Beiträge von Terry

    Da ich immer wieder mal (gern) Endzeitszenarien als Serie oder Film sehe, entstehen dadurch immer wieder Gedankenmodelle, was wäre wenn.

    Mein erster Impuls ist: Weg von Menschen. Finde Menschen in Friedenszeiten schon anstrengend (da Kleinigkeiten schon gern mal zu großen Problemen werden können) und mag mir gar nicht vorstellen, wie das dann in Notzeiten aussehen soll. Also wenn es wirklich ans Eingemachte geht.

    Wenn es wirklich ums Überleben geht, schließe ich nichts aus. Allerdings komme ich jetzt schon mit recht wenig aus, wenn es sein muss, und ein gejagtes Tier müsste dann auch schon sehr lange halten, wenn ich wirklich nichts anderes finde.

    So tief tauche ich allerdings nicht in die Materie ein und außerdem kommt es meist sowieso erstens anders und zweitens als man denkt.

    Finde es spannend und interessant mich (ganz langsam) auszurüsten, selbst wenn ich es (hoffentlich) nie brauche.

    Von wegen Igel essen: Nix da, ich übe mich immer mehr darin mich von tierischen Produkten zu "entwöhnen". Somit braucht dann im Notfall erst recht kein Tier sein Leben für mich lassen. Ashkii und Nia müssten dann eben auch damit klar kommen oder geschickter im Beute machen werden. Gut Nia ginge gesundheitlich nicht, Ashkii, jo, der würde das hinbekommen. Sind aber beide jetzt im 11ten Jahr und somit werden sie einen Supergau wohl nicht erleben und ich auch nicht so schnell. Alle anderen kleineren Katastrophen würden wir wohl irgend wie hinbekommen.

    Bei Dosenfutter bin ich mir noch nicht so ganz sicher. Gab da mal bei Netto Büchsen im Angebot, ich hatte da so einige mitgenommen für Notfälle, wenn ich mich mal wieder verrechne mit dem Hundefutter. War mir dann aber teilweise nicht so geheuer, da sich so einige Deckel leicht wölbten. Haltbarkeitsdatum war aber noch (glaube ich) ein Jahr oder so. Aber Fleisch und Botulismus, mh, irgendwie habe ich da Hemmungen. Irgendwie traue ich mich da gar nicht Büchsen zu sammeln (bräuchte dann auch nicht immer schauen ob ich noch einkaufen gehen muss, wenn ich es irgendwo staple).

    Meine Tochter und ich fangen auch langsam an zu "sammeln". Ist irgendwie spannend, es ist zum Essen dann immer was im Haus (ich neige eher dazu bis zum Letzten alles aufzubrauchen) und Zelt, Rucksack und ähnliches hatte ich eh schon mal geplant. Gebe ja nicht auf, dass ich irgendwann mal in Urlaub fahren kann. Also wird alles so gekauft, dass ich es aktuell nutzen und gelassen bleiben kann, falls doch mal etwas eintritt: Essensvorräte, Wasser, Apotheke (muss ich noch besser auffüllen), Werkzeug usw., und das alles so, dass ich es notfalls auch noch transportieren könnte.

    Hatte für Nia einen Anhänger zum schieben angedacht, damit wir mal wieder größere Runden machen können Aber: Warum "nur" für Nia? Den kann ich ja auch ans Fahrrad montieren und damit einkaufen (habe kein Auto) und in Notfällen bin ich inkl. der Hunde mobil. Muss mir um Sprit keine Gedanken machen.

    Sollte Strom ausfallen, habe ich z.Zt noch das Haus meiner Cousine in der Nähe mit Ofenheizung/-herd. Betreff Lampen werde ich mir jetzt mal eine Original Sonnenlampe bestellen um zu schauen wie viel Licht diese geben. Sollen dann meine Lichter mit Batterie hier ersetzen. Dann käme ich langsam von den Batterien weg und hätte im Notfall auf jeden Fall Licht.

    Insgesamt finde ich, dass viele Dinge jetzt schon für den Alltag nützlich sind und erst recht, wenn mal Engpässe bezüglich Strom, Sprit oder Nahrungsmittel eintreten sollten.

    Ashkii habe ich von Anfang an alles mir "bringen" lassen. Angefangen mit Dingen die er durfte, da ich sie ihm wieder geben konnte nachdem ich sie begutachtet habe, bis hin zu Dingen welche ich dann weggeräumt habe bzw. weggeschmissen. Darauf kann ich mich noch heute verlassen. Das Geben ist dann nicht immer ohne Überredungskunst, aber er spuckt es trotzdem aus. Dinge, die er erst gar nicht aufnehmen soll, über die bin ich einfach "drüber gelatscht" und habe ihn dabei immer mitgenommen, mit dem Hinweis, dass ich das doof finde, könnte gefährlich sein. Ist dadurch zu 98 % sicher, da er mir Fundsachen entweder freiwillig bringt oder ich ihn damit zu mir rufen kann oder aber mit einem kurzen "nein" oder einem Geräusch nimmt er es erst gar nicht auf.

