Alles anzeigenHi, dass ist einfach ein schwieriges Thema. Weil jeder seine eigene Beziehung zu seinen Hunden hat und natürlich auch jeder die besten Hunde der Welt hat (zumindest glaubt das jeder. Und ich hab sie tatsächlich
)
Was auch so sein soll. Darum schreib jeder auch seine Erfahrungen mit genau dem/den Hund/Hunden.Und da fällts dann natürlich auch schwer, „seinen Weg“ nicht für das Optimum zu halten.
Das ist vielleicht der Knackpunkt. Es kommt vielleicht darauf an wie viel unterschiedliche Hunde Mensch schon gehabt hat, und unter Berücksichtigung, dass die Hunde dann jeweils als Individuum wahr genommen wurden, wird erkannt, dass es das Optimum nicht gibt. Eigene Hunde hatte ich inkl. Ashkii und Nia jetzt 6. Zwei Hunde, welche zu mir passten und 4 Hunde, welche nicht zu mir passen, durch die ich aber viel gelernt habe. So einige Besucher-/Sitterhunde kommen noch dazu. Ich habe durch die verschiedenen Persönlichkeiten gelernt flexibel zu werden. Was mit dem Hund funktioniert hat, ging mit dem anderen in die Hose. Ich bin immer noch ständig auf Informationssuche. Und es ist mir noch nichts unter gekommen, was 1:1 zu jeden Hund passt. Nuancen, kleine Teile, einzelne Schritte sind natürlich passend bei allen Hunden, aber die Ausführung, der Zeitpunkt, die Intensität ist sehr variabel.Ich meine, es hat ja auch jeder andere Ansprüche an seine Hunde. Meine sollen gerne bei mir bleiben, in der „Begrüßung“ fremder Menschen und Tiere neutral bis freundlich bleiben (dafür auch Sitz oder Platz und alles an Vertrauensarbeit), mich nicht an der Leine durch die Gegend reissen (bei Lilly noch in Arbeit) und mir unsere Wohnung größtenteils heil lassen. Das ist das, was ich brauche. Alles andere ist Kür und ggf. gemeinsamer Spaß. Kann ich gut erreichen ohne Gebrüll und mit viel Lob. Den Begriff „Heididei“ oder so fände ich für mich aber total fehl am Platz. Zumal er meiner Meinung nach doch mehr Stimmungsmache als Definition ist
Erwartungen, Ansprüche bestimmen unser Leben. Die Erfüllung dieser kann im Zusammenhang mit einem Lebewesen nicht 100%iges Ziel sein. Eine Gewissheit ist nicht vorhersehbar, sondern eher der Wunsch. Jeder Tag kann anderes hervorbringen, womit Mensch nicht gerechnet hat. Und da kommt der rote Faden (ich nenne es so) zum tragen: Das Aufbauen einer Beziehung, einer Bindung ist bestimmt durch Klarheit. Diese Klarheit kann erreicht werden, wenn Mensch seinen Hund kennen lernt und Hund seinen Menschen. Wenn Mensch Regeln aufstellt, welche genau für diesen Hund die richtigen sind, damit dieser sich orientieren kann. Wenn die Regeln nicht wegen der Regeln durchgedrückt werden, sondern beachtet wird, dass Hund verstehen lernt, dass HH weiß was er tut und vertraut, dass dieser es richten wird. Aber: Da gehört für mich immer mehr eine Portion Fingerspitzengefühl dazu. Es gibt Hunde die brauchen es z.B. Entscheidungen treffen zu dürfen. Da ist es wichtig, dass Mensch dies erkennt und dieses so verwirklichen kann, dass Hund zufrieden und Mensch im Notfall (Sicherheit für Hund und Umwelt) immer das letzte Wort hat. Darf Hund das mit erarbeiten, wird es da keine Probleme geben.
Die Wörter "Wattebauschwerfer" und " Heititei..." kann ich ein wenig nachvollziehen. Ich definiere diese so, dass (wie bei den Hardcorlern) eine Richtung gegangen wird, die für den jeweiligen Hund zum Nachteil ist und sich darüber keine Gedanken gemacht wird. Einfach etwas durchgezogen wird, weil Mensch es so für sich (nicht für den Hund) richtig erachtet. Muss aber sagen, dass ich mich nicht erinnern kann, diese so handelnden Menschen hier schon gelesen zu haben (fällt mir jedenfalls keiner ein). Unterwegs treffe ich diese da schon eher. Also hier im Forum wäre es schon hilfreicher auf solch eine Wortwahl zu verzichten, denn es ist weder Zielführend noch Hilfreich.
