Beiträge von Terry

    na ja Profi und Profi können zwei ganz unterschiedliche Dinge sein. Voraussetzung für das Arbeiten mit Hunden die schwer in den Griff zu bekommen sind sollte auch sein das sehr viel Erfahrung mit wirklich schwierigen Hunden vorhanden ist.

    Und ein positives Ergebnis bei einem Profi sollte es immer geben. Und sei es das der HH es in den Griff bekommt weil er an sich selbst etwas ändert. Für mich spricht es jedenfalls in dem Moment nicht für Profi wenn man auf seinem Problem sitzen bleibt, vorausgesetzt man hat gut mit dem Trainer zusammen gearbeitet. Und ein Trainer sollte auch immer bereit sein an jemand Anderen zu "überweisen" wenn er selbst nicht weiter weiß.

    Alles Gesagte sind aber nur Vermutungen weil ohne vor Ort es zu sehen geht es in solch massiven Fällen (ausgehend von dem Gelesenen) oft nicht gut.

    Er ist ja nun mit allen möglichen Dingen behaftet die das Allgemeinbefinden ganz schön belastet. Ein Machkampf, den es ja unterwegs doch gibt, fördert sicherlich nicht eine Änderung.

    Hier kann nur mit professioneller Hilfe gearbeitet werden. Und diese kann mit solchen Fällen sicherlich umgehen. Jegliche Experimente ohne fachliche Unterstützung bringen eher noch mehr Schwierigkeiten weil du und dein Hund vielleicht aneinander "vorbeiredet". Wichtig ist auch immer den kompletten Umgang mit dem Team zu sehen. Nur einzelne Sequenzen reichen nicht aus und lassen sich auch nicht ändern.

    Ein Außenstehender sieht oft Dinge die von dem Besitzer nicht wirklich wahrgenommen werden.

    Meine Vorschläge wären jetzt Thomas Baumann oder Günther Bloch (Hundefarm Eifel).

    es kommt halt immer darauf an wie mit einer Flexi umgegangen wird und ob man es kann. Manche können es nicht und manche haben gut erzogene Hunde und können damit umgehen und nutzen sie sinnvoll.

    Und diese Hundehalter wissen den Einsatz nun mal zu schätzen oder lernen ihn zu schätzen.

    Finde es merkwürdig zu behaupten das Felxleinenbesitzer ihre Hunde nicht erziehen können.

    und trotzdem gibt es uns nicht das Recht Hunde hin und her zu schieben nur weil sie das vielleicht ganz gut ab können. Hier schein die Moral mancher Menschen unterste Schublade zu sein. Wir können froh sein das Hunde so viel aushalten. Sonst würde es in der Hundescene ganz anders aussehen.

    Für mich hört der gute Grund in dem Moment auf wenn es allein nur um die Bedürfnisse des Menschen geht. Wir haben wirklich genug Hunde. Hunde die auf ein neues zuhause warten. Und dann wird weiter vermehrt (schließe hier auch die Züchter ein) weil man den super passenden Hund braucht?

    Die Herabwertung von Hunden nimmt immer mehr zu je "moderner" wir werden. Es gibt sicherlich viele gute Gründe einen Hund abzugeben (auch für den Hund).

    Aber ein Hobby auszuführen in dem Hunde als reine Objekte angesehen werden? Ist für mich der schlechteste Grund.

    mir ging es bei der "Wetterfrage" nicht um die Tiere. Die vertragen da mehr als mancher Mensch wenn gute Voraussetzungen (außerdem gesünder als Heizungsluft).

    Meine Frage ist ob der Mensch bereit ist einen engen Kontakt zu den Hunden zu pflegen wenn er nicht gezwungen ist rauszugehen (tagelanger Dauerregen, Eis, Schnee usw. denn der Hund darf ja nicht rein).

    Kann ein Hund sich frei bewegen sucht er sich den Ort an dem er sich aufhalten will. Und kann damit den Kontakt pflegen den er braucht (von Hund zu Hund unterschiedlich). Kann er sich nicht frei bewegen (also nicht entscheiden ob er auch ins Haus darf, wo sich Menschen die meiste Zeit aufhalten) kann er nur den Kontakt pflegen den er bekommt wann es dem Menschen passt.

    Und jeder zieht sich den Schuh an der ihm passt. Wer seinem nur Draußen-Hund den gleichen Umgang gewährt (und wenigstens auch zwei Hunde hat) wie einen Wohnungs-Hund braucht sich auch nicht angesprochen fühlen.

