stolz darauf ist mit seinen Hunden bei 30 Grad Prüfungen zu laufen, dass kann aber auch nur Menschen einfallen). Wäre nett, wenn man insgesamt mal wieder für die Hunde sprechen würde und nicht nur was Mensch so alles gern möchte und toll findet.

    Die Frage ist nicht was in die "Tonne" soll (was auch immer im Auge des Betrachters liegt und somit keiner vorhanden ist, der das auch nur im Ansatz bestimmen dürfte), sondern das die Zucht einfach eingestellt wird. Letztendlich wird es so weit kommen müssen, dass per Gesetz verboten werden muss. Auch wenn es da im Auge des Betrachters liegt was Qualzucht ist und was nicht, würden dann wenigstens kein neues Leben "produziert" werden. Dazu müsste der Mensch aber erst einmal Respekt vor dem Leben (in welcher Form auch immer) haben. Davon sind wir noch Lichtjahre entfernt.

    Das Bild, um das es hier in der Werbung ging, hatte ja nicht vordergründig das Ziel, diese Rasse wie Sauerbier anzubieten. Da steckte meiner Meinung nichts weiter dahinter, als dass es letztendlich ja doch süß aussah und witzig sein sollte. Was halt ein wenig schwierig ist, wenn Hunde kein Gesicht mehr haben bzw. nur noch wie Cartoons aussehen und letztendlich ein falsches Signal setzten könnten.
    Hinter den Shows steckt eine Menge Geld. Es wird aus Gründen der Profilierung und des Geldes von so einigen veranstaltet. Diejenigen, die da ganz anders denken, machen nur das notwendigste (z.B. weil sie eben ne Zuchtzulassung brauchen) oder stellen ihre Hunde erst gar nicht aus.
    Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass sie eine Menge Mails, Briefe und was weiß ich noch, bekommen, in denen dieser "Zirkus" kritisiert wird. Was bringt es? Es wird immer schlimmer.
    Sinnvoll ist es doch an der Wurzel anzusetzen und erst keine krank gewollten Hunde in die Welt zu setzen (die Hunde suchen sich das -den Partner- nicht aus). Denn sind Welpen erst einmal da, ist der Zug abgefahren. Dann hilft es nur noch das Beste daraus zu machen.

    Bei kleinen Dingen fängt es an. Dazu gehört es Werbungen "umzustimmen", dazu gehört Kritik (auch wenn sie mancher nicht hören möchte).

    Am Rande von Shows zu demonstrieren würde, meiner Meinung nach, nach hinten los gehen. Habe es zwei mal erlebt (nicht Thema Hund), dass genau diejenigen, an die es gerichtet ist, sich entweder über die "Spinner" lustig machen oder aber Demonstrierende in eine Ecke getrieben werden, so dass zum Schluss der Inhalt uninteressant wurde und die Botschaft deswegen nicht ankommen konnte.

    Na ja, süß empfinde ich auch jeden Welpen. Egal welchen. Aber wie schon hier irgendwo erwähnt, ist das dem Hund völlig schnuppe. Die Reaktion gegenüber dem Ausführenden ist immer auch ein Statement. Und soll darlegen was davon gehalten wird.

    Mein Bruder findet Basset ja ach so süß. Die großen Ohren und überhaupt. Habe gesagt was ich von der Rasse halte. Würde er nun auf die Idee kommen sich einen anzuschaffen, käme von mir garantiert kein "ach wie süß". Dem Hund ist das wurscht, aber das "Signal", das plötzlich alles ok ist weil Hund schon da ist, ist für mich, mh, freundlich ausgedrückt, unehrlich.

    Letztendlich könnte man sich doch sonst alles sparen. Aufklärung gibt es zuhauf und Züchter dieser Rassen aber irgendwie auch.

    Wobei ich mich schon freuen würde, wenn Mops und Englisch Bulldog solch ein Gesicht wie dein Hund *pez80* und Louie von *Anwar-Nienqe*, hätten (die beiden finde ich sogar hübsch, weil ich da tatsächlich auch ein Gesicht mit Schnauze deutlich sehen kann, keine fette Falte unter den Augen und auch die Glubschaugen fehlen).

    Wäre für Mops und Englisch Bulldog schon mal ein großer Fortschritt.

    Jeder Hund muss natürlich mit dem leben was ihm geboten und jedem Hund ist es wurscht was Mensch so denkt.

    Kann aber den Einwand von *Kanada" verstehen. Mir fällt aber einfach nichts ein wie es gehandhabt werden könnte, so das Mensch auch etwas daraus lernt. Darum bin ich nicht gegen jegliche Kritik wenn der Hund erst einmal da ist. Ist halt nicht mein Ding, weil es für mich persönlich verschwendete Energie ist (Hund ist nun mal da, muss so geliebt werden wie er ist und soll auch eine schöne Zeit verleben, soweit es gesundheitlich möglich ist, was individuell ja auch noch unterschiedlich ist).

    Letztendlich glaube ich, dass es sehr wohl wichtig ist, dass zu jedem Zeitpunkt Kritik/Einwände hervor gebracht wird/werden. Und so von "fern" betrachtet, verhalten sich diejenigen, welche Kritik an Kritikern üben nicht viel anders als diejenigen, denen unsensible Kritik vorgeworfen wird ;)

    Ich glaube nicht, dass Aufklärung dazu führen wird, dass Qualzuchten entweder eingeschränkt oder verschwinden werden mit der Zeit. Dazu ist die Wahrnehmung viel zu unterschiedlich, besonders wenn es um Welpen geht.

    Ich bin hin und her gerissen. Finde es aber zumindest bedenklich, nach dem Kauf alle Kritik fallen zu lassen. Wobei mir aber nicht wirklich einfällt, wie es gehandhabt werden könnte, außer das ich für mich entschlossen habe es (die Themen) zu ignorieren, unter dem Motto "jetzt kanns eh nicht mehr geändert werden, ich möchte damit aber nichts zu tun haben". Wichtig ist für mich, dass es dem Hund dann einfach nur soweit wie möglich gut geht. Das ist die Krux an der Sache: Ist Hund erst einmal da, ist es einfach "nur" noch ein Hund und muss integriert werden in das Leben, in den Alltag.

    Gleichzeitig habe ich aber kein Mitleid mit den Hundekäufern wenn sie dann Kritik ab bekommen und gestehe jedem zu Kritik zu üben. Und genauso wenig wie es mich letztendlich etwas angeht, welche Entscheidung ein Käufer trifft, geht es mich nichts an, wie weit jeder für sich meint Kritik üben zu müssen und wie. Das ist dann eine Sache zwischen dem der kritisiert wird und dem der Kritik übt.

    Letztendlich wird es wohl nur durch den Gesetzgeber eine Änderung geben können. Aufklärung funktioniert irgendwie nicht, da letztendlich die menschliche Entscheidung höher angesiedelt ist, als das Wohl der Hunde.