Wer einen Arbeitshund hat, braucht dafür vielleicht auch andere Trainingsmöglichkeiten. Weiß ich nicht, kann ich nicht beurteilen. Denke, auch da kann man es in tierschutzverträglichen Bahnen halten und würde aufjaulen, wenn nicht.
Ich unterscheide zwischen Ausbildung, Erziehung und einfach nurTricks beibringen. In jeder "Sparte" ist auf den jeweiligen Hund zu achten und einzugehen. Darin unterscheiden sich diese Sparten nicht. Nur die Techniken unterscheiden sich, die in der Ausbildung und den Tricks beibringen ausgeprägter sind als in der Erziehung.
Beiträge von Terry
-
-
Ich meine: Alle müssen flexibler werden/sein. Das sind HuSchulen (also die ich kenne und so einigen die ich lese) nicht. Freue mich irgendwann mal die Möglichkeit zu haben andere kennen zu lernen.
Aber auch anderes bremst aus: Sich an Worten aufzuhängen. Denn das ist doch ein Hauptproblem. Egal ob "Rudelführer", "Konditionieren" und was sonst noch gern genutzt wird. Da kann über Jahre und unendliche Seiten sich ausgetauscht werden (meist bleibt es dabei ja nicht), aber nach nun 18 Jahren Forenbesuchen von meiner Seite hat sich kaum etwas geändert: Es wird sich immer noch um das Selbe gestritten. Konditionierung ist keine Erfindung des Menschen, wird aber als Mittel bewusst eingesetzt. So weit, so gut und richtig. Wenn es aber in reine Technik ausartet (und damit oft in Bestechung und Warnung - was viele Hunde gar nicht annehmen, nennt sich dann Problemhunde) und das soviel Raum einnimmt, dass der Hund gar nicht mehr gesehen wird, sondern nur noch die eigene Handlung, bin ich gegen das technische Konditionierung (das nenne ich jetzt mal so). Welches in der Ausbildung und dem Beibringen von Tricks sich natürlich sehr bewährt hat. Da es dort nicht darum geht, den Hund auch Hund, so weit wie möglich, sein zu lassen, sondern Mensch etwas verlangt, was für den Hund nicht nachvollziehbar sein muss. Es darum geht, Mensch will etwas ohne jeglichen Bezug und Hund hat es auszuführen (was Mensch und Hund, bei richtiger Durchführung, Spaß machen kann).
Es sind verschiedene Vorstellungen der Bezeichnungen vorhanden. Das ist ja gar nicht so wild. Wird sich aber an dem Wissen, an Worten geklammert und dieses Verständnis einfach durchgezogen, ohne dabei seinen Hund (sehr übertrieben jetzt geäußert) zu sehen, dann ist das Risiko groß, dass es in die Hose geht. Und das geschieht auch oft, weil Wissen nicht immer, nicht oft oder gar nicht, als Hilfsmittel gesehen wird, sondern als "das muss ich jetzt so machen, weil", "das soll ich so machen, weil" ....... .
Im großen und Ganzen wird doch hier im Forum überwiegend individuell mit den Hunden umgegangen. Angepasst an Hund, Situation, Umfeld, am Menschen. Und das sieht nun mal sehr unterschiedlich aus. Da wo es nicht angepasst an den Hund und.... na ja und so weiter und so fort, ist, da kommt es dann zu den Hilfeschreien, Ärgernissen. Da wünschte ich mir dann manchmal, dass dann vielleicht ein neuer Weg gesucht wird und nicht der alte Weg durchgezogen wird, wenn schon allein durch Lesen manchmal zu erkennen ist, dass Hund das einfach nicht verstanden hat oder gar nicht umsetzen kann.
"Eng" wird es doch erst, wenn jeder versucht seine Erfahrung nieder zu schreiben und dies entweder als einzig Wahres deklariert wird (kommt seltener vor) oder aber Lesende es so verstehen (das kommt im Moment für mich am meisten vor). Und es nur noch darum geht, wer denn nun recht hat.
-
Mit dem Thema Rudel und Rudelführer hat Lautstärke aber nicht unbedingt was zu tun, oder? Hier gehts jetzt darum, ob man nen Hund auch mal maßregeln muss oder nicht.
Finde ich schon.Denn ist das nicht der Knackpunkt? Wenn Rudelführung mit Strenge und Handlungen umgesetzt wird, welche mit dem Hund gar nichts zu tun haben, sondern allein aus der Annahme, dass Rudelführer so handeln "müssen" um die Führung zu haben, resultiert? Sonst wäre es wurscht wie wer sich nennt.