    Es gibt aber sicherlich viele HH bei denen Hunde zu viel sich selbst überlassen werden (ob im Zwinger, an der Kette oder freilaufenden auf einem Grundstück).

    Ich hatte ja schon in meinem vorhergehenden Posting Betriebe wie z.B. Landwirtschaft (also Bauernhof) ausgenommen da die Arbeit nun mal mehr draußen stattfindet auf denen Hunde ihre Menschen begleiten.

    Aber Hunde werden auch draußen gehalten wo dies nicht so ist. Und da stelle ich es mir schwierig vor. Wenn ich mir so einen Tagesablauf vorstelle sehe ich nicht den Kontakt den ein Hund braucht bzw. sagen meine Erfahrungswerte etwas anderes.

    Barry ist ein Großstadthund und kann sich mit Artgenossen "unterhalten", austoben usw. und das bei jedem Wetter (sonst gnatscht er mit mir rum und nennt mich ein Weichei :D ).

    was mich immer etwas irritiert: wenn den ganzen Tag Sauwetter ist, Eisekalt oder Sonstiges > auch dann hat der Hund, der nicht in die Wohnung/Haus darf den nötigen Kontakt?

    Als einfacher HH, der keinen landwirtschaftlichen Betrieb oder Sonstiges hat glaube ich einfach nicht daran das der oder die Hunde den nötigen Kontakt bekommen. Auch mein Hund lebt in der Wohnung. Habe nämlich keinen Garten. Und wenn ich denn mal einen habe (ein riesen Grundstück soll es werden) dann werden auch mehrere Hunde bei mir leben. Mit mir leben. Und können sich frei bewegen in Haus und Hof.

    Mich würde mal interessieren wieviel Kontakt ein nur draußen Hund mit seinem Rudel wirklich hat.

    Zitat

    Gegenfrage : Arbeitest du auch unentgeldlich?


    sowas hab ich auch mal von mir gegeben. Meine Gegenfrage: bekommst du von deinem Chef bei jeder richtig gearbeiteten Akte sofort Geld? Sicherlich nicht. Dieser Vergleich hinkt gewaltig.

    Hunde bekommen immer eine Bezahlung: Kost und Logie! Es ist einfach mit unserem "Arbeiten gehen" nicht vergleichbar.

    Bezahlst (oder würdest du) deinen Kindern jedesmal etwas zahlen weil sie etwas "Normales" ausgeführt haben (pünklich nach Hause kommen, Jacke aufhängen, zum Tisch setzen)? Sicherlich auch nicht.

    Für "unnatürliche" Handlungen, also Dinge die nicht gebraucht werden oder nicht zum Leben gebraucht werden, braucht man vielleicht Leckerli. Das kann ich spätestens dann sagen wenn ich mich damit beschäftigt habe (gearbeitet habe ich schon damit möchte es aber auf eine andere Weise erarbeiten).

    Zitat

    Sie WOLLEN für mich etwas tun (allein schon auch rassebedingt)


    darum bin ich ja so fasziniert das dies mit Barry, aber auch mit anderen Hunden klappt. Hunde die nicht so einfach arbeiten wollen. Die da schon ein bischen überzeugt werden müssen.

    Warum ist man der Meinung das ohne Leckerli nichts geht? Warum ist man der Meinung wenn man ohne arbeitet kann dies dann nur sein wenn man seinem Hund alles entzieht?

    Ich kann es schriftlich nicht darlegen. Barry braucht eben nicht auf seinen Platz "getackert" zu werden (gerade das ist doch überall Mode, halt mit Leckerli). Er hat sehr viele Freiheiten, mehr als zu Leckerlizeiten.

    Dominantgehabe gibt es überhaupt nicht. Es gibt verbale Abbruchlaute, fixieren, ignorieren von unerwünschtem Verhalten.

    Anders hätte ich seine Leinenpöbelei gar nicht in den Griff bekommen.

    Ohne Kommentar an dem anderen Hund vorbei, egal wie die Hunde sich aufführen. Danach bei erstem Blickkontakt zu mir ein verbales Lob. Mit konsequentem ignorieren seines "lauten" Verhaltens und Freude wenn er sich richtig verhalten hat waren es nur knapp 2 Wochen und er wurde ruhiger an der Leine. Parallel dazu hat er gelernt das er ohne meine Erlaubnis nicht zu anderen Hunden darf.

    Er hatte die Möglichkeit bekommen zu verstehen was ich von ihm will. Dies war durch die Leckerligabe vorher nicht möglich.

    Ich glaube Hunde werden zu sehr unterschätzt.