    Bei einem großen Knochen war ich mir ziemlich unsicher, ob es wirklich so gut ist, dass er ihn komplett frisst (war noch ein kleiner Knirps). Er fraß ihn in der Box, ich wollte ihn haben. Also das Spiel "bring es mir". Ashkii hat den tödlichen Blick drauf. Mit beiden Pfoten den Knochen fester umklammert (er kann richtig "zugreifen") und mich versucht zu beeindrucken. Hab nicht locker gelassen "ne, ich will diesen Knochen, bring ihn mir" (oder so ähnlich, ist schon ein paar Jährchen her). Hat ein bisschen gedauert, aber er hat ihn mir dann gebracht. Soziale Bestätigung und Knochen weggeräumt. Und alles war gut. Und ich wusste ich bin auf dem richtigen Weg mit ihm.

    Auch bei Carlos war dies die einzige Möglichkeit ihm etwas "abzuringen". Mit Geduld, Ruhe und viel Spuke. Jeglicher Druck hätte bei beiden zu Ergebnissen geführt, welche ich bei anderen Hunden beobachtet habe: Tauschen erzwingen, schneller sein als HH (schnell abschlucken), mit Beute weg laufen usw..

    Und was Dominanz betrifft: Soweit ich das über die Jahre mitbekommen habe, ist das meist vom Gegenüber abhängig. Ob der andere das mitmacht. Darum, meiner Meinung nach, artet es oft in Gewalt aus (nicht nur Mensch/Hund, sondern auch Hund/Hund).
    Und ja, echte dominante Hunde gibt es (und auch Menschen), wenn vielleicht auch selten. Habe beide kennen gelernt und nö, die macht man sich weder zum Freund (ist die harmlosere Variante) noch zum Feind (die braucht man nicht).

    Situationsbedingt. Wie das Leben so spielt. Ashkii muss warten, da ich erst schauen muss ob unten die Haustür zu ist. Ist alles frei, schicke ich Ashkii vor. Nia muss warten, weil ich sie die Treppe runter heben muss. Außerdem ist es an meiner Haustür so eng, dass ich schon automatisch immer vorn bin. Außer die Hunde könnten die Tür aufmachen, dann wäre mir das bei Barry z.B. egal gewesen. Aber auch da sind wir situationsbedingt abwechselnd gegangen.

    Einmal habe ich das "Rudelführer geht immer voran", was damals oft noch propagiert wurde, live erleben "dürfen". Nö, brauche ich nicht. Bin mir nicht sicher ob es Hund einfach nur wurscht war oder aber er einfach nur noch so vor sich hin lebte, zumindest während des Spazierganges. Ein Herdi der immer hinten seinen HH bleiben musste. Weil Hunde machen das so. Irgend wie wirkte der Hund ein wenig "tot" auf mich. Klar er durfte rechts und links mal schauen, aber alles immer schön brav hinter den HH (dadurch auch kaum Kommunikation und Interaktion mit den anderen Hunden, außer es passierte alles hinter den Menschen) und diese achteten akribisch darauf. Ich fand das sehr merkwürdig aber die HH waren überzeugt. War aber nur ein kleiner Ausschnitt den ich dieses Gespann sah. Fand ich aber nicht prickelnd.

    Was soll denn der Chef auch als erster an der Tür? Klar hat der sein Personal.

    Ashkii hat selten gebellt. Da konnte durch den Hausflur stapfen wer wollte. Wenn es klingelte, jo, denn schon mal kurz, er jammert lieber. Nia hat es ihm innerhalb weniger Tage beigebracht (na ja, versucht). Die ersten 2 Tage bei jeder Bewegung im Hausflur, bellend zur Tür, Ashkii autoamatisch im Schlepptau. Am 2ten Tag fing Ashkii auch an zu bellen, dann bellte und rannte er als erster los. Am 3ten Tag war Nia zufrieden. Sie blieb liegen, Ashkii rannte allein bellend zur Tür. Am 4ten Tag merkte er das Nia liegen blieb. Einmal noch, etwas gehemmt und verunsichert warum Nia nicht mehr mitmachte und dann stellte er es ein (er selbst fand es überflüssig Alarm zu machen nur weil da jemand im Hausflur ist). Und dann wollte Nia wieder von vorn anfangen. Da habe ich dann gestoppt. Ab da war dann Ruhe. Anmerkung: Hier wird über den Tag verteilt max. 5 - 6 x der Hausflur durchquert (eher weniger), so das sich da Bellen in Grenzen hielt.

    Die altbekannten Regeln sind von Menschen erfunden (wie so vieles) und haben mit Hunden überhaupt nichts zu tun. Hunde sind individuell und handeln auch so. Da gibt es die souveränen, welche zur Strenge neigen, dann die souveränen welche alles ein wenig locker sehen. Meist Hunde welche es brauchen auch angemessene Entscheidungen treffen zu dürfen. Dann die, die mit Entscheidungen treffen, egal wie klein sie sind, völlig überfordert sind und einen genauen roten Faden benötigen an dem sie sich orientieren können. Dann die, die fähig sind Entscheidungen treffen zu können, aber auch gut ohne leben können usw. usf. . In Sachen Hund ist oft der Mensch der unflexible Typ, welcher zwar meint er hat einen Plan aber letztendlich daran scheitert weil der Plan mit der jeweiligen Realität nicht viel gemeinsam hat.