Bei allem ist doch das Zauberwort : Individuell. Als erstens den eigenen Hund verstehen lernen. Stärken, Schwächen. Schauen wie er auf was reagiert. Welchen roten Faden er benötigt, um in seinem Umfeld sicher leben zu können. Da sind viele Unterschiede. Mensch muss authentisch bleiben, sich hinterfragen und sehen was er vielleicht ändern kann und was er an den Botschaften an seinen Hund evtl. ändern, verstärken oder lassen sollte.Egal wie es genannt wird (Bezeichnungen sind aus etwas "geboren" und haben ein Funkten Berechtigung; leider werden sie dann oft inflationär benutzt), wichtig ist zu unterscheiden: Schreibt (oder redet) ein Mensch nun genau von seinem Hunden oder aber ist er allgemein der Meinung, dass Hundeerziehung nur so gehe. Egal um welchen Hund es sich handelt (z.B. Rasse/Mischung, diese sind gute Wegweiser worauf geachtet werden sollte, werden aber zum Boomerang, wenn der jeweilige Hund an die vom Menschen aufgestellten Vorgaben sich nicht hält). Es wird für mich immer wichtiger genau hinzuschauen und Hund Botschaften zukommen zu lassen, welche er braucht (und vor allen Dingen verstehen kann), und nicht was Mensch meint was er allein für gut empfindet (egal auf welche Welle gerade "geritten" wird).
Darum empfinde ich es immer schwieriger, wenn gerade Hundeneulingen (egal ob HuSchule, Foren oder woauchimmer) pauschale Ratschläge erteilt werden. Wenn Hunde ohne Leckerchen schmeißen z.B. gar nicht mehr lernen dürfen. Oder vielleicht gar noch das ganze Gegenteil empfohlen wird. Wenn Hunde sich außerhalb von Kommandos nicht mehr entwickeln dürfen, da Sitz und Co. als Erziehungsmittel angepriesen wird. Wenn nicht der Hund im Vordergrund steht, sondern Methoden, Handgriffe, also eigentlich mehr Technik als Erarbeitung des Alltages mit dem jeweiligen Hund.
-
Ashkii hat so ein blechernes, komisches Bellen, da könnte ich wohl alle Nachbarn gegen mich aufbringen, wenn der ein Beller wäre (was er nicht nötig hat). Er würde jeden Nerv zum schwingen bringen. Sammy, nebenan, der bellt bei jedem Pieps, na ja fast. Und wenn der Hund der Eltern da ist, macht es noch mehr Spaß und die Hündin hat eine unangenehme, helle Stimme. Glaube das nervt sogar meine Hunde. Sind aber keine Dauerbeller, haben wohl eher nur Langeweile.
-
Na ja, ein Dauer kreischender, bellender Hund ist ja nicht nur ein Nervtöter (und natürlich ein sehr große Belastung, wenn man nicht mal mehr schlafen/leben kann wie man möchte). Da würde ich so viel Alarm machen (OA, Polizei und was weiß ich noch), dass das bei den HH hängen bleibt. Wut auf den Hund würde mir im Traum nicht einfallen. Ein Lebewesen, welches Lautstark kund tut, dass es ihm schei***** geht, hat immer mein tiefstes Mitgefühl und da muss ich dann was tun. Was im Umkehrschluss dann natürlich für mich auch gesundheitsfördernd ist, wenn sich etwas ändert, der Weg dahin leider aber nicht. Schlimmer ist es für mich, wenn ich endlich mal Schlafen kann und dann Nachts vor meinem Fenster lautes Gegröle, Unterhaltungen, Autoradios, Motoren usw. los gehen. Da kann ich mich nur ärgern, nicht mehr nicht weniger. Kann im Sommer schon mal sehr oft vorkommen. Das ist aber die Konsequenz, dass ich hier zwischen Menschen lebe. Ein Hauptgrund diese Wohnsituation, so bald es geht, zu verändern.
Ruhestörungen, egal durch wen, wenn sie dann auch noch die Gesundheit angreifen (und das kann es nun einmal bei vielen Menschen) gehen gar nicht und es ist gut, dass es da Möglichkeiten gibt, dagegen vorzugehen.
-
In erst Linie erziehe ich (den Alltag näher bringen und darin führen). Für mich gehört an erster Stelle Authentizität des Menschen. Der einzelne Hund, Situation, Tagesformen (Mensch und Hund) bestimmen, wie das Führen dann aussieht. Ich spreche normal mit meinen Hunden. Wenn nötig gibt es kurzen und knappen Tadel (meist kurze Laute, welche die Hunde sich ausgesucht haben). Lob auch mal in Sätzen oder kurz "Super, Klasse usw.".
Ich bilde meine Hunde nicht aus. Die dafür nötigen Tricks (Sitz, Bleib, Fuß usw.) verwende ich in der Erziehung nicht (mehr).
