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Und wenn es nun alle Minute einen Grund für das Heranrufen/Anleinen gäbe, dann wäre das bestimmt nicht in einem Hunde-Auslaufgebiet, dass als solches funktioniert.
öjm, ist ein Gebiet nicht als Auslaufgebiet ausgezeichnet ist hier in Berlin automatisch Leinenzwang (Straßengebiet und Parkanlagen ohne "geschützte Grünanlagen"-Schild ausgenommen). Also wäre Hundi eh an der Leine. Sobald ein Hund ohne Leine laufen darf ist eine gegenseitige Rücksichtnahme nötig um vernünftig leben zu können.
Das dies auf beiden Seiten oft nicht so ist, ist eine andere Geschichte. Aber da müssen sich alle Beteiligten nen Kopf machen und nicht nur Einseitig.
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Und immer auch im Kopf behalten, dass der Entgegenkommende nicht weiß, ob Du a) Deinen Hund unter Kontrolle hast bzw. b) der Hund nichts macht/gut erzogen ist.
nun frage ich mich wie man auf die Idee kommt, das ein unerzogener Hund an der Leine sicherer ist. Als wenn ein nicht kontrollierbarer Hund an der Leine nicht auch Schaden anrichten könnte. Entweder ich hab einen Hund unter Kontrolle oder nicht (was die Gefährlichkeit angeht). Ich kann von einem angeleinten Hund auch gebissen werden. So breit sind die Wege hier nun auch nicht. Also sollte man sich einig werden das nicht die Leine das ausschlaggebende ist, sondern alleinig die Erziehung (auf die bei nur online gehenden Hunde meistens verzichtet wird).
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Angesichts der noch zu hohen Anzahl von HH, die ihren Hund nicht gut erzogen haben, wäre es von einem Nicht-HH zu viel verlangt immer darauf zu vertrauen, dass der Hund nichts macht
das man für ein anderes Lebewesen nicht seine Hand ins Feuer legen sollte ist schon klar. Nur wenn ich meinem Hund überhaupt nicht vertraue hab ich ein Problem. Dann ist aber immer Leinenzwang angesagt. Denn warum sollte er in einem Auslaufgebiet anders sein als z.B. an der Straße? Sobald auch nur ein kleiner Funkten Misstrauen vorhanden ist, ist Leinenzwang nicht nur eine Empfehlung sondern ein muss. Überall da wo ich mir nicht sicher bin wie ein Hund reagiert bleibt er an der Leine, egal ob im Auslaufgebiet oder woanders. Was wiederum auch nur eine Übergangslösung ist und keine wirkliche Sicherheit bietet.
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dass HH dabei mehr in der Pflicht sind
Da haben die Medien ja gute Arbeit geleistet. Ich bin nur bereit soviel Rücksicht walten zu lassen damit mein Hund niemanden gefährdet (das war schon immer so). Ich bin aber nicht bereit mich in eine Ecke drängen zu lassen und zu verrenken nur weil ich einen Hund führe.
Ich glaube einfach es ist schwer über das Netz das Ausmaß unserer "Rücksichtnahme" wirklich zu beschreiben. Letztendlich wird es so sein das sich hier jeder der Rücksichtnahme bewust ist und dies mit "normalen" Mitteln, seiner Umwelt entsprechend, umsetzt.
Jedem Hund ist mit Respekt zu begegnen. Es gibt Hunde die lassen sich zu Tode quälen ohne überhaupt in Erwägung zu ziehen zu beissen, es gibt Hunde die haben das beissen für sich als letzten Ausweg gefunden. Wir wissen bei keinem Lebewesen was sich hinter der Stirn abspielt und solange jedem Lebewesen mit Respekt begegnet wird, umso mehr lassen sich Unfälle und Übergriffe vermeiden.
@Apaika
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Trotzdem, ICH finde, dass es ängstlichen Leuten auch gut tun kann, wenn ihnen mal ein unangeleinter Hund entgegenkommt, der ihnen NICHTS tut!
nicht wirklich. Warum hat dein Hund es nötig andere Menschen anzubellen? Dies zeigt eher Unsicherheit oder er kennt dieses Leute eben und begrüsst sie auf seine Art und Weise, was diese tolerieren, weil sie seine "Sprache" verstehen.
Aber ein ängstlicher Mensch wird sich von einem bellenden Hund nicht "therapieren" lassen. Dazu ist ihm die Sprache des Hundes nicht bekannt.
Ich werde mich also nicht verrenken um in Rücksichtnahme dahinzufliesen aber ich möchte dich bitten deinen Umgang mit deinen Mitmenschen zu überdenken und deinem Hund die Entscheidung zu nehmen andere anbellen zu müssen.