    Das Problem ist das "immer". Wiederhole mich ja gern: Es muss immer Situationsabhängig und auch Hunde abhängig gesehen werden.

    Ashkii hat erst verstanden was ich von ihm erwarte, nachdem ich jegliche nicht verständliche Manipulation (umlenken und was es so alles gibt) einstellte, nachdem ich ihn immer wieder nach hinten genommen habe in entsprechenden Situationen. Er hatte (und hat, wenn es ihn wieder überkommt) in den Moment vor mir einfach nichts zu suchen. Die Botschaft war nicht "ich bin der Rudelführer", sondern "du weißt dich vorne nicht angemessen zu verhalten, also hast du vorn nichts zu suchen". Somit weiß er sich heute meist auch vor mir zu benehmen (Menschen nicht anspringen wollend, Hunde nicht abblocken wollend).

    Barry hat das z.B. sehr persönlich genommen. Er ist oft vor mir, immer wieder neben mir und auch gern hinter mir gelaufen. Als ich ihm vermitteln musste, dass andere Hunde nicht gelegt und gemaßregelt werden, nur weil ihm ihr Auftreten nicht gefällt, wurde das nach hinten schicken (war wieder Zufall dass ich das entdeckt hatte) ein Hinweis von mir, dass ich sein Verhalten blöd finde.
    Feldrunde, uns kommen HH mit zwei Goldis entgegen. Ich schicke Barry hinter mich, wir treffen auf die Goldis, ich gehe weiter, Barry "unterhält" sich ruhig mit beiden Hunden. Alles ruhig und gelassen, folgt mir gelassen. Wir begegnen uns (ca. 10 Minuten später) noch einmal. Ich lasse Barry vor laufen (hatten sich ja schließlich schon ausgetauscht und es war alles friedlich verlaufen) und: Barry knöpfte sich die Hunde gleich mal vor. Das nach hinten schicken wurde für mich ein Werkzeug. Nach Monaten war das Geschichte. Er hatte verstanden, egal wo er lief.

    Auch Gasthunden habe ich immer wieder so zeigen können was ich unter Leinenführigkeit verstehe. War es ihnen wichtig vorn laufen zu wollen, hatte sich ziehen meist innerhalb von 2- 3 Tagen erledigt. Hund zieht, Hund darf sich seitlich versetzt hinter mir (so dass ich Hund noch sehe und damit unter Kontrolle) einordnen. Ich laufe weiter, Hund überholt mich langsam. Soweit alles gut. Hund wird schneller fängt an zu ziehen. Es geht wieder nach hinten. Beim zweiten mal ziehen (nicht beim überholen und sich nach vorn setzen, das dürfen Hunde bei mir) gibt es einen verbalen Anschiss auf das Ziehen bezogen und es geht wieder nach hinten. Es gab aber auch Hunde, welchen das wurscht war. Diese hatte ich aber so kurz (max. 1-2 Tage), dass ich mir da nicht die Mühe machte einen angepassten Weg zu suchen, die zogen halt.

    Geht mir im Prinzip darum das ich gerne eine längere Flexi hätte von 10 Metern. Für die leichtgewichte sind die leinen max. 5 Meter. Ich werde einfach mal eine 10m Gurt-Flexi besorgen und schauen wie sie mit dem Zug klar kommt.

    @CH-Troete Danke, jetzt bin ich auch wieder ein Stück schlauer :)

    Die ist sehr schwer. In allem. Habe für Ashkii eine (er hat 15 kg) und obwohl er ein "Voraushund" ist, hat er eine Weile gebraucht bis er sich an den Zug gewöhnt hat und ich, bis ich wusste, wie ich das Teil nutzen kann, da ich sie nicht festhalten kann. Sie hängt jetzt an einem Schultergurt und somit ist sie für mich leichter und für Ashkii.

    Ist das dann aber nicht eher ein Wachhund?

    Ein Herdenschutz, dessen einzige Aufgabe ist es die Herde zu schützen, ist für mich etwas anderes. Dazu muss er sich mit ihr "eins" fühlen, dazu muss er "intrinsisch" dies auch wollen. Ist ein Herdi automatisch einer, weil das drauf steht? Oder wird er nicht erst durch eine Ausbildung dazu? Die Bezeichnungen dienen ja eher für den Menschen, damit er weiß mit was er evtl. rechnen könnte.
    Im Moment sehe ich bei dir, *bingwu*, einen Wachhund, der alles schützen soll, was du ihm die nächste Zeit beibringst (unterschiedliche Tierarten z.B.). Komplett in die Familie integriert. Wie mein HerdiMix, welche alles, was zu seiner Familie gehört mit mir zusammen beschützt hat.
    Herdis müssen ein großes Maß an Selbständigkeit entwickeln. Und das geht meiner Meinung nach nicht, indem sie wie Allrounder eingesetzt werden, sondern indem individuell ein Training mit einer bestimmten Tierart erfolgt .