Nein, Belohnung gibt es nicht, schon gar nicht direkt in einer Situation, nur weil Hund gerade die richtige Bewegung macht. Habe es ja auch so gelernt (und auch gelehrt), nur hat der Alltag und viele verschiedene Hunde gezeigt, dass ich damit an das Ziel, das sie selbst Situationen angemessen bewerten und agieren (Menschen und Tiere in Ruhe zu lassen) nicht erreiche. Gerade in absoluten Notsituationen ist dann zu erkennen, was gewirkt hat und was nicht.
Gerade bei Ashkii (da er nun mal bei mir wohnt) habe ich feststellen können, dass jegliche Belohnung ihn von der Gesamtheit der Situation abgelenkt hat. Für ihn gehört sein Verhalten und Belohnung nicht zusammen. Denn wenn er was will, dann will er was. Und das setzt er bis zum bitteren Ende um (egal ob gleich, oder in Stunden, Tagen, Wochen, er vergisst nie). Nicht weil er dumm ist oder, wie ihm gern unterstellt wurde (leider auch von mir), dass er einfach nur stur ist. Nein, es ist seine Natur. Ist seine innere Motivation vorhanden abklären zu müssen was er sieht (das kann auch etwas sein, was sich nicht bewegt), dann nimmt er zwar nen Keks gern mit, aber das, was er sich in den Kopf gesetzt hat, das muss er erledigen.
Nia würde auch aufhören mitzudenken, wenn sie wüsste, dass es nen Keks gibt. Und letztendlich würde sie auch ihr Ding durchziehen. Bloß wegen nem Keks (oderwasauchimmer) würde sie nicht ihr Vorhaben aufgeben.
Das bedeutet nun nicht, dass ich nicht honoriere wenn ich das erste Mal nichts sagen muss. Dann freuts mich, und es kommt ein "na das ist ja toll", "bin stolz auf dich" oder was mir gerade einfällt. Wie der jeweilige Hund das auffasst: Keine Ahnung. Zumindest sind wir dann in fröhlicher Stimmung, weil alles passt ![]()