Tricks übe ich mit meinen Hunde auch nicht. Nia ist das zu blöd und Ashkii dreht nur hoch. Tricks sind für mich die einzigen Momente in denen Kekse eingesetzt werden. Nia nimmt gern Kekse, entscheidet sich aber dagegen, wenn sie dafür irgendwas Sinn befreites (in ihren Augen) machen soll. Sitz geht so, also mit Keks, alles andere, da geht sie einfach. Ashkii ist mit soviel Eifer dabei, das er sich nicht konzentrieren kann. Es pusht ihn hoch. Habe deswegen einiges eingestellt (Dummy, ZOS, sogar Longieren). Hunde tadeln, wenn es um das Beibringen von Tricks geht, kann ich nicht nachvollziehen. Und die Hunde wahrscheinlich auch nicht.
-
Das Gebell stört mich nicht bei der ganzen Sache. Die Züge, die Menschen die Autos die vor meinem Fenster Krach machen (egal welche Uhrzeit) muss ich auch ertragen.
Mich nerven dauerbellende Hunde aus einem einzigen Grund: Ich weiß dass es ihnen überwiegend nicht gut geht. Lebe ich in einem Dorf wo die Hunde sich die "Bellklinke" (weil jeder einen anderen Grund hat zu Bellen) in die Hand gaben, jo, muss ich mit Leben, genau wie mit dem Lärm den Menschen machen. Aber das Wissen, dass Hunde melden das es ihnen Bescheiden geht (aus welchen Grund es auch immer geht), das zehrt an meinen Nerven. Also immer da, wo Menschen mit vernünftigen, für den Hund verständlichen Mitteln, anleitend eingreifen können.
Und leider ist es aus dem Grunde wichtig, dass die Möglichkeit besteht, Hundegebell als Lärmbelästigung einzustufen zu können um HH zu bewegen sich um ihre Hunde zu kümmern.
-
Nie wieder würde ich einen Welpen nehmen, den ich nicht vorher kennen gelernt habe. 2008 war es bei mir auch nur: Jo, Welpe ist halt Welpe, wollte den Hund der den größten Schwarzanteil hatte mit genügend Weiß. So sah mein Bearded fast genau vor 30 Jahren aus. Dachte, dass muss doch heißen das Ashkii passt.
Nö, wir passen überhaupt nicht zusammen. Vor gut einem Jahr konnte ich endlich meinen Frieden damit schließen, ihn annehmen wie er ist und nun haben wir eine gute Beziehung. Hätte ich den Welpen vor Ort mir ausgesucht (ist ja nicht so, dass das nicht gegangen wäre), dann wäre es der dicke Schwarze geworden. Ruhige, nachdenklich, wissend was er will. Während die Geschwister sich an einer Seite eines Knochens, oder wasauchimmer, streiten, lag er an der anderen Seite und hat in Ruhe gekaut. Der Dicke ist wohl auch als letzter ausgezogen, war wohl den meisten zu ruhig, wenn ich mich recht erinnere.
Welpen kommen nicht als "leeres Blatt" auf die Welt. In dem Alter sind sie, für mich jedenfalls, noch am "ehrlichsten" in ihrem Charakter, ihrer Persönlichkeit (wenn "Züchter" da nicht schon zu viel, ähm, ja, wie sage ich es am höflichsten
nach ihren Wünschen angefangen haben zu Formen). -
Ich hatte für Barry und Ashkii solch ein Teil. Barry bevorzugte oft gern Ashkiis Liege.
Der Inhalt kann nicht angezeigt werden, da du keine Berechtigung hast, diesen Inhalt zu sehen. Entsprechende Größe natürlich stabiler, gut zum abduschen und hat nach Barrys Tod noch lange bei einer Bekannten im Garten für die Hunde gestanden. Gekauft hatte ich die Liegen mal bei Freßnapf. Weiß nicht mehr was sie kosteten, aber nicht wirklich teuer. Glaube für die Große war das damals um die 20,-- €. -
Angemessen muss das Verhalten des Menschen sein. Hilft es dem Hund wenn er getröstet wird, dann ist das so. Braucht er den Hinweis, dass Mensch das nicht interessiert, alles ok ist und Hund damit soweit wie möglich zufrieden, dann ist das eben auch so. Ashkii bekommt (bei Gewitter) Situationsbedingt das, was ihm gerade hilft: Trost, Ignoranz, mal ne Ansage. Der jeweilige Hund (individuell ist das Zauberwort) gibt vor was ihm hilft etwas/ganz runter fahren zu können.
Darum ist es überaus wichtig Mensch und Hund vor Ort beobachten zu können um überhaupt erkennen zu können was Hund wirklich braucht um sein Verhalten ändern zu können. Denn die Interpretationen des Menschen weichen von denen des Hundes mit Sicherheit ab, sonst gäbe es das Problem bzw. gäbe es schon eine Lösung.