Beiträge von Terry

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    Das entscheidende dabei ist einfach, dass er kapiert, dass er Grenzen hat die er nicht überschreiten darf,


    und wenn das auch nicht funktioniert und Hundi noch hysterischer wird? Evtl. sein jetzt zu grobes Spielbeissen in ein Abwehrbeissen abtriftet? Was dann?

    Leidiges Problem. Aus der Ferne kann man viel empfehlen aber auch viel kaputt machen. Da Besitzer und Hund nicht beobachtet werden können halte ich Tipps aus der Ferne nicht wirklich für produktiv sondern an dem Hund wird rumversucht.

    Und sollte jetzt noch alles im grünen Bereich sein (was man also mit Hilfe vor Ort konsequent in den Griff bekommen könnte) könnte sich das ganze durch Versuch verschiedener Methoden aufschaukeln. Denn was als erstes geklärt werden müsste: ist es reiner Übermut, kann er nicht verstehen um was es geht weil falsch vermittelt, oder ist Charakterlich etwas vorhanden was jetzt mit souveränen Führung in die richtige Richtung "geschoben" werden muss.

    Wenn es so heftig ist und guter Rat teuer, dann umgehend vor Ort Hilfe suchen und bitte nicht alles versuchen was es gibt. Wie soll Hundi das denn verstehen, wenn HH zwar weiß was er nicht will aber nicht wie er seinen Wunschb umsetzten kann?

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    Nach meinen Erfahrungen sieht es so aus, das die besten HT selbst einfach immer schon Hunde hatten, irgendwann aktiv einen Hundesport betrieben haben - und/oder so oft von anderen HH angesprochen wurden, dass sie nach vielen kostenlosen Stunden irgendwann auf die Idee kamen, daraus ihren Beruf zu machen.
    Oder ihrem HT auf dem Vereinsplatz nicht mehr folgen mochten, weil dieser nicht weiterentwickelte - und sich dann lieber selbstständig machten.

    Das heißt sie haben sich sowieso schon ihr ganzes Leben lang mit allem rund um Hunde beschäftigt, haben Wissen durch Praxis gelernt - und sicher auch jede Menge gelesen, meist auch Vorträge besucht, sich andere erfolgreiche HT angesehen, in vielen Gesprächen ihre Erfahrungen ausgetauscht, z.B. auch auf den Wettkampf-Plätzen.


    dieser Erfahrung schliesse ich mich an. Der Vorteil einer Schule, in der alles was Verhalten, unterschiedliche Trainingsmethode usw. gelehrt wird, wäre das man nicht durchs ganze Land reisen muss um an diese Informationen zu kommen.

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    Die ganzen Erkenntnisse in der Domestizierung (Veränderung vom Wolf zum Hund), der Ethologie (Verhaltensforschung) etc. sind wertvolle Erkenntnisse über Jahrzehnte hinweg, für mich also wissenschaftlich fundierte Erkenntnisse.


    frage mich gerade was einem HH ein Wissenschaftler nutzt :???: . Mir jedenfalls als Anfänger nicht viel. Ich will nichts über die Domestizierung wissen, sondern wie ich in meinem Falle zum Ziel komme. Da nützt es mir nichts wenn mein HT von vielen fundierten Erkenntnissen überfliesst aber es nicht wirklich praktisch in der Anwendung verwerten kann.

    Mh, also je komplizierter man ne Sache macht, umso schwieriger ist sie auch in der Umsetzung.

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    Und noch eine Frage:
    Handel ich mir ärger ein, wenn ich aus den o.g. Gründen einen 2. Hund ins Haus hole?
    Oder würde es ihn ggf. zu einem entspannterem Hund machen, der nicht mehr denkt:
    "Meine letzte Chance, mit dem Hund MUSS ich spielen, sonst bin ich heute Abend wieder allein!!!"


    hier versuchst du die Erziehung einem Viebeiner überzuhelfen die du aber machen musst. Natürlich wäre es günstig es wäre schon ein souveräner gut geführter Hund vorhanden, der deinen Johnny miterzieht.

    Aber ein 2ter Hund bedeutet evtl. noch mehr Probleme: ihr müsstet doch ersteinmal eine Bindung, Beziehung aufbauen. Johnny hüpfender weise dazwischen. Entweder ist der andere Hund genervt und zieht sich zurück oder er haut mal richtig zu. Ob das Handeln des neuen Hundes souverän ist kannst du ja gar nicht wissen.

    Ein zweiter Hund käme erst in Frage wenn Johnny gut führbar ist. Und nicht umgekehrt.

    Auch wenn dein Hund ein aufgewecktes Kerlchen ist. Versuche ihm innere Ruhe zu geben. Kopfspiele anbieten mit denen er mit dir zusammen arbeiten kann. Ruhige Spiele.

    Wenn andere Hunde kommen muss er bei dir bleiben. Dabei freundlich aber bestimmt bleiben. Zusammen langsam sich dem anderen Hund nähern. Erst wenn er bei dir bleibt darf er zur Belohnung zum anderen Hund (wenn die Besitzer einverstanden).

    Ist er zu aufdringlich und der andere Hund genervt dadurch, Johnny wieder zurückholen und weitergehen. Beim nächsten Hund das gleiche Spiel.

    So würde ich es mit einem Hibbel machen (bzw. mache ich auch).

    auch das sehe ich etwas gelassener: wenn man es nicht weiß kann man theoretisch nichts "falsch" machen.

    Für mich wird es erst dann kritisch wenn man es weiß und es dann immer noch extrem falsch macht. Wobei falsch: wer entscheidet das? Bei Schweinefleisch passe ich schon auf und füttere bewusst keines.

    Bekommt er nun durch einen dummen Zufall von jemanden doch etwas empfinde ich es nicht als Beinbruch aber mache die Person natürlich darauf aufmerksam. Dasselbe bei Schokolade oder Sonstigem.

    Da ich immer in der Nähe bin (na ja fast) kann ich da im Vorfeld eingreifen.

    Ich habe meinen Frieden gemacht mit den Menschen die immer nur Gutes tun wollen und meinen ein Leckerli geben zu müssen. Da passe ich jetzt besser auf aber ärgere mich dann nicht wenn es halt doch mal vorkommt.

    Böse werde ich nur wenn die betreffende Person weiß das ich das nicht will bzw. gesundheitlich nicht gut ist und dann trotzdem füttert. Da bin ich dann seeehr empfindlich.

    jep, wenigstens so viel wie möglich. Die meisten Fehler werden doch durch Missverständnisse erzeugt.

    Und gerate ich dann an einen Experten der dieses Missverständniss nicht aufklärt sondern durch evtl. harte Methoden noch verschärft (aber auch weiche Methoden können dies) dann hat so mancher HH verloren (und der Hund sowieso).

    och, Salami hat Barry auch schon abbekommen; Schokolade hat er von der Verwandschaft auch schon reingeschoben bekommen; meine Hunde früher sind in dem Alter allein die Treppen hoch und runter (wobei ich heute runter nicht mehr empfehle); gestern hat Barry Flips abbekommen oder er bekommt auch mal ein kleines Stück Kuchen.

    Die Menge macht´s. Ich bin da etwas entspannter damit ich meine Nerven damit nicht auch noch strapaziere wenn ich mich da über manchen ärgern müsste der meinen Hund mal mit Müll füttert :D .