Meine Regel lautet: Andere (ob Mensch oder Tier) werden nicht belästigt und die Hunde haben weder sich noch andere zu schaden.
Wie der Weg dahin aussieht ist so unterschiedlich wie jeder Hund (Situation .....). Ashkii hat seine Grenzen genauso wie Nia, Barry usw. . Je nach Typ (z.B. Ashkii kann und will keine Entscheidungen Treffen, Nia braucht diese). Danach richtige ich mein Vorgehen. Ich weiß (jetzt), dass Ashkii, wenn er erst einmal in seine Welt eingetaucht ist, nicht mehr beeinflussbar ist. Außer durch eine Leine. Dagegen kämpfe ich nicht mehr an, indem ich versuche durch allerhand "Methoden" dies zu verändern. Nia hat wieder andere "Macken". Letztendlich bin ich derjenige, welcher in der Menschenwelt zu guter Letzt die endgültige Entscheidungsgewalt habe. In der Hundewelt vertraue ich da auf meine Hunde, wenn ich sehe, dass sie das souverän bzw. angemessen können. Ich beweisen was ich kann (gebe mir jedenfalls Mühe) und die Hunde was sie können.
Starre Regeln führen meiner Meinung nach dazu, dass genau das passiert, was nicht gewünscht wird: Das übertreten der Regeln. Oft weil sie nicht angepasst sind, oft weil sie gar nicht verstanden werden, oft weil sie gar nicht wirklich erlernt werden konnten. Oder was meine Lieblingshundetypen so gut können: Das musst du mir jetzt mal ganz genau erklären und dann schauen wir mal.
Aber Achtung: Dies betrifft den Alltag, also die Erziehung und im Notfall mache ich keine Gefangenen (wenn es um Leib und Leben geht). Nein, platt mache ich sie nicht, aber erst handele ich und dann überlege ich mir was ich da versaubeutelt habe. Da das Leben nicht wirklich kontrollierbar ist (oder eben sehr eingeschränkt), muss ich es manchmal einfach als "dumm gelaufen" abhaken und auf zu neuen Taten.
In einer Ausbildung, welche ein bestimmtes Ziel enthalten, muss ein ganz anderer Aufbau erfolgen, weil von der Unterordnung sehr viel abhängen kann. Die Resultate, also das, was in der Unterordnung gelernt wird, kann dann im Alltag mit einfließen. Aber das muss dann schon so gut aufgebaut werden, dass es durch Fehler im Alltag nicht zu Rückschlägen führt und das Ganze dann eher ein Krampf als Ausbildung ist.
Wenn ich als Regel "ich werde nicht gebissen" einführen müsste, dann würde etwas sehr schief laufen in meiner Sicht auf Hunde.